KIRCHE IN NOT ruft zur “Aktion Ninive” auf

Initiative zur Heiligung und Stärkung der Kirche an den Herz-Jesu-Freitagen

Karin Maria Fenbert, Geschäftsführerin von KIRCHE IN NOT Deutschland.

Karin Maria Fenbert, Geschäftsführerin von KIRCHE IN NOT Deutschland.

Der deutsche Zweig unseres Hilfswerks hat die “Aktion Ninive” gestartet. Mit dieser Initiative ruft das Hilfswerk vor dem Hintergrund des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen in kirchlichen Einrichtungen alle Gläubigen ein Jahr lang zur Buße und zum Gebet für die Kirche auf.

Das Hilfswerk wird die Aktion gemeinsam mit mehreren katholischen Medien, Ordenshäusern und geistlichen Gemeinschaften zum Ende des Priesterjahres am 11. Juni, am Vorabend des Herz-Jesu-Festes, mit einer Gebets- und Bußnacht eröffnen.

Die “Aktion Ninive” soll als Antwort auf die jüngsten Missbrauchsskandale “ein sichtbares Zeichen der Umkehr und Wiedergutmachung der Sünden in der Kirche setzen”, betont unsere Vorsitzende Karin Maria Fenbert. Einzelne Kirchenmitglieder hätten “schwer gesündigt” und zu Recht herrsche “Entsetzen über die schweren Verfehlungen”, die auch von Gott geweihten Personen verübt worden seien.

Andererseits, so Fenbert weiter, habe sie in den letzten Monaten in den Medien neben gerechtfertigter Empörung ebenso einen “regelrechten Kampf gegen die katholische Kirche” beobachtet. Dies sei “sogar der russischen Tageszeitung Prawda aufgefallen”. In diesem geistlichen Kampf wolle KIRCHE IN NOT zu Anbetung und Fasten für die Kirche ermuntern.

In der Nacht vom 10. auf den 11. Juni versammeln sich Mitarbeiter des Hilfswerks in der Hauskapelle des Münchner Büros von KIRCHE IN NOT zu einer 12-stündigen eucharistischen Anbetung mit Beichtgelegenheit. Danach möchte unser Hilfswerk mit Freunden und Wohltätern ein Jahr lang täglich in den Bußanliegen der Kirche ein Gesätz des schmerzhaften Rosenkranzes beten und monatlich an den Herz-Jesu-Freitagen die eucharistische Anbetung pflegen.

In einem Schreiben an die Katholiken in Irland regte Papst Benedikt XVI. an, ein Jahr lang jeden Freitag zu fasten.

In einem Schreiben an die Katholiken in Irland regte Papst Benedikt XVI. an, ein Jahr lang jeden Freitag zu fasten.

Karin Maria Fenbert ruft alle Gläubigen dazu auf, sich an der “Aktion Ninive” in ihrer Heimatpfarrei oder privat zu beteiligen. Mehrere Orden und geistliche Gemeinschaften haben sich der Gebets- und Bußinitiative bereits angeschlossen. Unterstützt wird die “Aktion Ninive” von den katholischen Sendern K-TV, Radio Horeb, Radio Maria Österreich, EWTN sowie von der Internetplattform kath.net. Diese Medienpartner begleiten die Aktion mit Sondersendungen und Gebetsaufrufen.

Konkreter Auslöser für die “Aktion Ninive” sei für KIRCHE IN NOT nach den Angaben unser Geschäftsführerin die Situation der Kirche in den letzten Monaten und die Empfehlung von Papst Benedikt XVI. in dessen Hirtenbrief an die Katholiken in Irland gewesen. In diesem Schreiben habe der Heilige Vater bereits Mitte März alle Gläubigen  aufgerufen, ein Jahr lang jeden Freitag zu fasten, in diesem Jahr mehr Augenmerk auf die eucharistische Anbetung zu legen und häufiger die verwandelnde Kraft des Sakraments der Versöhnung zu nutzen.

“Beitrag zur Wiedergutmachung der Sünden”

Karin Maria Fenbert betont, dadurch könne jeder Gläubige etwas zur Wiedergutmachung der begangenen Sünden beitragen. Da der Hirtenbrief nicht nur für Irland, sondern exemplarisch auch für alle anderen Teile der Welt gelte, in denen “das Angesicht der Kirche durch die Missbrauchsfälle entstellt wurde”, wolle KIRCHE IN NOT den Aufruf aufgreifen und ihn im deutschsprachigen Raum zumindest einmal im Monat umsetzen.

Gläubige und Pfarreien, die sich mit Fasten und Gebet der “Aktion Ninive” anschließen möchten, können sich auf www.aktion-ninive.info über Unterstützungsmöglichkeiten informieren und werden gebeten, sich in unserem Münchner Büro zu melden:

KIRCHE IN NOT
Lorenzonistr. 62
81545 München
Telefon: 089 / 64 24 888 – 0
Fax: 089 / 64 24 888 50
E-Mail: ninive@kirche-in-not.de

Für Österreich:
www.kircheinnot.at
E-Mail: ninive@kircheinnot.at

Für die Schweiz:
www.kirche-in-not.ch
E-Mail: mail@kirche-in-not.ch

Alle in der Medienbox vorgestellten Beiträge sind bei uns unentgeltlich auf CD beziehungsweise DVD erhältlich.

Stichwort “Herz-Jesu-Fest”:

Mittelpunkt des Festgeheimnisses ist das durch die Lanze des römischen Soldaten durchbohrte Herz Jesu. Die Lanze wird dabei mit der menschlichen Sünde, das Herz mit der Liebe Gottes gegenüber dem Sünder gleichgesetzt. In der Verehrung des durchbohrten Herzens vereint sich der Betende mit dem leidenden Christus und bittet für jene, die dessen Liebe nicht erkennen.

Das Herz-Jesu-Fest feiert die Kirche jedes Jahr am Freitag in der Woche nach Fronleichnam. Der erste Freitag im Monat wird in der Regel als Herz-Jesu-Freitag begangen. Traditionell wird am Vortag die eucharistische Anbetung gepflegt und am darauffolgenden Mariä-Sühne-Samstag das Bußsakrament empfangen.

20.Mai 2010 10:52 · aktualisiert: 20.Mrz 2014 12:27
KIN / Administrator