In der Schule des Gebetes

KIRCHE IN NOT unterstützt Fortbildungen von Ordensfrauen in Peru

Schwestern bei einer Seminarpause.

Schwestern bei einer Seminarpause.

Viele Politikerinnen und Politiker fordern immer wieder mehr Bildung. Doch oft scheitert die Verwirklichung an den finanziellen Mitteln. Davon sind nicht nur staatliche oder private Schulen und Universitäten betroffen, sondern auch andere Institutionen, wie Ordensgemeinschaften.

Besonders in ärmeren Ländern sind Ordensschwestern und -brüder bei Fortbildungen auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen. Unser Hilfswerk unterstützte daher kürzlich zwei größere Veranstaltungen für Ordensschwestern in Peru.

Mitte Januar 2010 organisierte die Gemeinschaft “Töchter von der heiligen Maria vom Herzen Jesu” in Chaclacayo in der Nähe der Hauptstadt Lima ein Seminar über die “Kunst des Gebetes”. An der viertägigen Veranstaltung, das sich als eine Art “Schule des Gebetes” verstand, nahmen insgesamt 83 Ordensfrauen teil.

Die Schwestern beschäftigten sich mit den verschiedensten Aspekten des Themas. Behandelt wurde unter anderem: das Gebet im Alten und Neuen Testament, die Heilige Schrift als Quelle des Gespräches mit Gott, die Kontemplation, Gebetsleben und eucharistische Frömmigkeit, die Bedeutung von ‘weiblicher Intuition’ sowie ‘Herz und Wille’ im Gebet.

Die Gemeinschaft “Töchter von der heiligen Maria vom Herzen Jesu” ist in Chile, El Salvador, Guatemala, Italien, Mexiko und Spanien vertreten. Zudem unterhalten sie Schulen, vor allem in Spanien, aber auch in El Salvador, Guatemala und Peru. Ihr Leben widmen die Ordensfrauen der Kontemplation und dem Gebet für Papst, Bischöfe und Priester, “so dass deren Herzen dem priesterlichen Herzen Christi entsprechen”, wie die Schwestern betonen.

Ordensfrauen informieren sich am Bücherstand.

Ordensfrauen informieren sich am Bücherstand.

Die eucharistische Anbetung ist für die Schwestern ein selbstverständlicher Teil des Tagesablaufs: “Wir sind überzeugt, dass uns die Sehnsucht nach Gott ins Herz geschrieben ist, weil wir von Gott für Gott geschaffen wurden. Nur in ihm finden wir wahre Freude. Uns Gott hinzugeben, mit ihm im Gebet verbunden zu sein, ist der höchste, nobelste und reinste Weg, den wir als Menschen und Töchter der heiligen Maria vom Herzen Jesu gehen können.”

Anfang Januar gab es in Lima bereits einen weiteren viertägigen Fortbildungskurs. Dieses Seminar richtete sich vor allem an Schwestern aller im Land vertretenen Orden. Daran nahmen insgesamt 260 Ordensschwestern teil.

Bei diesem Seminar ging es um “Berufungspastoral”, das heißt konkret: geistliche und moralische Bildung Jugendlicher, Sakramente und Gebet, die geistliche Betreuung Heranwachsender, Mission und Zeugnis, die Aufgabe von Laien in der Berufungspastoral. Nachgegangen wurde außerdem der Frage, warum Jugendliche sich von Lebensformen in Religionsgemeinschaften abwenden.

Beide Veranstaltungen wurden durch Professoren der Päpstlichen Hochschule Regina Apostolorum in Rom betreut und von KIRCHE IN NOT zu einem großen Teil mitfinanziert.

5.Mrz 2010 16:10 · aktualisiert: 5.Mrz 2010 16:11
KIN / S. Stein