Existenzhilfe für Priester – Heil für die Welt

Ivorischer Bischof zur Situation vor der Wahl – Bedeutung von Mess-Stipendien

Bischof Ignace Bessi Dogbo feiert die Heilige Messe in unserer Kapelle.

Bischof Ignace Bessi Dogbo feiert die Heilige Messe in unserer Kapelle.

Bischof Ignace Bessi Dogbo aus dem nördlichen Zentrum der Elfenbeinküste (offizieller Name: Côte d’Ivoire) hat KIRCHE IN NOT in München besucht.

Zur Lage in seinem Land vor der Wahl am 31. Oktober sagte er: “Als ich nach Europa abreiste, hatte man damit begonnen, Ausweispapiere und Wahlscheine zu verteilen und die Menschen zu informieren. Zu der Zeit war die gesellschaftliche Stimmung im Land recht gut. Jede politische Partei war vor Ort, um ihr Handlungsprogramm der Bevölkerung zu präsentieren.”

Die wirtschaftliche Situation sei nach wie vor schwierig, sagte der Bischof. Durch den Bürgerkrieg hätte eine Flaute geherrscht: “Es gab kaum Investitionen, weil die Investoren durch die Weder-Krieg-noch-Frieden-Situation misstrauisch waren.”

Inzwischen habe man zwar die Produktion zum Teil gesteigert oder wiederaufgenommen, zum Beispiel den Baumwollanbau nördlich seiner Region, doch befinde sich das Land insgesamt in einer abwartenden Haltung, auch in Bezug auf die Geschehnisse bei und nach der Wahl am 31. Oktober.

Bischof Ignace Bessi Dogbo mit der Geschäftsführerin Karin Maria Fenbert.

Bischof Ignace Bessi Dogbo mit der Geschäftsführerin Karin Maria Fenbert.

Sollte die Wahl ruhig verlaufen, rechnet der Bischof damit, dass es wirtschaftlich “schnell wieder bergauf gehen wird”. Er befürchte jedoch, dass das Ergebnis wie bei vielen afrikanischen Wahlen in Zweifel gezogen werde und dass es zu Gewalttätigkeiten kommen könnte. “Wir hoffen, dass alles gut geht und wir nicht wieder einen Schritt zurückgehen”, so Dogbo.

Unterstützung in der Diözese Katiola

Der Bischof betonte, die Priester in seiner Diözese Katiola hätten auch in diesem Jahr viel von KIRCHE IN NOT empfangen, vor allem Mess-Stipendien zur Sicherung ihrer Existenz. “Ohne die Mess-Stipendien könnten viele Priester bei uns ihren Beruf nicht ausüben”, sagte er. Auch habe das Hilfswerk die Anschaffung eines Kopiergeräts möglich gemacht. Er bedankte sich im Namen der Priester, Ordensleute, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seiner Diözese für die Unterstützung.

Bischof Ignace Bessi Dogbo mit zwei Priestern der Diözese Katiola, Elfenbeinküste. Sie bedanken sich bei KIRCHE IN NOT für die Unterstützung.

Bischof Ignace Bessi Dogbo mit zwei Priestern der Diözese Katiola, Elfenbeinküste. Sie bedanken sich bei KIRCHE IN NOT für die Unterstützung.

Jede halbe Minute eine Heilige Messe

Allein die Priester der Elfenbeinküste haben im laufenden Jahr durch unser Hilfswerk mehr als 18 200 Mess-Stipendien bekommen, 1800 davon gingen in die Diözese von Bischof Dogbo.

Weltweit werden jährlich rund 1,2 Millionen Messen bei uns in Auftrag gegeben. Somit wird statistisch gesehen jede halbe Minute eine Heilige Messe irgendwo auf der Welt in der Intention eines Wohltäters von KIRCHE IN NOT gefeiert.

Wozu heilige Messen in Auftrag geben?

Jede heilige Messe hat Auswirkungen – für das Anliegen des Wohltäters und für das Heil der ganzen Welt. Denn in jeder Eucharistiefeier wird Christus “durch die Macht seines Wortes und seines Geistes” gegenwärtig (aus dem Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1358).

Bestellen Sie heilige Messen für Ihre Anliegen bei uns – damit Christus gegenwärtig wird und damit der Glaube weltwelt leben kann.

Gerne nehmen wir Ihre Bestellung auch in unserem Büro entgegen:

KIRCHE IN NOT
Lorenzonistr. 62
81545 München
Telefon: 089 / 64 24 888 – 0
Fax: 089 / 64 24 888 50
E-Mail: kontakt@kirche-in-not.de

Mess-Stipendium

Ein Mess-Stipendium ist eine Geldgabe für die Feier einer Heiligen Messe in einem bestimmten Anliegen. Schon seit dem 2. Jahrhundert war es üblich, in der Heiligen Messe Opferspenden zu geben oder für den Unterhalt der Priester und für die Armen Naturalien zu spenden. Später entwickelte sich die Messgabe zum Mess-Stipendium. Heute können viele Priester in unterentwickelten Ländern nur dank Mess-Stipendien in ihrem Beruf überleben.

28.Okt 2010 18:35 · aktualisiert: 20.Mrz 2014 12:27
KIN / T. Waitzmann