Impuls zum christlichen Leben

Ein Ziel vor Augen haben

Pater Hermann-Josef Hubka über die Bedeutung der Fastenzeit

Pater Hermann-Josef Hubka, Geistlicher Assistent von KIRCHE IN NOT.

Pater Hermann-Josef Hubka, Geistlicher Assistent von KIRCHE IN NOT.

Loslassen, Freigeben, Verzichten - das kann manchmal ganz schön hart sein. Besonders die Fastenzeit erleben viele Menschen als eine Zeit der Entbehrungen.

Doch wir sollten nicht zu lange dabei verweilen. Vielmehr sollten wir Christen auf die Gnade des Herrn hoffen, sagt Pater Hermann-Josef Hubka, Geistlicher Assistent von KIRCHE IN NOT.

Ein geistlicher Impuls zur Fastenzeit.

Pater Hermann-Josef, welche Bedeutung hat die Fastenzeit für uns Christen?

Die Fastenzeit gilt als eine Zeit der Buße. Dennoch können wir uns schon jetzt auf Ostern freuen. “Lobsinge, du Erde, überstrahlt vom Glanz aus der Höhe! Licht des großen Königs umleuchte dich. Siehe, geschwunden ist allerorten das Dunkel”. So heißt es im “Exsultet” in der Osternacht, wenn das Licht der Osterkerze die dunkle Kirche erleuchtet.

Ein langer Weg ins “Gelobte Land”

Wir erleben die Fastenzeit als eine Zeit, die auf den ersten Blick unserem Inneren ein tristes Gefühl von Entbehrung vermittelt. Wir schauen auf all die vielen schönen Sachen zurück - und auf das soll man verzichten?

Auch das Volk Israel schaut im Alten Testament zurück, als es auf dem langen Weg von Ägypten ins “Gelobte Land” die Wüste durchqueren muss. Die Menschen sehnen sich nach den Fleischtöpfen Ägyptens zurück. Doch in der Wüste trocknen ihnen die Kehlen und sie jammern.

Bald danach kamen sie zu Mose: Warum hast du uns in die Wüste geführt? Wären wir doch in Ägypten geblieben. Dort hatten wir volle Fleischtöpfe und Brot, soviel wir wollten. Gott aber sagte zu Mose: ich werde euch Brot und Fleisch geben, damit ihr lernt, dass man mir vertrauen kann. (vgl. Ex 15f.).

Bald danach kamen sie zu Mose: Warum hast du uns in die Wüste geführt? Wären wir doch in Ägypten geblieben. Dort hatten wir volle Fleischtöpfe und Brot, soviel wir wollten. Gott aber sagte zu Mose: ich werde euch Brot und Fleisch geben, damit ihr lernt, dass man mir vertrauen kann. (vgl. Ex 15f.).

Auch die Fastenzeit kann für uns eine “Wüste” sein. Wie können wir durchhalten?

Wenn wir mit der Fastenzeit konfrontiert sind, so kann das auch den anstrengenden Weg von unserem persönlichen “Ägypten” heim ins “Gelobte Land” umschreiben. In der Wüste wird geläutert und gereinigt. Loslassen, Freigeben, Verzicht. Das kann manchmal ganz schön hart sein. In der Wüste wird aber auch aufbereitet und geheiligt.

Aber der Weg ist das Ziel: Man sollte nicht so lange bei den Entbehrungen verweilen. Vielmehr sollten wir Christen auf die Gnade des Herrn hoffen. Dabei müssen wir nach vorne blicken und ein Ziel vor Augen haben. Unser Ziel in der Fastenzeit ist Ostern, die Freude über den auferstandenen Herrn. Dafür lohnt sich eine Zeit der Läuterung.

Ist die Osternacht für uns das Gelobte Land?

Christus ist wahrhaft auferstanden.

Christus ist wahrhaft auferstanden.

In gewisser Weise schon. Aber in der Osternacht ziehen wir nicht allein in das Gelobte Land ein, sondern noch viel mehr! Es ist die Zeit für den Einzug in das Heiligtum - und zwar geheiligt, gereinigt und befreit. Die Zeit der Wüste liegt hinter uns und wir können uns freuen.

