Irak: Gottesdienst am Ort des Massakers
Christen versammeln sich in der zerstörten Kirche zur Heiligen Messe
Etwa 60 syrisch-katholische Christen haben am Sonntag einen Gedenkgottesdienst in jener Kirche gefeiert, in der eine Woche zuvor islamistische Attentäter ein Blutbad angerichtet hatten. Das berichtete uns der syrisch-katholische Erzbischof Basile Georges Casmoussa.
Nach Kirchenangaben waren am 31. Oktober bei dem Anschlag auf die syrisch-katholische Kathedrale in Bagdad 58 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen die beiden Priester der Gemeinde.
Der Gedenkgottesdienst für die Toten des Anschlags wurde von zwei jungen irakischen Priestern geleitet, die extra zu diesem Anlass ihr Studium in Rom unterbrochen hatten und in ihre Heimat zurückgekehrt waren. Inmitten geborstener Kirchenfenster, zerstörter Sitzbänke und Statuen hatte die Gläubigen für die Genesung der beim Anschlag Verwundeten gebetet.
Unter den Verletzten ist auch der Generalvikar der syrisch-katholischen Diözese Bagdad, Raphael Qotaini. Nach einem Bauchschuss befinde er sich inzwischen wieder auf dem Weg der Besserung, berichtete Casmoussa.
Mehr Schutz für Christen im Irak gefordert
Der Erzbischof lobte den “Mut und die Entschlossenheit” der Priester und Gläubigen, die sich trotz der weiterhin unsicheren Lage und der Gefahr neuer Anschläge zum Gebet versammelt hätten. Vom irakischen Staat forderte er verstärkten Schutz für die Christen im Land, Gesetzesänderungen, um die Diskriminierung von Christen zu beenden sowie mehr Bemühungen zur Förderung des interreligiösen Dialogs.
Diese Schritte seien dringend notwendig, wolle man die Christen vom Auswandern abhalten, sagte Casmoussa. Er betonte, viele hätten den Terroranschlag auf die syrisch-katholische Kirche in Bagdad verurteilt, doch nun erwarte er Taten seitens der offiziellen Stellen. Diese müssten dafür sorgen, dass solche Anschläge in Zukunft nicht mehr geschehen könnten.
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CRTN, eine Einrichtung von KIRCHE IN NOT, hat einen Kurzbeitrag über die Lage der Christen im Irak gedreht. Sie können diesen Film hier anschauen.
So können Sie den verfolgten Christen im Irak helfen:
- Beten Sie für die verfolgten Glaubensgeschwister
- Stellen Sie in unserer Virtuellen Kapelle eine Kerze auf
- Helfen Sie mit Ihrer Spende
- Hier können Sie sicher und direkt online spenden
- Unterstützen Sie die Priester mit Ihren Mess-Stipendien
Alle in der Medienbox vorgestellten Beiträge sind bei uns unentgeltlich auf CD beziehungsweise DVD erhältlich.
Veranstaltungstipp:
Pater-Werenfried-Jahresgedenken mit Erzbischof Sako aus Irak
Erzbischof Louis Sako aus dem nordirakischen Kirkuk ist am Samstag, 5. Februar 2011, zu Gast bei unserem traditionellen Pater-Werenfried-Jahresgedenken in Köln. Er nimmt am Podiumsgespräch “Christentum und Islam zehn Jahre nach dem 11. September 2001” teil. Weitere Gesprächsteilnehmer sind Joachim Kardinal Meisner (Erzbischof von Köln) und Pater Josef Herget CM (Institut St. Justinus, Mariazell / Österreich). Zuvor wird er um 11 Uhr im Dom zu Köln mit Kardinal Meisner einen Gottesdienst leiten.
Wir freuen uns auch über seine Teilnahme beim “4. Internationalen Kongress Treffpunkt Weltkirche” vom 18. bis 20. März in Würzburg.
Vorträge über das Christentum im Irak
Unseren Mitarbeiter Berthold Pelster können Sie zu einem Vortrag über das Christentum im Irak für Ihre Pfarrei einladen.
Darin referiert er über Hintergründe und Ursachen von Flucht und Vertreibung im Irak. Außerdem zeigt er den Film “Quo Vadis – Irakischer Exodus”, den Sie sich in der Medienbox anschauen oder auch bei uns bestellen können.
Eine Inhaltsangabe des Vortrags können Sie hier nachlesen. Sie erreichen Herrn Pelster in unserem Büro per E-Mail oder rufen Sie an unter: 089 / 64 24 888-32.






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