Projektreise nach Russland

Moskauer Patriarchat dankt KIRCHE IN NOT

Seit 1992 helfen wir den Christen in dem riesigen Reich

Die Delegation von KIRCHE IN NOT vor dem Kloster in Sergijew Possad.

Die Delegation von KIRCHE IN NOT vor dem Kloster in Sergijew Possad.

Die Leitung unseres Hilfswerks traf sich bei einem Besuch inMoskau mit Metropolit Kirill von Smolensk und Kaliningrad. Er ist als Leiter des Außenamtes des Moskauer Patriarchates nach dem Patriarchen einer der höchsten Vertreter der Russisch-orthodoxen Kirche. Der Metropolit dankte unserem Hilfswerk ausdrücklich für die Unterstützung, die die Orthodoxe Kirche in Russland seit 1992 erhält, sowie für den Einsatz des Werkes für den interkonfessionellen Dialog.

Die Delegation von KIRCHE IN NOT bestand aus dem (damaligen) internationalen Präsidenten des Hilfswerkes, Pater Joaquín Alliende, dem ersten Vizepräsidenten, Dr. Pieter van der Velden, und dem Generalsekretär des Werkes, Pierre-Marie Morel. Sie wurde begleitet von Peter Humeniuk, der in unserem Hilfswerk für die Kontakte mit Russland verantwortlich ist, sowie von Eva-Maria Kolmann, einer Journalistin des Werkes.

Während der Begegnung mit Metropolit Kirill betonte sowohl er als auch die Vertreter des Hilfswerk, wie wichtig es sei, die guten gegenseitigen Kontakte auch in Zukunft zu erhalten und die Zusammenarbeit zu vertiefen und auszubauen. Der Metropolit sagte, es sei gut, sich „auf Organisationen stützen zu können, die sich in der Zusammenarbeit bereits bewährt haben”.

“Immer ein verlässlicher Partner”

Unser Hilfswerk sei auch in schwierigen Zeiten ein verlässlicher Partner gewesen. Pater Joaquín Alliende stellte das gewachsene gegenseitige Vertrauen heraus und versprach, dass KIRCHE IN NOT auch in Zukunft seine Hilfe für die Russisch-orthodoxe Kirche sowie seine Bemühungen um den Dialog fortsetzen und weiterentwickeln werde.

Übereinstimmend unterstrichen die Vertreter beider Konfessionen die Notwendigkeit, angesichts des allgemeinen Verfalls der Werte und eines sich immer mehr ausbreitenden Relativismus in der modernen Gesellschaft gemeinsam Position für eine christliche Ethik und das christliche Menschenbild zu beziehen. Hier solle die Zusammenarbeit in Zukunft weiter verstärkt werden.

Peter Humeniuk bekommt von Metropolit Kirill den Orden des heiligen Daniil von Moskau verliehen.

Peter Humeniuk bekommt von Metropolit Kirill den Orden des heiligen Daniil von Moskau verliehen.

Im Namen des Oberhauptes der Russisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Alexij II., verlieh Metropolit Kirill unserem Russland-Experten Peter Humeniuk den Orden des heiligen Daniil von Moskau. Es handelt sich dabei um eine hohe Auszeichnung, die die Russisch-orthodoxe Kirche verleiht.

Unsere Delegation traf im Kloster (Lawra) von Sergijew Posad, dem ehemaligen Sagorsk., den Vorsitzenden des Lehrkomitees der Russisch-orthodoxen Kirche In Erzbischof, Erzbischof Jewgenij. Das Kloster gilt als eines der wichtigsten geistlichen Zentren der russischen Orthodoxie. Bei dem Treffen wurden unter anderem zukünftige gemeinsame Projekte besprochen. Erzbischof Jewgenij ist Rektor der Geistlichen Akademie und des Seminars des Klosters. Er dankte unserem Hilfswerk herzlich für die bereits empfangene Hilfe und unterstrich die Bedeutung einer guten geistlichen Ausbildung für das gegenseitige Verständnis und den Dialog zwischen beiden Kirchen.

Die Vertreter von KIRCHE IN NOT trafen außerdem den Apostolischen Nuntius in der Russischen Föderation, Erzbischof Antonio Mennini. Bei einem gemeinsamen Abendessen betonte er, dass KIRCHE IN NOT in Russland sowohl unter den Katholiken als auch unter den Orthodoxen großes Vertrauen genieße.

Blick auf den Kreml in Moskau.

Blick auf den Kreml in Moskau.

Ferner besuchte die Delegation auch die erzbischöfliche katholische Kurie in Moskau sowie weitere Projektpartner. Aber auch bedeutsame Orte wurden besucht, wie etwas das Grab des 1990 ermordeten orthodoxen Priesters Aleksandr Men, der sowohl von Orthodoxen und Katholiken in Russland verehrt wird, die Gedenkstätte für die Märtyrer der Sowjetzeit in Butowo sowie die weltberühmte Ikone der Heiligen Dreifaltigkeit von Andrej Rubljow.

Unser Hilfswerk engagiert sich auf Initiative Papst Johannes Pauls II. seit 1992 für den Dialog mit der Orthodoxen Kirche in Russland. Im vergangenen Jahr bedankte sich Papst Benedikt XVI. in einer Privataudienz gegenüber Führungskräften des Hilfswerkes für diesen Einsatz und ermunterte das Hilfswerk, diese Arbeit fortzusetzen.

Papst Benedikt XVI.

Papst Benedikt XVI.

Wörtlich sagte er damals:
“Von Herzen grüße ich alle deutschsprachigen Pilger und Besucher. Einen besonderen Gruß richte ich heute an die Führungskräfte des Hilfswerkes KIRCHE IN NOT (…). Liebe Freunde, seid des Dankes und des Gebetes des Nachfolgers Petri für euer Wirken gewiss, das ein beredtes Zeugnis für die Liebe Gottes ist. Lasst auch in Zukunft die Menschen erfahren, dass Gott für uns da ist als ein liebender Vater, wie wir im heutigen Evangelium gehört haben. Wo Gott in den Herzen der Menschen wohnt, da können Frieden und soziale Gerechtigkeit wachsen. Wir wollen Werkzeuge der Liebe Gottes in unserer Welt sein. Der Herr segne euch alle.”

So können Sie unser Engagement in Russland unterstützen:

“Betet mit unerschütterlichem Vertrauen und mit einem Herzen, das Freund und Feind in Liebe umfängt. Und der Herr wird sich uns hinneigen und seine Barmherzigkeit wird keine Grenzen haben.”

Pater Werenfried van Straaten

Zünden Sie in unserer virtuellen Kapelle eine Kerze für die Christen in dem riesigen Reich an.

Gerne können Sie auch direkt online für die Menschen vor Ort spenden. Ihre Spende kommt im Einklang mit den pastoralen Prioritäten von KIRCHE IN NOT zugute. Ein herzliches Dankeschön für Ihre Hilfe.

Beispiele unserer Hilfe in Russland und Osteuropa:

24.Nov 2008 15:29 · aktualisiert: 20.Sep 2013 16:42
KIN / S. Stein