Vom Neuen Testament inspiriert

Vor zwei Jahren starb die schweizerische Malerin Bradi Barth

Bradi Barth.

Bradi Barth.

Am 2. Oktober 2007 starb die schweizerische Malerin Bradi Barth im Alter von 85 Jahren in ihrem belgischen Wohnort Kalken. Viele Jahre hatte unser Hilfswerk das Privileg, Veröffentlichungen mit ihren Kunstwerken zu bebildern.

In vielen Ländern erschienen in unterschiedlichen Sprachen Publikationen, zum Beispiel das Betrachtungsheft zum Rosenkranzgebet und der Kleine Katholische Katechismus “Ich glaube”.

Klaus Wundlechner, der langjährige Geschäftsführer des deutschen Zweiges unseres Hilfswerks, erklärte zum Tod Bradi Barths: “Pater Werenfried führte die Menschen durch seine Predigten und Schriften zu Gott, Bradi Barth durch ihre Bilder. Sie waren zwei große Persönlichkeiten, die ein ungetrübtes Gottvertrauen verband.”

Ein letztes Treffen gab es im Jahr 2002, einige Wochen vor dem Tod Pater Werenfrieds. Er würdigte damals den achtzigsten Geburtstag der Künstlerin.

Marienverehrung war ein Merkmal ihrer Kunst

Bradi Barth lernte KIRCHE IN NOT durch ihre Eltern kennen, die als Wohltäter mit dem Hilfswerk verbunden waren. Später traf Bradi Barth Pater Werenfried persönlich. Die Künstlerin stellte ihm ihre Bilder für die Publikationen seines Werkes zur Verfügung. Der Katechismus “Ich glaube” ist bereits in über fünf Millionen Exemplaren und 21 Übersetzungen erschienen.

Büchlein Der Rosenkranz mit Illustrationen von Bradi Barth.

Büchlein “Der Rosenkranz” mit Illustrationen von Bradi Barth.

Das Büchlein “Der Rosenkranz” und der Kreuzweg “Via Crucis” begleitet mehr als drei Millionen Wohltäter und Projektpartner des Hilfswerkes im Gebet. Für die Zweimonatsschrift “Echo der Liebe” und die Weihnachtskarten schöpfte unser Hilfswerk ebenfalls aus dem künstlerischen Schaffen Bradi Barths.

Nach Abschluss der Kunstakademie im belgischen Gent fuhr Bradi Barth nach Einsiedeln. Ihre an der Akademie erworbene Goldmedaille widmete sie der Gottesmutter. Die Marienverehrung war ein besonderes Merkmal in ihrem Leben und zeigte sich in ihren künstlerischen Werken.

Durch Ausstellungen, vor allem in den USA sowie in England und Belgien, ist sie seit Jahrzehnten weltbekannt. Ihre von flämischen und italienischen Meistern inspirierten Bilder vermitteln die Schönheit der Schöpfung und tiefe Glaubensinhalte.

Seit über zwanzig Jahren widmete sie ihre Werke ausschließlich biblischen Themen, um so den Menschen das Evangelium nahe zu bringen. Das Neue Testament, das sie beim Malen stets begleitete, war Inspiration für ihre Bilder, deren Aufrichtigkeit und Schönheit sowie liebevolle Ausarbeitung bis ins Detail den Betrachter beeindrucken und berühren.

Von besonderer Symbolik geprägt

In den letzten Jahren ihres Lebens zog sich Bradi Barth von Krankheit gezeichnet zunehmend aus der Malerei zurück. Die in dieser Zeit entstandenen Werke sind von besonderer Symbolik geprägt.

Barth krönte ihr künstlerisches Schaffen mit einem eindrucksvollen Evangelienschrank. Die darin enthaltenen Bilder vermitteln die Botschaft von Papst Benedikt XVI.: “Wer glaubt, ist nicht allein.” Ganz persönlich hat sie dieses Werk Pater Joaquin Alliende, dem ehemaligen Präsidenten unseres Hilfswerk, anvertraut mit dem Wunsch, die Bilder mit seinen Worten zu umrahmen und zu veröffentlichen.

Schlagworte:
Bradi Barth · Katechese · Kreuzweg · Rosenkranz
1.Okt 2009 08:29 · aktualisiert: 20.Sep 2013 16:52
KIN / S. Stein