Herz-Jesu-Freitage im NINIVE-Jahr

Der Herr ist mein Licht und mein Heil

AKTION NINIVE – Anbetung, Fasten, Beichten zur Erneuerung der Kirche

Jesus Christus verbindet sich mit einem Menschen. Deutlich zu sehen: sein Herz.

Jesus Christus verbindet sich mit einem Menschen. Deutlich zu sehen: sein Herz.

Am 3. Dezember ist der sechste Herz-Jesu-Freitag im NINIVE-Jahr. Sie sind herzlich eingeladen, sich an der AKTION NINIVE zu beteiligen – an Anbetung, Fasten und Beichten zur Erneuerung der Kirche. Näheres zur AKTION NINIVE erfahren Sie hier.

Auch zu diesem Herz-Jesu-Freitag versorgen wir Sie wieder mit einem kurzen geistlichen Impuls. Nehmen Sie sich vielleicht im Lauf des Freitags eine stille Zeit – in einer Kirche oder Kapelle oder zuhause in Ihrer Gebetsecke.

Als Impuls betrachten wir den Psalm 27 aus der Tageslesung vom 3. Dezember. David drückt darin sein großes Vertrauen auf Gott und seine Zuversicht aus:

Psalm 27, Verse 1.4.13-14

Der Herr ist mein Licht und mein Heil: Vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist die Kraft meines Lebens: Vor wem sollte mir bangen?
Nur eines erbitte ich vom Herrn, danach verlangt mich: Im Haus des Herrn zu wohnen alle Tage meines Lebens, die Freundlichkeit des Herrn zu schauen und nachzusinnen in seinem Tempel.
Ich aber bin gewiss, zu schauen die Güte des Herrn im Land der Lebenden.
Hoffe auf den Herrn und sei stark! Hab festen Mut und hoffe auf den Herrn!

Betrachtung

Nehmen Sie sich etwas Zeit, in Stille die Verse aus Psalm 27 zu betrachten. Lesen Sie sie langsam, Wort für Wort, Satz für Satz und lassen Sie die Worte in Ihr Herz fallen.

Der Herr ist mein Licht und mein Heil.

Der Herr ist mein Licht und mein Heil (Psalm 27).

Gedanken dazu

In seinem Psalm macht David der Reihe nach folgende Aussagen über sich selbst: Er hat keine Furcht und keine Angst. Ihn verlangt danach, immer in der Gegenwart Gottes zu leben in Betrachtung und Beschauung. Er hat die Gewissheit, die Güte des Herrn zu schauen. Zuletzt ermutigt er sich zur Hoffnung.

Was ist, wenn ich dieses Vertrauen nicht habe? Wenn ich es zwar ersehne, aber so bei mir nicht finden kann?

Was ist, wenn ich in mich hineinhorche und dort finde: Angst vor Krankheit, vor Tod, vor Katastrophen, vor Terror, vor Verarmung, vor Verlust des Arbeitsplatzes, davor, keinen Arbeitsplatz zu finden, Angst vor Verlust des Partners oder vor einem bleibenden Single-Dasein usw.? Setzen Sie Ihre eigenen Ängste ein!

Was ist, wenn ich die Gemeinschaft mit Gott im Innersten eigentlich gar nicht ersehne, weil Gebet mir Druck macht oder weil es mich langweilt; weil Gottes Gegenwart eher negativ als positiv für mich zu sein scheint?

Bleibt mir da nur, mich selbst immer wieder zu ermahnen: hab Vertrauen? Bleibt mir da nur, mich mehr anzustrengen im Gebet?

“Nicht mal ein ordentliches Vertrauen kriege ich selber hin”

Wir alle sind seit dem Sündenfall auf Misstrauen und Unglaube “programmiert”. Das ist sozusagen unsere von der Erbsünde verursachte “Standardeinstellung”. Seit Adam fragen wir: Sollte Gott es wirklich gut mit uns meinen? Ist er nicht vielmehr ein ungehaltener Aufpasser, der uns beim kleinsten Vergehen eins überzieht? Eine Art negative Dauerpräsenz?

Wie tief unser Misstrauen, unser Unglaube sitzt, spüren wir am ehesten in der Stille – zum Beispiel bei Einkehrtagen oder Exerzitien -, bis dahin, dass wir uns eingestehen müssen: “Nicht mal ein ordentliches Vertrauen kriege ich selber hin”.

