Christen im Libanon brauchen Unterstützung

Im Erzbistum Tripoli entsteht ein neuer Pfarrsaal als Zentrum des Gemeindelebens

Flagge des Libanon.

Flagge des Libanon.

Mit der finanziellen Förderung beim Bau eines Pfarrhauses in der Erzdiözse Tripoli unterstützen wir in diesem Monat die Christen im Libanon.

Gleichzeitig möchte unser Hilfswerk damit einen Beitrag leisten, die Auswanderungswelle von Christen zu stoppen und das wieder erstarkte Glaubensleben im Land fördern. Allein im vergangenen Jahr hat KIRCHE IN NOT die Christen im Libanon mit fast 300.000 Euro unterstützt.

In diesem Monat fördern wir den Bau eines Pfarrsaals in der Ortschaft Rmeilet-Ardeh (Erzdiözese Tripoli) mit 17.000 Euro. Dort leben 1300 Christen, die in ihrer Heimat geblieben sind, obwohl sie in der Vergangenheit Gewalt und Zerstörung erlebt haben.

Mit dem neuen Pfarrsaal wird das Gemeindeleben der Gläubigen intensiver, denn der Raum wird ein zentraler Treffpunkt der Pfarrei werden. Alle Arten von Feiern und Veranstaltungen finden dann dort statt: Hochzeiten, Tauffeiern, Trauergesellschaften, Katechese, Jugendtreffen, Kurse und soziale Programme. Aber es fehlt das Geld, um das Bauvorhaben zu beenden. Mit Ihrer Spende können Sie uns bei diesem Projekt helfen.

Blick in den neuen Pfarrsaal der Gemeinde.

Blick in den neuen Pfarrsaal der Gemeinde.

Noch vor einigen Jahren war Libanon das einzige mehrheitlich christliche Land im Nahen Osten. Nach Jahrzehnten des Bürgerkriegs und einer zunehmenden Islamisierung sind heute jedoch nur noch 45 Prozent der Bevölkerung Christen. In Anbetracht der anhaltenden unsicheren Situation im Land ist ein Ende der Auswanderungswelle noch nicht abzusehen.

Erst im vergangenen Jahr war die Erzdiözese Tripoli wieder Schauplatz schwerer Kämpfe zwischen der libanesischen Armee und islamischen Extremisten geworden. Viele Christen sind damals geflohen.

Andererseits hat die schwierige Lage der Christen im Libanon auch dazu geführt, dass viele Menschen ihren Glauben bewusster leben als früher. Aus Berichten von Menschen vor Ort wissen wir, dass besonders die Jugend ihre Hoffnung in dieser schwierigen Lage auf Gott setzt. In den letzten Jahren gab es auch wieder eine steigende Zahl von Priesterberufungen.

25.Aug 2009 07:30 · aktualisiert: 28.Aug 2009 16:05
KIN / S. Stein