Die “Prayerbox” erobert die Bundeswehr

Die Prayerbox ist kleiner als der Handteller.

Die Prayerbox ist kleiner als der Handteller. (Foto: Bundeswehr).

Mit über 1000 “Prayerboxen” von KIRCHE IN NOT pilgert die Bundeswehr in der kommenden Woche nach Lourdes. Unsere “Prayerbox” ist eine kleine, weiße Dose – etwa so groß wie eine Streichholzschachtel.

Sie ist gefüllt mit einem Fläschchen Weihwasser, einem Mini-Rosenkranz, einem kleinen Kreuz und einem Faltblatt, das die wichtigsten Gebete der katholischen Kirche in deutscher, italienischer und englischer Sprache enthält.

Am Mitwoch, den 13. Mai, pilgern Soldaten der Bundeswehr in Sonderzügen nach Lourdes. Manche von ihnen sitzen während dieser Wallfahrt über 36 Stunden im Abteil. Militärdekan Johann Meyer verteilt die “Prayerbox” in dieser Zeit gerne als einen “peppigen Augenaufschlag”, der zum Gebet anregen soll.

Er habe die “Prayerbox” auch an Soldaten anderer Nationen weitergegeben, unter anderem an Franzosen, Briten, Norweger und Litauer. Alle seien “hellauf begeistert gewesen von dieser klasse Idee”, freut sich Meyer. Etwa 1200 “Prayerboxen” fänden jährlich unter seinen Soldaten freudige Abnehmer.

In Afghanistan “aus den Händen gerissen”

Auch in ernsten Einsätzen im Kosovo oder in Afghanistan gehöre für viele Bundeswehr-Angehörige die “Prayerbox” mittlerweile schon zum Marschgepäck, erzählt Vinzentinerpater Stephan Schmuck, der als Militärseelsorger die deutschen Soldaten im Ausland betreut.

Er berichtet, im Feldlager in Afghanistan seien ihm die “Prayerboxen” regelrecht “aus den Händen gerissen” worden. Im Einsatz sei die “Prayerbox” für die Soldaten etwas, an dem sie sich festhalten können, bestätigt auch Militärdekan Meyer.

Insgesamt wurden bei KIRCHE IN NOT bereits über 50 000 “Prayerboxen” bestellt. Die kleine Gebetsausrüstung kostet zwei Euro plus Versand. Der Erlös kommt der Arbeit von KIRCHE IN NOT für die Kirche in armen Ländern zugute.

Teilnehmende des Weltjugendtages mit unserer Prayerbox vor der Oper in Sydney (eingesandt von Elisabeth K. aus Hagen).

Teilnehmende des Weltjugendtages mit unserer Prayerbox vor der Oper in Sydney (eingesandt von Elisabeth K. aus Hagen).

Auch die Herstellung der “Prayerbox” dient einem guten Zweck: Bestückt wird die kleine Dose von Jugendlichen des “Bauernhofs der Hoffnung” (Fazenda da Esperança) auf Gut Bickenried in Irsee im Allgäu. Sie packen auch die Glaubenspakete von KIRCHE IN NOT.

Neben der Arbeit und dem Aufbau eines Gemeinschaftsgefühls sind regelmäßiges Gebet, tägliche Gottesdienste und das Studium der Heilgen Schrift wesentliche Bestandteile der Therapie. Die “Fazenda” versteht sich als geistliche Gemeinschaft und unterscheidet sich dadurch von anderen Therapiezentren und Fachkliniken.

PRAYERBOX-Foto-Aktion

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Wir freuen uns über eine Rückmeldung und veröffentlichen gerne auf dieser Seite Ihre Fotos oder Auszüge aus E-Mails oder Briefen.

Blick vom Empire State Buildung auf die Skyline Manhattans in New York.

Blick vom Empire State Buildung auf die Skyline Manhattans in New York.

5.Mai 2009 09:24 · aktualisiert: 23.Jan 2014 11:12
KIN / S. Stein