Papst betet für verfolgte Christen

Gebetsmeinung des Heiligen Vaters für den Monat August

Papst Benedikt XVI.

Papst Benedikt XVI.

Papst Benedikt XVI. hat zum Gebet für verfolgte Christen und Flüchtlinge aufgerufen und greift damit das zentrale Anliegen von KIRCHE IN NOT auf.

In zahlreichen Ländern würden Christen diskriminiert, ihre Menschenrechte auf Gleichheit und Religionsfreiheit müssten anerkannt werden, damit “sie ihren Glauben frei leben und bekennen können”, heißt es in der Gebetsmeinung des Papstes für den Monat August.

Ein aktuelles Beispiel von Christenverfolgung ist Nigeria. Wie Prälat Obiora Ike, ein treuer Freund unseres Hilfswerks, berichtet, sind in den vergangenen Tagen über 500 Menschen bei Angriffen einer fanatischen islamistischen Sekte im Nordosten Nigerias ums Leben gekommen, darunter zahlreiche Christen. Die radikale Sekte kämpfe gegen “alles Westliche”. Sogar gegen die muslimische Bevölkerung gingen die Angreifer vor, so Obiora Ike.

Im August ruft der Papst auch zum Gebet für die Christen in Indien auf. Dort war es vor einem Jahr zu einer massiven Gewaltwelle gegenüber Christen gekommen, vor allem im Bundesstaat Orissa. Dabei wurden mehrere Dutzend Menschen getötet, darunter auch Ordensleute und Priester, sowie Kirchen angezündet.

Tausende Christen in Flüchtlingslagern

Etwa 50 000 Christen wurden von fanatischen Hindus aus ihren Siedlungen vertrieben. Die damals eingerichteten Flüchtlingslager werden zurzeit aber nach und nach aufgelöst, weil die Regierung sie nicht mehr unterhalten kann und will. Für deren Sicherheit ist Polizeischutz notwendig, um weitere Angriffen auf die Flüchtlinge abzuwehren. Daher hatten Vertreter christlicher Kirchen in Orissa kürzlich zu einem nationalen “Tag von Frieden und Harmonie” ausgerufen.

Weltweit werden Millionen Christen benachteiligt, unterdrückt oder gar verfolgt. Unterstützen Sie unser Engagement und beten Sie für die Christen weltweit!

29.Jul 2009 10:01 · aktualisiert: 18.Sep 2009 13:54
KIN / S. Stein