Einsatz für Versöhnung und Frieden

Finanzielle Hilfe für eine Fortbildung von Ordensschwestern in Brazzaville

Ausbildung junger Ordensleute in der Republik Kongo.

Junge Ordensleute während einer Fortbildung in der Republik Kongo (2008).

Unser Hilfswerk unterstützt derzeit eine Fortbildung von Ordensschwestern in Brazzaville, der Hauptstadt der Republik Kongo.

Die Fortbildung zum Thema “Die Kirche in Afrika im Dienst für Gerechtigkeit, Versöhnung und Frieden” findet in diesen Tagen statt. Dazu hat die “Union des Supérieures Majeures du Congo” (Vereinigung geistlicher Leiterinnen in der Republik Kongo) rund 75 Schwestern eingeladen, die bereits ihre Gelübde abgelegt haben.

Sie kommen aus fünfzehn verschiedenen Kongregationen und haben sich zuvor in Einführungsveranstaltungen mit dem Gerechtigkeitsbegriff auseinandergesetzt sowie mit einem Franziskanerpater die Entscheidungen der Bischofssynode für Afrika reflektiert.

Nun sind sie im Großseminar in Brazzaville zusammengekommen, um sich theologisch und spirituell weiterzubilden. Ein Laie und eine Ordensschwester leiten Einheiten zur Vertiefung der Enzyklika “Spe salvi” von Papst Benedikt XVI. Die Teilnehmerinnen sprechen unter anderem über die Umsetzung der Enzyklika in ihrem persönlichen Leben. Außerdem erhalten sie praktische Ratschläge für ein christliches Handeln im Einsatz für Gerechtigkeit und Versöhnung im Land.

Zum Abschluss der Fortbildung besuchen die Schwestern einwöchige Exerzitien nach Ignatius von Loyola, die von einem Priester begleitet werden.

Bürgerkrieg seit 2003 beendet

Der Einsatz für Gerechtigkeit und Versöhnung in der Republik Kongo ist notwendig. Zwar ist die politische Lage seit einem Friedensvertrag zwischen Regierung und Rebellen, der im März 2003 einen sechsjährigen Bürgerkrieg beendet hatte, relativ ruhig, jedoch ist die Situation immer noch nicht stabil und sicher.

In der Republik Kongo sind es vor allem Ordensschwestern, die Aufgaben übernehmen, die der Staat nach wie vor nicht zu lösen vermag. Mit unerschütterlichem Mut und großer Entschlossenheit helfen sie, das Land wieder aufzubauen und den Menschen neue Hoffnung zu geben.

Sie verkünden neben ihren vielfältigen karikativen Projekten den christlichen Glauben und werden auf diese Weise zu Mund und Händen der Kirche Afrikas.

So können Sie helfen und sich informieren:

Mess-Stipendien für Priester in Afrika

Mit Mess-Stipendien können Sie helfen, die Lebensgrundlage vieler Priester zu sichern. Ein Mess-Stipendium ist eine Geldgabe für die Feier einer Heiligen Messe in einem bestimmten Anliegen. Schon seit dem 2. Jahrhundert war es üblich, in der Heiligen Messe Opferspenden zu geben, oder für den Unterhalt der Priester und für die Armen Naturalien zu spenden. Später entwickelte sich die Messgabe zum Mess-Stipendium.

Viele Priester in Afrika können nur dank Mess-Stipendien überleben. Einer von ihnen schrieb uns: “Die Mess-Stipendien sind wahrhaft ein Segen für uns alle. [...] Wir hatten mehrere Monate gar nichts. [...] Ich verspreche, dass wir den Willen der Wohltäter erfüllen werden. Nochmals vielen Dank und versichern Sie unseren Wohltätern unsere Gebete.”

21.Aug 2010 00:24 · aktualisiert: 24.Aug 2010 09:35
KIN / T. Waitzmann