“Ich bin mit Christus gekreuzigt worden; nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir (Gal 2,19-20).” Kreuzigungsdarstellung in einer armenischen Kirche.

“Ich bin mit Christus gekreuzigt worden; nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir (Gal 2,19-20).” Kreuzigungsdarstellung in einer armenischen Kirche.

Die gute Nachricht für uns ist, dass wir das auch nicht selber hinkriegen müssen! Einen Hinweis darauf gibt uns der heilige Paulus im Galaterbrief. In Kapitel 2, Verse 19-20 schreibt er gemäß Einheitsübersetzung: “Ich bin mit Christus gekreuzigt worden; nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. Soweit ich aber jetzt noch in dieser Welt lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat.”

Im griechischen Urtext sagt Paulus im vorletzten Halbsatz aber eigentlich, dass er “im Glauben des Sohnes Gottes” lebt. Nicht nur die Einheitsübersetzung, auch viele andere geben diese Stelle mit “im Glauben an den Sohn Gottes” wieder. Das mag daran liegen, dass aus einer Reihe anderer Schriftstellen hervorgeht, wie wichtig es ist, dass wir unser Vertrauen auf ihn setzen.

Paulus möchte hier jedoch ausdrücken, wem unser Glaube gehört und nicht, worauf er gerichtet ist. Er sagt mit diesem Satz aus, dass er in dem Glauben Jesu lebt und nicht, indem er selbst genügend Glauben aufbringt.

Das bedeutet, dass Paulus das Vertrauen, das Jesus in den Vater im Himmel hat, geschenkt bekommen hat, dass Jesus Christus selbst es in ihm lebt!

Den besten Vater des Universums kennen lernen

So dürfen wir Jesus Christus darum bitten, dass er in uns sein Vertrauen in den Vater im Himmel lebt, dass er uns tiefer in seine Beziehung zum Vater im Himmel hineinführt, die auch unsere werden soll.

Auf diesem Weg vollzieht Jesus Christus an uns einen Prozess der Reinigung und Heiligung. Soweit wir uns ihm aussetzen, kann und wird er in unserer Seele negative Erfahrungen mit unserem leiblichen Vater heilen – Erfahrungen der Abwesenheit, der Distanz, der negativen Anwesenheit, der Gewalt, der Ablehnung, der Kontrolle.

Er wird unsere Vorstellungen vom Vater im Himmel ausmisten, unser Misstrauen entlarven und hinauswerfen.

Bleiben wir dran! Dann wird uns Psalm 27 eines Tages aus dem Herzen sprechen.

Mehr zur AKTION NINIVE:

Das können Sie tun:

Beten Sie mit! Besorgen Sie sich das AKTION-NINIVE-Rosenkranzgebet auf Hör-CD und halten Sie eine dreiviertel Stunde Betrachtung zur Sühne – in Ihren Pfarreien, Hausgruppen oder zuhause. Beten Sie mit uns auf Radio Horeb den Rosenkranz und während der nächtlichen Anbetungsstunde.

Jeweils am ersten Donnerstag im Monat beziehungsweise in der Nacht zum Herz-Jesu-Freitag. Lesen Sie unsere Artikel im Internet mit Tipps für die Gestaltung Ihrer persönlichen Gebetszeiten am Herz-Jesu-Freitag. Nehmen Sie das Sakrament der Versöhnung häufiger in Anspruch. Und halten Sie eucharistische Anbetung, wo immer es Ihnen möglich ist … damit der Glaube lebt!

Programm-Tipp:

Während des NINIVE-Jahres werden wir an den Vorabenden der Herz-Jesu-Freitage bis 3. Juni 2011 jeweils eine nächtliche Anbetungsstunde von 23 bis 24 Uhr gestalten, die live bei Radio Horeb ausgestrahlt wird.

Jeweils am ersten Donnerstag im Monat überträgt der Sender ab 19 Uhr das Rosenkranzgebet aus unserer Hauskapelle.

Am 6. Januar, 31. März und 2. Juni wird wieder eine Anbetungsnacht mit mehrstündigem Liveprogramm aus unserer Hauskapelle auf Radio Horeb übertragen.

Alle Termine unserer Sendungen bei unseren Sendepartnern können Sie hier einsehen.

2.Dez 2010 17:30 · aktualisiert: 6.Dez 2010 13:21
KIN / T. Waitzmann