Philippinen: Hilfe für Taifun-Opfer

Dominikanerschwestern kümmern sich um die Verteilung der Hilfsgüter

Dominikanerschwester kümmert sich um Kinder auf den Philippinen.

Dominikanerschwester betreut Kinder, die Opfer des Wirbelsturms wurden.

Für die von den Taifunen in den Philippinen besonders betroffenen Menschen stellen wir eine Soforthilfe von 13.600 Euro zur Verfügung.

Mit dem Geld werden Hilfspakete mit dringend benötigten Nahrungsmitteln, sauberem Wasser, Decken, Kleidung und Krankenbetten angeschafft und in die Diözesen Cubao und Antipolo geschickt. Die beiden Bistümer liegen in der Nähe der Hauptstadt Manila auf der Insel Luzon.

Dominikanerschwestern der Königin des Rosenkranzes kümmern sich um die Verteilung der Hilfsgüter an die betroffene Bevölkerung. Die Oberin des Ordens, Schwester Mary Brasil, wandte sich mit einem dringenden Appell an KIRCHE IN NOT. “Wir können nur noch weinen angesichts des Schmerzes, den die Menschen hier erfahren”, sagte die Ordensschwester wörtlich.

Direkt nachdem der Taifun Ondoy (internationaler Name: Ketsana) begleitet von sintflutartigen Regenfällen über die Insel Luzon hinweggefegt war, organisierten die Schwestern die Hilfe für die Opfer.

Sie verteilten warme Mahlzeiten an die Betroffenen in der 2,7-Millionen-Einwohner-Metropole Quezon – vor allem an Familien, die bereits auf der Straße gelebt und nun ihre Behausungen verloren hatten. “Wir haben praktisch seit der Flut vor über einer Woche nicht geschlafen, denn wir wollen vor allem helfen”, betonte Schwester Mary.

Die Dominikanerschwestern sorgen für die Verteilung der Hilfsgüter.

Die Dominikanerschwestern sorgen für die Verteilung der Hilfsgüter.

Die Dominikanerschwestern engagieren sich auch in anderen Bezirken im Großraum der Hauptstadt Manila. Schwester Mary berichtet von einem Dorf, in dem die meisten Häuser von den Fluten weggespült und 51 Dorfbewohner verletzt worden seien. Noch immer vermisse man 20 Einwohner.

Ein ihr bekannter Einwohner habe seine Eltern, Ehefrau, zwei Söhne und einen Enkel bei diesem Taifun verloren. “Es ist schlimm genug, sein Haus, Hab und Gut zu verlieren – um wie viel schlimmer muss es sein, Familienangehörige zu verlieren”, sagte die Dominikanerschwester.

Nach offiziellen Angaben sind bisher mindestens 250 Menschen durch den Taifun Ondoy und die anschließenden Überflutungen ums Leben gekommen, mehr als zwei Millionen Menschen sind unmittelbar von der Naturkatastrophe betroffen.

Die Taifune hinterlassen Schneisen der Verwüstung.

Die Taifune hinterlassen Schneisen der Verwüstung.

Am vergangenen Wochenende fegte der Sturm Pepeng (internationaler Name: Parma) mit Windgeschwindigkeiten von 195 Kilometern pro Stunde über die Nordspitze der Insel Luzon hinweg, 14 Menschen starben. Derzeit entwickelt sich auf dem Meer ein neuer starker Taifun, der die Philippinen bedroht. Meteorologen vermuten allerdings, dass er Richtung Japan abdrehen könnte.

Die Oberin der Dominikanerschwestern bedankte sich ausdrücklich für die großzügige Unterstützung und das Mitgefühl von KIRCHE IN NOT. Pater Werenfried van Straaten, der Gründer unseres Hilfswerks, habe zu Lebzeiten stets ein Herz für Menschen in Notlagen gehabt – da, “wo Gott weint”, sagte die Ordensschwester in Anspielung auf ein bekanntes Buch von Pater Werenfried.

Wir bitten alle Freunde und Wohltäter um Unterstützung für die betroffenen Opfer in den Philippinen und rufen zum solidarischen Gebet auf. KIRCHE IN NOT unterstützt seit vielen Jahren die Arbeit von Ordensschwestern und Priestern sowie zahlreiche weitere pastorale Projekte auf den Philippinen.

5.Okt 2009 09:55 · aktualisiert: 5.Okt 2009 09:58
KIN / S. Stein