Flutkatastrophe in Pakistan

Das Land ertrinkt in Flut und Chaos

Die Lage in dem asiatischen Land ist weiterhin dramatisch und unübersichtlich

Kinder im Flüchtlingscamp in Quetta, wohin Tausende vor der Flut geflohen sind.

Kinder in einem Flüchtlingscamp in Quetta.

Die Behörden in Pakistan sind nach wie vor mit der Bewältigung der Flutkatastrophe überfordert.

Unsere zuständige Projektleiterin Regina Lynch hat erfahren, dass die Regierung Züge voller Flüchtlinge in die westpakistanische Stadt Quetta geschickt habe, ohne dort Vorbereitungen für die Versorgung der Menschen getroffen zu haben.

Angehörige des in Quetta tätigen Salesianerordens berichten, dass die Flüchtlinge in der nahe der afghanischen Grenze gelegenen Stadt vor dem Nichts stünden, denn es gebe kaum Nahrung und Unterkünfte. Lynch versichert, dass KIRCHE IN NOT dort über die Salesianer helfen werde.

Zur Bilderstrecke

In den überfluteten Gebieten bleibt die Lage unübersichtlich. Unser Hilfswerk steht weiterhin im Dialog mit Bischof Andrew Francis von Multan, Bischof Max Rodrigues von Hyderabad sowie dem Präsidenten der pakistanischen Caritas, Bischof Joseph Coutts von Faisalabad.

Wörtlich sagt Regina Lynch: “Die Bischöfe waten immer noch durch das Wasser, um sich ein Bild von der Situation zu machen.” KIRCHE IN NOT werde sofort handeln, sobald die Bestandsaufnahme beendet sei und man um Hilfe gebeten werde.

Viele sind in die westpakistanische Stadt Quetta geflohen. Dort kümmern sich unter anderem Salesianer um die Versorgung der Menschen.

Viele sind in die westpakistanische Stadt Quetta geflohen. Dort kümmern sich unter anderem Salesianer um die Versorgung der Menschen in einem Auffanglager für Flüchtlinge.

In den Städten Faisalabad und Multan sind viele Familien obdachlos geworden, nachdem starker Regen die Dächer zerstört habe. Während die Muslime in Pakistan sich an die Vereinten Nationen wenden, sähe die christliche Minderheit des Landes vor allem die Kirche als erste Anlaufstation, berichtet Lynch.

Auch nach der Flut werde noch viel Wiederaufbauarbeit geleistet werden müssen. Ganze Dörfer seien im Norden Pakistans von der Flut mitgerissen worden. Die so zerstörten kirchlichen Gebäude müssten nach Rückgang des Wassers rasch wieder aufgebaut werden, damit die Menschen wieder Versammlungs- und Rückzugsorte bekämen. Nur so könne die geistliche Grundlage für den Wiederaufbau gelegt werden, betont unsere Projektleiterin.

Wir bitte alle Freunde und Wohltäter weiterhin ums Gebet und Spenden für die Flüchtlinge in Quetta und weitere Betroffene der Flut in Pakistan.

Unser Spendenkonto:
KIRCHE IN NOT
Kennwort: “Pakistan Katastrophenhilfe”
Konto-Nr.: 215 2002
BLZ: 750 903 00
LIGA Bank München

Hier können Sie direkt online spenden

20.Aug 2010 11:42 · aktualisiert: 3.Sep 2012 11:39
KIN / S. Stein