Die “Schule der Liebe” entdecken

KIRCHE IN NOT unterstützt ein Zentrum für junge Mütter in Konfliktsituationen

Glückliche, junge Mutter mit Kind.

Was tun, wenn man schwanger ist und keiner einem hilft? In vielen Ländern kümmern sich Frauen und Männer, darunter zahlreiche Christen, um Mütter in Konfliktsituationen.

So zum Beispiel in Argentinien, wo Katholiken 1989 das “Zentrum für Schwangere und Geburtshilfe” gründeten.  Der Hauptsitz ist in San Pedro am Rio Paraná im Bistum San Nicolas de los Arroyos. Die Stadt liegt im Nordwesten Argentiniens, rund 180 Kilometer nördlich der Hauptstadt Buenos Aires.

In weiteren 19 Diözesen unterhält der Verein 30 Filialen. Mehr als 440 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich landesweit, die überwiegende Mehrzahl von ihnen arbeitet ehrenamtlich für die Initiative. Sie beraten und unterstützen junge Mütter vor und nach der Geburt und geben Kurse zur Geburtsvorbereitung, zu Babypflege und Haushaltsführung.

Für das Zentrum arbeiten auch 20 Seelsorger sowie 38 Diözesan- und Pfarrkoordinatoren. Letztere sollen helfen, die Programme landesweit bekannt zu machen. Denn weitere Unterstützer sind notwendig, um die Hilfe möglichst flächendeckend anbieten zu können. Zudem ist der Verein auf Spenden angewiesen.

Die Zahl bedürftiger Frauen steigt. Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage Argentiniens sind die sozialen Unterschiede gewachsen. Die letzte Wirtschaftskrise hat die Armut vergrößert. Obendrein betreibt die Regierung in Buenos Aires eine Gesundheitspolitik, die ganz auf Verhütung und Abtreibung setzt.

Im Zentrum für Schwangere und Geburtshilfe werden junge Frauen auf die Geburt vorbereitet.

Der Ansatz des Zentrums ist ein anderer. Den Müttern wird eine Lebensperspektive eröffnet, die ihnen und ihren Kindern eine Zukunft gibt. Die weibliche Identität wird gestärkt. Die Wertschätzung und der Schutz menschlichen Lebens gefördert. Familien werden unterstützt, damit sie Geborgenheit und Erziehung vermitteln.

In einem Schreiben an KIRCHE IN NOT betonen die Initiatoren aber auch eine tiefere Motivation, ihren Glauben: “Alle diejenigen, die bereit sind, tiefer zu sehen, entdecken die ‘Schule der Liebe’, die uns Maria lehrt.” Die Muttergottes sei ein Modell, Frau, Mutter und Lehrerin zugleich. “Sie hilft, in den Ärmsten der Armen das Antlitz Christi zu sehen.”

Hier können Sie direkt online für dieses Projekt spenden. Bitte geben Sie folgenden Code an: 209-07-39.

Radio-Tipp: Sendungen mit Christa Meves

Im Januar strahlt der katholische Sender “Radio Maria Österreich” in unserer Sendereihe “Spirit – Kirche im Aufbruch” zwei Sendungen mit der bekannten Kinder- und Jugendpsychotherapeutin Christa Meves aus.

Die beiden Sendungen am 8. und 22. Januar, jeweils um 15 Uhr, befassen sich mit dem Thema “Familie – eine Vorgabe Gottes”. Der österreichische Sender strahlt sein Programm auch über Internet aus, so dass Sie die Sendungen in Deutschland empfangen können: www.radiomaria.at.

27.Dez 2010 11:07 · aktualisiert: 27.Dez 2010 16:25
KIN / S. Stein