VII. Pater-Werenfried-Jahresgedenken in Köln

Mutter Teresa – kurz, prägnant und selig

Podium zum 100. Geburtstag der weltbekannten Ordensschwester aus Kalkutta

Pater Leo Maasburg, langjähriger Begleiter von Mutter Teresa.

Pater Leo Maasburg, langjähriger Begleiter von Mutter Teresa.

Zum Beginn des 100. Geburtsjahres von Mutter Teresa haben wir beim diesjährigen Pater-Werenfried-Jahresgedenken das Leben und Werk der Seligen zu einem Schwerpunkt gemacht.

Bei der Veranstaltung im Maternushaus berichtete Mutter Teresas langjähriger Reisebegleiter und heutige Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Österreich, “Father” Leo Maasburg, über die Grundlagen des Wirkens der Seligen. Mutter Teresa habe sich die Basis ihres Glaubens sogar auf ihre Visitenkarten drucken lassen.

Dort sei zu lesen gewesen: “Die Frucht der Stille ist das Gebet. Die Frucht des Gebetes ist der Glaube. Die Frucht des Glaubens ist die Liebe. Die Frucht der Liebe ist das Dienen. Die Frucht des Dienens ist der Friede.” Diese aufeinander aufbauenden Aussagen beschrieben in aller Kürze das Leben Mutter Teresas, erläuterte Maasburg.

Gott habe in der Stille ihres Herzens zu ihr gesprochen und sie zum Gebet und zu einem Glauben geführt, der sogar eine 35 Jahre andauernde “Nacht der Seele” überstanden habe. Aus ihrem Glauben habe sie die Liebe zu den Menschen geschöpft und sei von dieser Liebe zu ihrem Dienst gedrängt worden. Der große Beitrag, den dieser Liebesdienst schließlich für den Frieden geleistet habe, spreche für sich selbst, so Maasburg.

Podiumsgespräch mit Antonia Willemsen (Vorstandsvorsitzende von KIRCHE IN NOT Deutschland), Bernhard Meuser (Herausgeber einer Mutter-Teresa-Biografie), Leo Maasburg (v.l.).

Podiumsgespräch mit Antonia Willemsen (Vorstandsvorsitzende von KIRCHE IN NOT Deutschland), Bernhard Meuser (Herausgeber einer Mutter-Teresa-Biografie), Pater Leo Maasburg (v.l.).

In der anschließenden Gesprächsrunde sagte der Herausgeber von Mutter Teresas Biografie und Leiter des Pattloch-Verlags, Bernhard Meuser, die kurze, prägnante Art, mit der sich Mutter Teresa ausgedrückt habe, habe ihn als Schriftsteller immer besonders fasziniert. Die Kernaussage ihres Glaubens auf eine Visitenkarte zu komprimieren, sei ein Meisterwerk.

Meuser berichtete, dass Mutter Teresa Gott in jungen Jahren um ein besonderes Geschenk gebeten habe. Seiner Ansicht nach habe das Geschenk schließlich in den “Leiden Gottes an dieser Welt” bestanden. Meuser betonte: “Mutter Teresas Berufung in die Dunkelheit der ‘Nacht der Seele’ ist somit eine direkte Berufung in unsere Zeit.”

Moderator Volker Niggewöhner und Antonia Willemsen.

Moderator Volker Niggewöhner und Antonia Willemsen.

Zum Schluss des Nachmittags sagte die Vorstandsvorsitzende von KIRCHE IN NOT, Antonia Willemsen, auf die Frage, was ihr Hilfswerk von Mutter Teresa lernen könne: “Geld ist nicht das wichtigste, sondern Gottvertrauen.”

Diesem Grundsatz sehen wir uns seit der Gründung verpflichtet.

Literatur-Tipps: Bücher über Mutter Teresa

Titelbild des besprochenen Buches.

Titelbild des besprochenen Buches.

Während des Podiumsgesprächs am Samstagnachmittag im Maternushaus wurde unter anderem das Buch “Mutter Teresa – Komm, sei mein Licht. Die geheimen Aufzeichnungen der Heiligen von Kalkutta” vorgestellt.

“Herausgegeben und kommentiert von Brian Kolodiejchuk, einem der engsten Mitarbeiter von Mutter Teresa, wird das Leben der ‘größten Frau des 20. Jahrhunderts’ neu aufgerollt und von innen her mit erschütternden Selbstzeugnissen beleuchtet”, heißt es in der Buchbeschreibung des Verlags.

Das Buch ist im Pattloch-Verlag erschienen. Esist im Buchhandel zum Preis von 19,95 Euro erhätlich (ISBN:978-3-629-02197-7).

Zum 1. April erscheint das Buch “Mutter Teresa – Die wunderbaren Geschichten” von Pater Leo Maasburg:

“Mutter Teresa wurde zum Gesicht der christlichen Nächstenliebe. Nicht nur Christen, sondern auch Muslime, Hindus und Ungläubige in aller Welt verehren die Gründerin der “Missionarinnen der Nächstenliebe” längst als Heilige. Nur wenige Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts haben ihre Zeitgenossen so fasziniert und begeistert, wie Mutter Teresa.

Ein albanisches Mädchen aus Skopje, das als Missionarin nach Indien ging und zum Engel der Armen wurde. Zugleich eine geistreiche und humorvolle Frau, deren Botschaften auch heute noch Hoffnung schenken.

Leo Maasburg durfte Mutter Teresa viele Jahre begleiten. Als Priester, Ratgeber und
Übersetzer war er an ihrer Seite: in Rom und Kalkutta, in Moskau und New York – bei den Ärmsten der Armen und bei höchsten Staatsmännern. In ihrer Nähe erlebte er kleine und große Wunder, im wahrsten Sinn des Wortes “wunderbare Geschichten”, die er in dem Buch Mutter Teresa erstmals zusammenfasst.”

Das Buch ist ebenfalls im Pattloch-Verlag erschienen und kostet 19,95 Euro (ISBN: 978-3-629-02248-0).

19.Jan 2010 16:53 · aktualisiert: 5.Sep 2012 17:00
KIN / S. Stein