Herz-Jesu-Freitage im NINIVE-Jahr

“Du bist das Siegeszeichen”

Impuls von Pater Hermann-Josef Hubka zur eucharistischen Anbetung

Pater Hermann-Josef Hubka im Beichtmobil.

Pater Hermann-Josef Hubka im Beichtmobil.

Mit der Vigil zum Herz-Jesu-Fest, am Abend des 10. Juni, haben wir die AKTION NINIVE begonnen – ein Jahr der Anbetung, des Fastens und Beichtens zur Erneuerung der Kirche in unserem Land.

Damit greifen wir einen Aufruf von Papst Benedikt XVI. an die irischen Katholiken auf und wollen Wiedergutmachung leisten für die Sünden, die das Antlitz der Kirche in Deutschland entstellt haben.

Dazu gehören Sünden des Missbrauchs und der Misshandlung, mangelnde Gottes- und Nächstenliebe, Unterlassen von Gebet und Fasten für unsere Priester, Leben entgegen der Schöpfungsordnung Gottes oder mangelndes Glaubenszeugnis.

An den zwölf Herz-Jesu-Freitagen vom 2. Juli 2010 bis 3. Juni 2011 setzt KIRCHE IN NOT zusammen mit vielen anderen Organisationen, Gruppen und Gläubigen Akzente im NINIVE-Jahr – Schwerpunkte eucharistischer Anbetung, des Fastens und Beichtens.

Zum dritten Herz-Jesu-Freitag am 3. September veröffentlichen wir einen Impuls dazu, wie Sie zur Erneuerung der Kirche in Deutschland in der Anbetung vor dem eucharistischen Herrn verweilen können.

KIRCHE IN NOT: Welchen Hintergrund hat die eucharistische Anbetung? Welche Bedeutung hat sie?
PATER HERMANN-JOSEF HUBKA:
In der Heiligen Eucharistie fasst sich die Heilsgeschichte Gottes mit dem Menschen umfassend zusammen. Es ist beeindruckend, wenn wir betrachten, was das Blut des Lammes, das Zeichen des Bundes Gottes mit den Menschen, ausgelöst hat beim Paschamahl, bevor das Volk Israel aus Ägypten auszog: Alle standen unter Gottes Schutz. Dabei war es noch gar nicht die volle Heilige Eucharistie.

Eucharistische Anbetung in der Kollegs- und Seminarkirche Sankt Georgen, Frankfurt am Main. Quelle: Priesterseminar Sankt Georgen/Chr. Bremer.

Eucharistische Anbetung in der Kollegs- und Seminarkirche Sankt Georgen, Frankfurt am Main. Quelle: Priesterseminar Sankt Georgen/Chr. Bremer.

Denn heute ist dieses Zeichen für uns noch viel mehr: Es ist für uns Christen das Osterlamm, Jesus am Kreuz – das Zeichen des neuen und ewigen Bundes, so wie wir es in jeder Heiligen Messe betonen. Der “Herr der Welt” war sich damals seines Triumphes bewusst. Unvorstellbar groß war danach jedoch sein Absturz, ja geradezu vernichtend.

Der Heiland am Kreuz und das Blut Christi proklamieren dennoch den unanfechtbaren Sieg für immer. In einem Lied aus dem Gotteslob ist es meiner Meinung nach gut beschrieben. Dort heißt es: “Du bist das Siegeszeichen, davor der Feind erschricket, wenn er es nur anblicket … Zeig deine Kraft und Stärke, beschütz uns all zusammen, durch deinen heiligen Namen” (GL 182).

Warum ist die eucharistische Anbetung heute so intensiv gefragt?
Das hat sicherlich mehrere Gründe. Vor allem ist es aber das Sich-Einbergen in die Liebe Gottes – bei ihm ein wenig ruhen, unter seinem Schutz stehen, mit ihm die Dinge des Lebens durchsprechen, in seiner Gegenwart ein wenig die Augen schließen und ihm sagen: Bitte, Herr, sprich nun zu mir!

Diese Momente sind es, warum es so viele Menschen zu einer eucharistischen Anbetung hinzieht. Dann kommen ihnen die inneren Bilder. Und das mündet dann immer mehr in einem lebendigen Austausch mit dem Herrn. Seine Nähe lässt sich dabei so liebreich verspüren, dass man das gar nicht so einfach in Worte fassen kann.

Wie kann man sich dennoch darauf einlassen? Wie kann man dem Herrn in der Anbetung begegnen?
Wer es kennt, weiß darum, wie gut es tut, beim Herrn zu sein, bei ihm zu ruhen und unter seinem Schutz zu stehen.

Wenn Sie das noch nicht kennen sollten, dann gehen Sie einmal vor einen Tabernakel und sagen Sie dort dem Herrn: Herr, ich möchte nun deine Gegenwart auch erfahren. Bitte lass diese Stunde für mich zu einer Gnadenstunde werden! Ich möchte dieses, von dem so viele sprechen, auch für mich in Anspruch nehmen. Bitte zeig es mir!

Und ich bin mir sicher, der Herr wird auch Ihr Gebet hören, und sich Ihnen voll Liebe nahen.

So können Sie uns unterstützen:

Beten Sie mit! Halten Sie eucharistische Anbetung, wo immer sie Ihnen möglich ist. Bestellen Sie unentgeltlich bei uns den NINIVE-Rosenkranz auf Hör-CD und halten Sie eine dreiviertel Stunde Betrachtung zur Sühne – in Ihren Pfarreien, Hausgruppen
oder zuhause.

Beten Sie mit uns auf Radio Horeb den Rosenkranz und während der nächtlichen Anbetungsstunde. Lesen Sie unsere Artikel zur AKTION NINIVE im Internet mit Tipps für die Gestaltung Ihrer persönlichen Gebetszeiten am Herz-Jesu-Freitag. Nehmen Sie das Sakrament der Versöhnung häufiger in Anspruch.

Radio-Tipps:

Während des NINIVE-Jahres werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Vorabenden der Herz-Jesu-Freitage bis 3. Juni 2011 jeweils eine nächtliche Anbetungsstunde von 23 bis 24 Uhr gestalten, die bei Radio Horeb ausgestrahlt wird.

Jeweils am ersten Donnerstag im Monat überträgt der Sender ab 19 Uhr das Rosenkranzgebet aus unserer Hauskapelle.

Am 30. September, 6. Januar, 31. März und 2. Juni wird zudem eine Anbetungsnacht mit mehrstündigem Live-Programm aus unserer Hauskapelle auf Radio Horeb gesendet.

Alle Termine unserer Sendungen bei unseren Sendepartnern können Sie hier einsehen.

1.Sep 2010 08:31 · aktualisiert: 6.Sep 2010 09:59
KIN / T. Waitzmann