“Sich verwandeln lassen, um durch Jesus Christus die Familie Gottes aufzubauen”

KIRCHE IN NOT unterstützt ein christliches Ausbildungsprogramm in Burkina Faso

Ausbildungsprogramm in der Diözese Dédougou: Einer der Kursleiter beim Unterricht.

Ausbildungsprogramm in der Diözese Dédougou: Einer der Kursleiter beim Unterricht.

KIRCHE IN NOT fördert ein dreijähriges Bildungsprojekt in der westafrikanischen Republik Burkina Faso. Das Projekt in der Diözese Dédougou im Westen des Landes begann 2008 und wird noch bis 2011 laufen.

Ein diözesaner Ausschuss hat dazu eigens ein Ausbildungsprogramm entwickelt, das auf den vier kirchlichen Grunddiensten aufbaut: Communio (Gemeinschaft), Liturgie, Verkündigung und Diakonie.

Mehr als 5 200 Männer, Frauen und Jugendliche nehmen an diesem Programm teil. Sie wurden aus dreizehn Pfarreien der Diözese entsandt und sollen zu Multiplikatoren werden, die das Gelernte in ihren Pfarreien weitergeben. So wird ein guter Teil aller 110 000 Katholiken in der Diözese direkt oder indirekt erreicht.

Gelehrt werden in 27 unterschiedlichen Kursthemen wesentliche Grundlagen der Erwachsenenbildung aus folgenden Bereichen:

  • Erziehung und Familie, insbesondere Familienplanung, Konfliktbewältigung und Förderung der Rechte der Frau
  • Organisation
  • Verwaltung
  • Kultur
  • Liturgie, zum Beispiel das Abhalten von Wortgottesdiensten oder Begräbnisfeiern

Die Teilnehmer können ihre Fächer nach ihren Fähigkeiten und Interessen frei wählen. Daneben lernen sie alle, für sich und andere Verantwortung zu übernehmen, eigenständig zu handeln und aufrichtig zu sein. Sie hören das Wort Gottes und lernen, wie man es praktisch umsetzt, wie man die christlichen Werte lebt.

Ausbildungsprogramm in der Diözese Dédougou: Die Teilnehmer eines Kurses.

Ausbildungsprogramm in der Diözese Dédougou: Die Teilnehmer eines Kurses.

Abt Laurent Théophile, der Leiter des Ausbildungszentrums, verdeutlicht die christliche Ausrichtung des Projektes mit einer zentralen christlichen Wahrheit: Man müsse sich zunächst “im tiefsten Inneren verwandeln lassen”, um durch Jesus Christus “die Kirche, die Familie Gottes” aufzubauen und unsere Gesellschaft zu verändern.

Die Diözese Dédougou in dem westafrikanischen Staat ist überwiegend ländlich geprägt – die Menschen leben vor allem von Landwirtschaft, Fischerei und Jagd. Doch auch hier sind gesellschaftlicher Wandel und Modernisierung spürbar: Backsteinhütten werden durch kleine Steinhäuser ersetzt, das traditionell enge Zusammenleben der afrikanischen Familien wird durch Migrationsbewegungen und Verstädterungsprozesse aufgebrochen.

Mit einem Bevölkerungsanteil von nur etwa 15 Prozent stellen Christen in Burkina Faso eine Minderheit dar. Etwa die Hälfte der Bevölkerung gehört dem Islam an, etwa ein Drittel sind Animisten (Anhänger von Naturreligionen). Das Zusammenleben der verschiedenen Religionen wie auch der rund sechzig Ethnien ist weitgehend friedlich. In vielen Großfamilien sind alle drei Religionen vertreten, was Respekt und Toleranz untereinander fördert.

So können Sie helfen und sich informieren:

Mess-Stipendien für Priester in Afrika

Mit Mess-Stipendien können Sie helfen, die Lebensgrundlage vieler Priester zu sichern. Ein Mess-Stipendium ist eine Geldgabe für die Feier einer Heiligen Messe in einem bestimmten Anliegen. Schon seit dem 2. Jahrhundert war es üblich, in der Heiligen Messe Opferspenden zu geben, oder für den Unterhalt der Priester und für die Armen Naturalien zu spenden. Später entwickelte sich die Messgabe zum Mess-Stipendium.

Viele Priester in Afrika können nur dank Mess-Stipendien überleben. Einer schrieb uns: “Die Mess-Stipendien sind wahrhaft ein Segen für uns alle. [...] Wir hatten mehrere Monate gar nichts. [...] Ich verspreche, dass wir den Willen der Wohltäter erfüllen werden. Nochmals vielen Dank und versichern Sie unseren Wohltätern unsere Gebete.”

9.Aug 2010 11:55 · aktualisiert: 14.Aug 2010 17:31
KIN / T. Waitzmann