Im Exsultet in der Osternacht wird das auch ganz deutlich gesagt: “Der Glanz dieser Heiligen Nacht nimmt den Frevel hinweg, reinigt von Schuld, gibt den Sündern die Unschuld, den Trauernden Freude. Weit vertreibt sie den Hass, sie einigt die Herzen, beugt die Gewalten.”

Möge die Fastenzeit für uns alle eine Gnadenzeit werden, in der der Herr uns ganz nahe kommt. Lassen wir ihn in diesen Wochen an uns heran, damit wir in sein Heiligtum einziehen können.

Schlagworte:

Aktuelle Meldungen · Fastenzeit · Geistlicher Impuls · Kinderbibel · Kreuzweg · Ostern · Pater Hermann-Josef Hubka

26.Feb.2009 08:06 Uhr · aktualisiert: 4.Mär.2009 11:55 UhrKIN / S. Stein

Website & Medien durchsuchen

Sitemap | Hilfe | Privatsphäre | Kontakt

Die Medienbox von KIRCHE IN NOT

TippsMediensucheEinstellungen
DSL (ab 384 Kbps) ISDN (128 Kbps)

Fasten - Weg zur Heilung und Befreiung
Pater Karl Wallner OCist über das Fasten als Weg zu innerer Befreiung und Verbundenheit mit Gott
Rubrik: Spirit - Leben mit Stil
Länge: ca. 28:00

Wie neu geboren - Fasten für ein Leben in Fülle
Bruder Paulus Terwitte über die Fastenzeit als Zeit des Gewinns und der Kurskorrektur des Lebens
Rubrik: Spirit - Leben mit Stil
Länge: ca. 28:00

Pilgerfahrt nach Polen
Doku über die internationale KIN-Wallfahrt 2004 von Mitarbeitern und Wohltätern nach Polen
Rubrik: Dokumentationen & Reportagen
Länge: 29:47 - 2005

Angelus - Das Sturmgebet für ein christliches Europa, Teil 1
Die jüdische Historikerin Bat Ye or über die Gefahren einer Islamisierung Europas
Rubrik: Treffpunkt Weltkirche
Länge: 31:24 - 2008

Pater Werenfried und die Päpste
Antonia Willemsen erinnert sich an Begegnungen und Anekdoten von Pius XII. bis Benedikt XVI.
Rubrik: KIRCHE IN NOT
Länge: 27:25 - 2009

Nordkorea - Christen im Land der atheistischen Dreifaltigkeit
IGFM-Vorsitzender Karl Hafen über die Christenverfolgung im Land des Steinzeitkommunismus
Rubrik: Weltkirche aktuell
Länge: 31:07 - 2008

Die katholische Kirche und der Islam, Teil 1
Referat von P. Josef Herget, Seelsorger der kath. Türken, und Zeugnisse konvertierter Muslime
Rubrik: Weitblick - die Welt von innen
Länge: 27:17 - 2006


Gebetsaktion

JPG - 2.34 KBAngelusgebet für Europa
Beten auch Sie mit für ein christliches, geeintes Europa!
» mehr…

Meistbesuchte Seiten

JPG - 2.66 KBSuchen Sie Hilfe im Gebet?
Zünden Sie in unserer virtuellen Kapelle eine Kerze für persönliche Anliegen an.

JPG - 3.32 KBDie Kinderbibel
Bisherige Auflage: Über 46 Millionen Exemplare in 157 Sprachen. » Hier bestellen…

JPG - 4.2 KBDie Homepage der Kinderbibel
Hier online in 50 Sprachen lesen. » mehr…

JPG - 2.42 KBDas Beichtmobil
Mit dem „fahrenden Beichtstuhl” machen wir auf die Beichte aufmerksam. » mehr…

DruckenVersenden

GIF - 10.101

GIF - 3.85 KB

GIF - 4.41 KB

Kostenloser Newsletter:

Informationen über die Notlagen
der Weltkirche, aktuelle Tipps zu Veranstaltungen, zu Radio- und Fernsehsendungen und neuem Medienmaterial.

Hier erreichen Sie uns:

Kirche in Not / Ostpriesterhilfe
Deutschland e.V.

Lorenzonistraße 62
81545 München
Telefon 089 - 64 24 888-0
Telefax 089 - 64 24 888-50
info@kirche-in-not.de

SpendenPater Werenfried