Mit dem Boot zu den Pfarreien

Pater Gino Alberati besucht die Gemeinden am Amazonas per Motorboot

Pater Gino Alberati auf der Brücke des Schiffes.

Pater Gino Alberati auf der “Brücke” des kleinen Missionsbootes.

Seit fünf Jahren ist der italienische Kapuzinerpater Gino Alberati mit einem Missionsboot auf dem Amazonas in Brasilien unterwegs. Mit diesem von unserem Hilfswerk finanzierten Motorboot fährt er zu den Gemeinden am Flussufer.

Dort bleibt er in der Regel einige Tage, hält Gottesdienste, tauft, schließt Ehen und hört Beichten. Seine Mitarbeiter und er unterstützen die Einwohner auch bei praktischen Fragen wie dem Bohren von Brunnen, Anlegen von Gemeinschaftsgärten zur besseren Ernährung und der Versorgung mit Medikamenten.

Meist braucht er mehrere Stunden, um im Amazonas-Gebiet von Dorf zu Dorf zu reisen. Straßen sind kaum vorhanden. Für die meist katholische Bevölkerung gibt es nur wenige Priester.

Das fünfzehn Meter lange und 3,50 m breite Aluminiumboot hat zwei Decks, eine Küche und zwei Nasszellen. 25 Passagiere können mitfahren. So ist es möglich, die Leiter der verschiedenen Gemeinden mitzunehmen und Seelsorge-Kurse an Bord abzuhalten. Auf seinen Fahrten nimmt Pater Gino auch Menschen mit, die sich die Fahrt auf staatlichen Schiffen nicht leisten können.

Das Boot, mit dem Pater Gino auf dem Amazonas fährt, ist fünfzehn Meter lang und 3,50 m breit.

Das Boot, mit dem Pater Gino auf dem Amazonas fährt, ist fünfzehn Meter lang und 3,50 m breit.

Transportmittel für die Seelsorge bereitzustellen, hat eine lange Tradition bei KIRCHE IN NOT. Als eine der ersten Aktionen des Hilfswerks organisierte Pater Werenfried van Straaten bereits ab 1949 Motorräder, damit heimatvertriebene Priester ihre vertriebenen Landsleute weiterhin seelsorglich und karitativ betreuen konnten. Auch Kapellenwagen, zu fahrenden Kirchen umgebauten LKWs, dienten diesem Zweck.

Später hat unser Hilfswerk mit schwimmenden Kirchen auf den Flüssen Wolga und Don in Russland auch auf dem Wasser dafür gesorgt, dass die Kirche in schwer erreichbaren Gebieten zu den Menschen kommen konnte. Seit Frühjahr 2004 fährt das “Beichtmobil” auf die großen Plätze Deutschlands, um den Menschen das Sakrament der Versöhnung wieder nahe zu bringen.

Ein Porträt von Pater Gino Alberati finden Sie auch auf unserer Sonder-DVD zum Priesterjahr, die Sie unentgeltlich bei uns bestellen können.

8.Okt 2009 09:36 · aktualisiert: 8.Okt 2009 09:37
KIN / S. Stein