Zentralafrikanische Republik: Familien stärken

Unser Hilfswerk fördert eine Bildungsinitiative für Paare zur Theologie des Leibes

Teilnehmer am Projekt “Pro Life” (Für das Leben) 2003.

Teilnehmer am Projekt “Pro Life” (Für das Leben) 2003.

KIRCHE IN NOT unterstützt zwei Kurse für Paare in der Zentralafrikanischen Republik in diesem Jahr mit 2.375 Euro.

Organisiert werden die Kurse durch die 2001 gegründete “Fédération Africaine de l’Action Familiale” (FAAF), auf Deutsch in etwa “Afrikanische Föderation zur Förderung der Familie”.

Die FAAF will Familien stärken und orientiert sich dabei an der Theologie des Leibes von Papst Johannes Paul II. Sie greift drängende gesellschaftliche Probleme auf und sucht wahre Lösungen zu vermitteln.

Zum einen fördert die FAAF ein verändertes Sexualverhalten, das der Verbreitung des AIDS-Virus entgegenwirkt. Eine Bereitschaft zu Treue und Enthaltsamkeit fördert gemäß der Theologie des Leibes eine erfüllte Geschlechtlichkeit anstatt sie zu behindern, entgegen weit verbreiteter Meinung in der westlichen Welt. Treue und Enthaltsamkeit stärken zudem die Bindung der Ehepartner.

Zum anderen will die FAAF Paaren helfen, eine natürliche Familienplanung zu praktizieren und auf schädigende hormonelle Manipulationen zu verzichten.

Der jüngste Kurs fand vom 26. Juli bis 8. August 2010 in der Stadt Bouar statt. Bouar ist die Hauptstadt der Präfektur Nana-Mambéré im Nordwesten des Landes. Dort trafen sich zehn Paare, lernten Neues und vertieften ihre Kenntnisse, um anschließend als Multiplikatoren in Kommunen und Pfarreien tätig zu werden. Geleitet wurde der Kurs von einem Ehepaar aus dem benachbarten Kamerun, Marie-Claire und Martin Momha.

In Bouar soll noch in diesem Jahr ein weiterer Kurs für eine gleiche Anzahl an Paaren angeboten werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können die Mittel – Transferkosten, Aufenthalt und Verpflegung in Bouar, Aufwendungen für die Referenten – nicht selbst aufbringen. Daher sind sie auf Spenden angewiesen. Unser Hilfswerk unterstützt die Arbeit der FAAF seit Jahren. Helfen Sie mit!

So können Sie helfen und sich informieren:

Mess-Stipendien für Priester in Afrika

Mit Mess-Stipendien können Sie helfen, die Lebensgrundlage vieler Priester zu sichern. Ein Mess-Stipendium ist eine Geldgabe für die Feier einer Heiligen Messe in einem bestimmten Anliegen. Schon seit dem 2. Jahrhundert war es üblich, in der Heiligen Messe Opferspenden zu geben, oder für den Unterhalt der Priester und für die Armen Naturalien zu spenden. Später entwickelte sich die Messgabe zum Mess-Stipendium.

Viele Priester in Afrika können nur dank Mess-Stipendien überleben. Einer schrieb uns: “Die Mess-Stipendien sind wahrhaft ein Segen für uns alle. [...] Wir hatten mehrere Monate gar nichts. [...] Ich verspreche, dass wir den Willen der Wohltäter erfüllen werden. Nochmals vielen Dank und versichern Sie unseren Wohltätern unsere Gebete.”

Die Zentralafrikanische Republik

Die ehemalige französische Kolonie ist seit 13. August 1960 unabhängig. Sie grenzt im Norden an die Republik Tschad, im Osten an den Sudan, im Süden an die Demokratische Republik Kongo und die Republik Kongo, im Westen an Kamerun. Über die Hälfte der Gesamtbevölkerung gehört Naturreligionen an, ein knappes Drittel sind Christen, ein Sechstel Muslime.

Das Land ist politisch instabil. In den vergangenen Jahrzehnten gab es zahlreiche interne Auseinandersetzungen. Seit 2006 kommt es im Norden zu Kämpfen zwischen Rebellen und Regierungstruppen. Dies alles hemmt die wirtschaftliche Entwicklung – das Land gehört zu den ärmsten der Welt und rangiert auf dem viertletzten Platz des Human-Development-Index.

Bildungs- und Gesundheitswesen sind unterentwickelt. Private Initiativen wie das Engagement von Kirchen und kirchlichen Gruppen sind daher unverzichtbar.

12.Aug 2010 18:17 · aktualisiert: 21.Aug 2010 00:26
KIN / T. Waitzmann