“Ermordet” bis “weitgehend unbehelligt”

Situation der Christen in islamischen Ländern – Podium auf dem Kongress

Louis Sako, chaldäisch-katholischer Erzbischof von Kirkuk.

Louis Sako, chaldäisch-katholischer Erzbischof von Kirkuk.

Die Lage von Christen in islamisch geprägten Ländern wird im kommenden Jahr ein Schwerpunkt des 4. Internationalen Kongresses “Treffpunkt Weltkirche” von KIRCHE IN NOT vom 18. bis 20. März 2011 im Congress Centrum Würzburg sein.

Am letzten Tag werden der Erzbischof von Abuja in Nigeria, John Onaiyekan, der Erzbischof von Kirkuk im Irak, Louis Sako, der koptische Bischof von Gizeh in Ägypten, Antonios Aziz Mina, und der Leiter der katholischen Bibelkommission in Lahore in Pakistan, Emmanuel Asi, aufs Podium kommen.

Sie werden über die schwierige Lage der Christen und den interreligiösen Dialog in ihren Heimatländern berichten. Seine Erfahrung wird außerdem der Seelsorger der deutschsprachigen Katholiken im Nahen Osten, Pfr. Joachim Schroedel, in das Podiumsgespräch mit einbringen.

Oft schwierig

Die Situation für Christen in islamisch geprägten Ländern ist unterschiedlich, doch oft schwierig. Während in Ländern wie Saudi-Arabien oder dem Iran eine offene Unterdrückung durch den Staat geschieht und im Irak Terroristen das Leben der Gläubigen bedrohen, sehen sich Christen in anderen Ländern subtileren Diskriminierungen ausgesetzt. In Ägypten, Indonesien oder Pakistan beispielsweise sind sie oft nur “Bürger zweiter Klasse”.

Das Podium zum Thema Afrika - Kontinent der Hoffnung beim Kongress Treffpunkt Weltkirche 2008 (von links): Erzbischof Charles Palmer-Buckle (Ghana); Dolmetscherin, Prinz Asfa-Wossen Asserate (Äthiopien); Bischof Martin Igwe Uzoukwu (Nigeria); Bischof Anba Damian (Koptisch-Orthodoxe Kirche); Erzbischof Antonios Naguib (Ägypten); Moderator Martin Lohmann; Obiora Ike (Nigeria); Alphonse Georger (Algerien); Andrzej Halemba (KIRCHE IN NOT).

Das Podium zum Thema Afrika – Kontinent der Hoffnung beim Kongress Treffpunkt Weltkirche 2008 (von links): Erzbischof Charles Palmer-Buckle (Ghana); Dolmetscherin, Prinz Asfa-Wossen Asserate (Äthiopien); Bischof Martin Igwe Uzoukwu (Nigeria); Bischof Anba Damian (Koptisch-Orthodoxe Kirche); Erzbischof Antonios Naguib (Ägypten); Moderator Martin Lohmann; Obiora Ike (Nigeria); Alphonse Georger (Algerien); Andrzej Halemba (KIRCHE IN NOT).

In Ländern wie Jordanien oder Syrien hingegen können Christen ihren Glauben weitgehend unbehelligt leben und sind auch als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft bei der mehrheitlich islamischen Bevölkerung akzeptiert.

Wiederum anders ist die Lage in Ländern wie Nigeria oder dem Libanon, wo Christen und Muslime jeweils etwa die Hälfte des Bevölkerungsanteils stellen.

John Onaiyekan, Erzbischof von Abuja / Nigeria.

John Onaiyekan, Erzbischof von Abuja / Nigeria.

Die Podiumsdiskussion möchte diese Bandbreite des christlich-islamischen Zusammenlebens in aller Welt beleuchten.

Sie findet am Sonntag, 20. März 2011, im Rahmen des 4. Internationalen Kongresses “Treffpunkt Weltkirche” von 8.30 Uhr bis 10.00 Uhr im Franconia-Saal des Congress Centrums Würzburg statt.

Tageskarten für den Kongress kosten im Vorverkauf 15 Euro, Karten für den gesamten Kongress vom 18. bis 20. März sind im Vorverkauf für 30 Euro zu haben. Karten bestellen kann man online oder in unserem Münchner Büro:

KIRCHE IN NOT
Lorenzonistr. 62
81545 München
Telefon: 089 / 6424888-0
Fax: 089 / 6424888 50
kontakt@kirche-in-not.de

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8.Nov 2010 14:41 · aktualisiert: 28.Mrz 2015 07:33
KIN / T. Waitzmann