Professor Grulich wird 65

Seit vielen Jahren KIRCHE IN NOT eng verbunden

Prof. Dr. Rudolf Grulich bei unserem Kongress “Treffpunkt Weltkirche”.

Professor Dr. Rudolf Grulich feiert am 16. April seinen 65. Geburtstag. Von 1982 bis 1985 leitete der Kirchenhistoriker die Pressearbeit von KIRCHE IN NOT in Königstein bei Frankfurt. Bis heute ist er für uns ein wichtiger Berater, unter anderem zu Fragen der Religionsfreiheit in der Türkei. Zu diesem Thema wird Grulich von vielen Medien als Experte geschätzt. So kommentierte er den Türkei-Besuch von Papst Benedikt XVI. live in der ARD. Auch in unserer Sendereihe “Weitblick – Die Welt von innen” berichtete er häufiger über die Christen in der Türkei. Er begleitet auch Reisegruppen als Fremdenführer in jenes Land, in dem der Völkerapostel Paulus geboren wurde und viele frühchristliche Gemeinden gegründet hat.

Professor Grulich – ein Heimatvertriebener

Rudolf Grulich wurde am 16. April 1944 im mährischen Runarz geboren. Zwei Jahre später wurde seine Mutter gemeinsam mit ihm und seiner Großmutter vertrieben und die Familie floh nach Oberfranken; Grulichs Vater war zu diesem Zeitpunkt in französischer Kriegsgefangenschaft. Unter anderem aus diesem Hintergrund der eigenen Vertreibung ist Professor Grulich seit vielen Jahren KIRCHE IN NOT sehr verbunden.

Wissenschaftliche Arbeit

Das Schicksal seiner Heimat hat Rudolf Grulich geprägt und seine wissenschaftliche Arbeit beeinflusst. Nach dem Studium der katholischen Theologie und der slawischen Sprachen in Königstein im Taunus, Augsburg und Zagreb war er für die Akademie für Politik und Zeitgeschehen der Hanns-Seidel-Stiftung in München tätig, sowie wissenschaftlicher Assistent an den theologischen Fakultäten der Universitäten Bochum und Regensburg. Heute lehrt er am Institut für Katholische Theologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen

Professor Grulich ist seit 1988 auch Direktor des heute im hessischen Nidda ansässigen Institutes für Kirchengeschichte von Böhmen-Mähren-Schlesien. Als Honorarprofessor lehrt er seit 1990 Mittlere und Neuere Kirchengeschichte an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Schwerpunke seiner Forschungsarbeit sind die Geschichte und Kultur der böhmischen Länder, die Kirchen im Osten, sowie Volksgruppen und Minderheiten in Europa; diese Themen bilden daher auch einen Schwerpunkt seiner Veröffentlichungen.

Ausdruck seines vielfältigen Engagements sind außerdem die Mitgliedschaften in der “Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Schönen Künste” in München, sowie in der Arbeitsgruppe Vertriebenenseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz. Professor Grulich verantwortete gemeinsam mit anderen Experten das Projekt “Kirche und Nationalismus im 19. und 20. Jahrhundert in den böhmischen Ländern” der Karlsuniversität Prag.  Er hat mehrere Auszeichnungen erhalten, darunter im Jahr 2008 das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Wir suchen Zeitzeugen von Pater Werenfried

Um die Erinnerung an unseren Gründer lebendig zu halten, suchen wir nach Zeitzeugen von Pater Werenfried van Straaten, die Fotos, Dokumente oder Anekdoten im Zusammenhang mit dem Speckpater oder seinem Werk zur Verfügung stellen können.

Wir bitten daher alle, die über eine Begegnung mit Pater Werenfried berichten können, sich mit uns in Verbindung zu setzen. Herzlichen Dank im Voraus.

16.Apr 2009 08:41 · aktualisiert: 2.Feb 2015 15:51
KIN / B. Pelster