Über 80 Millionen Euro für die Kirche in Not

Neues Rekordergebnis bei Spendenaufkommen im vergangenen Jahr

Pater Werenfried van Straaten mit seinem berühmten Millionenhut. Foto: Balz Röthlin.

Pater Werenfried van Straaten mit seinem berühmten Millionenhut. Foto: Balz Röthlin.

Im Jahr 2008 hat unser Hilfswerk trotz Finanzkrise Spenden in Rekordhöhe an Hilfsprojekte für die Kirche in armen Ländern weiterleiten können. Weltweit sind im vergangenen Jahr mehr als 82 Millionen Euro gespendet worden. Damit wurde erstmals seit Bestehen von KIRCHE IN NOT die 80-Millionen-Euro Marke bei den Spenden überschritten.

In Deutschland haben sich die Spendeneinnahmen 2008 auf dem Niveau des Vorjahres gehalten. Die deutschen Wohltäter haben im vergangenen Jahr 11,3 Millionen Euro für die Projekte von KIRCHE IN NOT gespendet. Dafür ein herzliches Dankeschön.

Der größte Teil der Hilfsgelder floss mit 27,5 Prozent wie bereits in den Jahren zuvor in vielfältige Bauprojekte an Kirchen, Klöstern und Gemeindezentren in aller Welt. Danach machten Mess-Stipendien und andere Existenzhilfen für Priester und Ordensleute den zweitgrößten Anteil von zusammen 18,7 Prozent aus.

Weitere traditionelle Schwerpunkte des Hilfswerks sind die theologische Ausbildung der Seelsorger in den Projektländern (13,7 Prozent) und Hilfen bei der täglichen pastoralen Arbeit (13 Prozent). Auch die Unterstützung von katholischen Radio- und Fernsehstationen nimmt im Etat von 2008 mit 7,7 Prozent wieder einen wichtigen Platz ein.

Die Hilfen von KIRCHE IN NOT fließen in 137 Länder auf allen Kontinenten. Die höchsten Summen erhielten im vergangenen Jahr Brasilien, Indien und die Ukraine mit jeweils über vier Millionen Euro.

Junge Priesteranwärter im Seminar von L'viv (Lemberg) / Ukraine.

Junge Priesteranwärter im Seminar von L'viv (Lemberg) / Ukraine.

Weitere Schwerpunkte setzte das Hilfswerk mit Unterstützungen von jeweils über einer Million Euro im Kongo und Sudan. Ähnlich hohe Mittel erhielten unter anderem Russland, China, Chile, Vietnam, Kolumbien und Rumänien.

Ein wichtiges Anliegen ist uns auch die Stärkung des Glaubens in der westlichen Welt. Dafür und für die Neu-Evangelisierung stellte unser Hilfswerk im vergangenen Jahr 11,7 Millionen Euro zur Verfügung.

Bisher mussten die Christen in Apowa ihre Gottesdienste im Freien feiern. Dank Ihrer Hilfe haben sie bald ein Dach über dem Kopf.

Bisher mussten die Christen in Apowa / Ghana ihre Gottesdienste im Freien feiern. Dank Ihrer Hilfe haben sie bald ein Dach über dem Kopf.

Die katholische Kirche in Varna / Bulgarien wurde bei einem Erdbeben zerstört: das Dach und eine Wand fiel ein. Dank Ihrer Hilfe wird sie wieder aufgebaut.

Die katholische Kirche in Varna / Bulgarien wurde bei einem Erdbeben zerstört: das Dach und eine Wand fiel ein. Dank Ihrer Hilfe wird sie wieder aufgebaut.

Anfang September 2008 fegten gleich zwei gewaltige Hurrikans über Haiti hinweg und zerstörten viele Gebäude. Wir stellten damals eine Soforthilfe zur Verfügung.

Anfang September 2008 fegten gleich zwei gewaltige Hurrikans über Haiti hinweg und zerstörten viele Gebäude. Wir stellten damals eine Soforthilfe zur Verfügung.

In Indien kam es im Herbst 2008 zu gewalttätigen Übergriffen auf Christen: Zahlreiche Menschen wurden getötet, hunderte Kirchen zerstört.

In Indien kam es im Herbst 2008 zu gewalttätigen Übergriffen auf Christen: Zahlreiche Menschen wurden getötet, hunderte Kirchen zerstört.

22.Mai 2009 10:59 · aktualisiert: 25.Mai 2009 16:00
KIN / S. Stein