Unsere Projekte in Teilnehmerländern der Fußball-WM 2010

Die ärmste Ortskirche Lateinamerikas

Rund ein Viertel der Bevölkerung Uruguays lebt unter der Armutsgrenze

Franzikanerschwestern kümmern sich um Bibelkreise und Jugendgruppen.

Franzikanerschwestern kümmern sich um Bibelkreise und Jugendgruppen.

Msgr. Pérez Scremini, Bischof der Diözese Florida im Süden Uruguays, bittet um Unterstützung für sieben Schwestern, die einen “wertvollen, pastoralen Dienst in der Diözese” leisten. Drei von ihnen gehören zum Konvent “Apostel des Heiligsten Herzens Jesu” und vier zum Franziskaner-Orden “Fleischgewordenes Wort”.

Unser Hilfswerk unterstützt die Schwestern bereits seit 2001 in der Diözese Florida, die sich aus den Distrikten Florida und Durazno zusammensetzt und in der etwa 130 000 Einwohner leben. Neben Msgr. Pérez Scremini leiten zehn weitere Bischöfe die Katholische Kirche im Land.

Warum die Arbeit der Schwestern unschätzbar ist, verdeutlicht unser Länderreferent Ulrich Kny: “Im säkularisierten, oft antiklerikalen und unter einem anhaltenden Priestermangel leidenden Uruguay nehmen die Ordensschwestern eine wichtige Rolle bei der Neu-Evangelisierung ein. Nicht alle sechzehn Pfarreien der Diözese Florida haben einen eigenen Pfarrer. Die Schwesternkongregationen, die Häuser in der Diözese haben, sind daher eine wichtige Verstärkung für die Kirche.”

Die Schwestern beider Orden arbeiten für zwei Gemeinden in der Diözese. Schwester Maria Jeanette, Schwester Maria Cristina und Schwester Miria von den “Aposteln der Heiligsten Herzen Jesus” leiten Wortgottesdienste, geben Katechese, begleiten Missionare und Laien.

Die Franziskanerinnen Maria Rosa, Rosa Maria, Josefina und Karina kümmern sich verstärkt um Jugendgruppen und Bibelkreise, machen Krankenbesuche und engagieren sich für die Berufungspastoral und Taufvorbereitung. Doch oft müssen die Schwestern ihre wertvollen Aktivitäten einschränken: Ihre finanziellen Möglichkeiten sind begrenzt.

Die Ordensschwestern im Bistum Florida sind auf Hilfe von außen angewiesen, denn die Gläubigen in der Diözese sind arm und können sie nicht alleine unterstützen.

Die Ordensschwestern im Bistum Florida sind auf Hilfe von außen angewiesen, denn die Gläubigen in der Diözese sind arm und können sie nicht alleine unterstützen.

Die Diözese selbst kann sie nicht ausreichend unterstützen. “Nicht immer können wir mit den Mitteln der Diözese helfen”, bedauert Msgr. Pérez Scremini. Seine Hoffnung ist, dass sich die Schwesterngemeinschaften in Zukunft selbst finanzieren können.

“Dies ist möglich, wenn sie von ihren Schwesternkongregationen in weniger mittellosen Orten unterstützt werden. Hier in der Diözese haben wir die Gläubigen dazu ermuntert, sich am Unterhalt der Schwestern zu beteiligen. Wir sehen jedoch gleichzeitig, dass viele dazu nicht in der Lage sind, weil sie selbst nur dürftige Einkünftige haben”, schreibt er.

Kriminalität in den letzten Jahren gestiegen

Viele leiden unter der anhaltenden Wirtschaftskrise. Rund ein Viertel der Bevölkerung Uruguays lebt unter der Armutsgrenze. Die Kriminalität ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

Die Gläubigen sind zu arm, um die Schwestern aus eigenen Mitteln zu unterstützen. Nicht von ungefähr bezeichnet der Apostolische Nuntius Msgr. Anselmo Pecorari die Kirche in Uruguay als die “ärmste Ortskirche Lateinamerikas.”

Wir möchten mit 2.831 Euro zum Unterhalt der sieben Schwestern in Durazno beitragen. Bitte unterstützen mit Ihrer Spende das wertvolle Engagement der Ordensschwestern.

KIN / S. Stein