Neues Pfarrzentrum nach der Flut

In der kolumbianischen Stadt Salahonda entsteht ein neuer Gemeindetreffpunkt

Die Einwohner rund um Salahonda leben vom Fischfang.

Die Einwohner rund um Salahonda leben vom Fischfang.

Den Morgen des 16. Februar 2009 werden die Menschen in der Region der Küstenstadt Salahonda im Südwesten Kolumbiens nicht vergessen. Nach tagelangen Regenfällen in der Region traten damals die Flüsse Mira, Patia und Telembi über die Ufer.

Die Fluten rissen alles mit sich: Menschen, ihre Häuser sowie ihr Hab und Gut. Viele harrten auf Dächern der Hütten aus, bis Militärhubschrauber sie vor den Fluten retteten. Entlang der Flüsse wurden ganze Siedlungen zerstört. Man sprach von einem Jahrhunderthochwasser. Die Stadt Salahonda blieb jedoch weitestgehend verschont.

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Unmittelbar nach der Überschwemmung flohen etwa 200 Menschen, die ihre Hütten verloren hatten, in das Pfarrhaus und in den Pfarrsaal in Salahonda. Pater Joseph Kasule kümmerte sich dort um die Opfer. Der in Uganda geborene Priester betreut 9500 Katholiken in 17 Dörfern. Diese liegen verstreut in einem Gebiet, in dem es viele Flüsse und große Tropenwälder gibt.

Die Bevölkerung ist arm und lebt hauptsächlich vom Fischfang. Die Häuser der Einheimischen, zumeist Afroamerikaner, sind häufig Hütten aus Lehm oder Holz, die je nach Lage auf Stelzen errichtet werden. Ihre Stabilität ist jedoch begrenzt.

Viele Häuser am Fluss werden mit Stelzen gestützt. Doch nicht alle sind stabil gebaut.

Viele Häuser am Fluss werden mit Stelzen gestützt. Doch nicht alle sind stabil gebaut.

Ähnlich sieht es im Pfarrhaus und Pfarrsaal in Salahonda aus. Den Gebäuden haben neben der Feuchtigkeit über Jahre aber vor allem Termiten zugesetzt. Weil Pater Kasule aber auf beides angewiesen ist, einen Versammlungsraum für Kommunion- und Firmkatechesen, Treffen mit Eltern und Katecheten sowie eine Unterkunft für sich selbst, wurde ein Neubau beschlossen.

Doch die Mittel der Pfarrangehörigen reichen allenfalls für den eigenen Lebensunterhalt aus; auch die Diözese Tumaco konnte nichts beisteuern. In seiner Not wandte sich Pater Kasule an unser Hilfswerk.

Diese Bitte konnten wir nicht ausschlagen. Daher unterstützen wir den Bau eines neuen Pfarrzentrums inklusive einer Wohnung für den Pfarrer mit 8000 Euro.

Schlagworte:
Bauhilfe · Kolumbien · Pfarrzentrum · Salahonda · Tumaco
23.Mrz 2010 10:39 · aktualisiert: 9.Apr 2010 15:13
KIN / S. Stein