In den Armen Christus empfangen

Geistliche Impulse zu Fronleichnam, dem Hochfest des Leibes und Blutes Christi

Pater Werenfried van Straaten, Gründer von KIRCHE IN NOT.

Pater Werenfried. Foto: Balz Röthlin.

In der heiligen Eucharistie empfangen wir Christus in der Gestalt von Brot und Wein. In den Armen, denen wir begegnen, empfangen wir ihn in der Gestalt von Fleisch und Blut. Es ist derselbe Christus.

Beim Jüngsten Gericht wird er sagen: Ich war hungrig, nackt und krank, ich war obdachlos und im Gefängnis . . . Er wird uns nicht kennen, wenn wir ihn nicht erkannt haben in den Unterernährten und Nackten, in den Kranken, Flüchtlingen, Obdachlosen, Verfolgten und Gefangenen. Sie warten auf unsere Liebe. In ihnen wartet Christus. (Pater Werenfried)

Zur Bedeutung des Hochfestes Fronleichnam

Vor wenigen Tagen feierten wir Fronleichnam, das Hochfest des Leibes und des Blutes Christi. Wir feiern diesen Tag an einem Donnerstag, weil er an den Gründonnerstag, den Beginn des Leidens Christi, anknüpft.

Im Mittelpunkt des Tages steht die Monstranz mit dem Allerheiligsten, das Ziel der eucharistischen Anbetung. Pater Werenfried sagte einmal: “Die Menschen heute warten auf Menschen, in denen Christus von neuem sichtbar wird. Sie fordern von uns, dass wir Christus endlich wieder eine lebendige Gestalt geben.”

Ein Interview mit Pater Hermann-Josef Hubka, Geistlicher Assistent von KIRCHE IN NOT Deutschland.

Pater Hermann-Josef Hubka, Geistlicher Assisten von KIRCHE IN NOT.

Pater Hermann-Josef Hubka, Geistlicher Assisten von KIRCHE IN NOT.

KIRCHE IN NOT: Welchen Hintergrund hat die Eucharistische Anbetung? Welche Bedeutung hat sie?
P. Hermann-Josef Hubka:
In der Heiligen Eucharistie fasst sich die Heilsgeschichte Gottes mit dem Menschen umfassend zusammen. Es ist beeindruckend, wenn wir betrachten, was das Blut des Lammes, das Zeichen des Bundes Gottes mit den Menschen, ausgelöst hat beim Paschamahl, bevor das Volk Israel aus Ägypten auszog: Alle standen unter Gottes Schutz. Dabei war es noch gar nicht die volle Heilige Eucharistie.

Denn heute ist dieses Zeichen für uns noch viel mehr: Es ist für uns Christen das Osterlamm, Jesus am Kreuz – das Zeichen des neuen und ewigen Bundes, so wie wir es in jeder Heiligen Messe betonen. Der “Herr der Welt” war sich damals seines Triumphes bewusst. Unvorstellbar groß war danach jedoch sein Absturz, ja geradezu vernichtend. Der Heiland am Kreuz und das Blut Christi proklamieren dennoch den unanfechtbaren Sieg für immer.

In einem Lied aus dem Gotteslob ist es meiner Meinung nach gut beschrieben. Dort heißt es: “Du bist das Siegeszeichen, davor der Feind erschricket, wenn er es nur anblicket… Zeig deine Kraft und Stärke, beschütz uns all zusammen, durch deinen heiligen Namen” (GL 182).

Warum ist die Eucharistische Anbetung heute so intensiv gefragt?
Das hat sicherlich mehrere Gründe. Vor allem ist es aber das Sich-Einbergen in die Liebe Gottes – bei ihm ein wenig ruhen, unter seinem Schutz stehen, mit ihm die Dinge des Lebens durchsprechen, in seiner Gegenwart ein wenig die Augen schließen und ihm sagen: Bitte, Herr, sprich nun zu mir!

Diese Momente sind es, warum es so viele Menschen zu einer eucharistischen Anbetung hinzieht. Dann kommen ihnen die inneren Bilder. Und das mündet dann immer mehr in einen lebendigen Austausch mit dem Herrn ein. Seine Nähe lässt sich dabei so liebreich verspüren, dass man das gar nicht so einfach in Worte fassen kann.

Titelbild der Neuauflage der Broschüre “Eucharistische Anbetung zur Heiligung der Priester und geistige Mutterschaft”.

Titelbild der Broschüre “Eucharistische Anbetung zur Heiligung der Priester und geistige Mutterschaft”.

Wie kann man sich dennoch darauf einlassen? Wie kann man dem Herrn in der Anbetung begegnen?
Wer es kennt, weiß darum, wie gut es tut, beim Herrn zu sein, bei ihm zu ruhen und unter seinem Schutz zu stehen. Wenn Sie das noch nicht kennen sollten, dann gehen Sie doch einmal vor einen Tabernakel.

Sagen Sie dort dann dem Herrn: Herr, ich möchte nun deine Gegenwart auch erfahren. Bitte lass diese Stunde für mich zu einer Gnadenstunde werden! Ich möchte dieses, von dem so viele sprechen, auch für mich in Anspruch nehmen. Bitte zeig es mir! Und ich bin mir sicher, der Herr wird auch Ihr Gebet hören, und sich Ihnen voll Liebe nahen.

Neuauflage unserer Broschüre zum Gebet für Priester

Rechtzeitig zum Jahr des Priesters, das Papst Benedikt XVI. am 19. Juni eröffnen wird, können Sie die Broschüre mit dem Titel “Eucharistische Anbetung zur Heiligung der Priester und geistige Mutterschaft” in einer neuen Auflage unentgeltlich bei uns bestellen:

KIRCHE IN NOT
Lorenzonistr. 62
81545 München

Telefon: 089 / 64 24 88 80
Fax: 089 / 6 42 48 88 50

Selbstverständlich können Sie die neue Broschüre auch online bestellen.
Bitte beachten Sie: Bei größeren Bestellungen (ab 10 Heften) bitten wir um telefonische Bestellung.

Sie können die Broschüre auch kostenlos hier herunterladen (pdf-Datei, 2,3 MB).

10.Jun 2009 06:55 · aktualisiert: 25.Okt 2010 14:50
KIN / S. Stein