Unwetter in Brasilien: Über 800 Tote befürchtet

KIRCHE IN NOT stellt der Kirche vor Ort angesichts der Verwüstung Mittel bereit

Der Franziskanerpater Frei Hans Stapel berichtete aus der Region Teresópolis.

Franziskanerpater Frei Hans Stapel berichtete aus der Region Teresópolis.

Anhaltende Regenfälle haben in der Region rund 100 Kilometer nordöstlich von Rio de Janeiro für Verwüstungen durch Erdrutsche und Schlammlawinen gesorgt. Besonders betroffen sind die Städte Petrópolis, Teresópolis und Nova Friburgo.

KIRCHE IN NOT hat am Freitag mit dem Franskiskanerpater Hans Stapel, dem Gründer der “Fazenda da Esperança”, in der Diözese Teresópolis gesprochen. Behörden gingen bereits von über 800 Todesopfern durch die Unwetterkatastrophe aus. Es würden Massengräber ausgehoben, um die Toten baldigst begraben zu können.

Die Hilfe der Menschen vor Ort für die Betroffenen sei beispiellos – mit Kleidern, Nahrungsmitteln und Blutspenden. “Ein Mann hat acht Stunden gewartet, um von seinem Blut abzugeben”, berichtete Pater Hans Stapel.  Wegen der anhaltenden Regenfälle erwartet er weitere Hangrutsche am Stadtrand von Teresópolis.

Unser Hilfswerk hat mit dem Bischof der Diözese Petrópolis, Dom Filippo Santoro, gesprochen. Der Bischof teilte mit, dass in seiner Diözese sehr viele Menschen verschwunden seien und man damit rechnen müsse, dass die Zahl der Todesopfer noch ansteigen werde.

Schlammlawinen seien durch Ortschaften gewälzt und hätten alles mitgerissen. Auch viele Kirchen seien schwer beschädigt worden. Am schwersten betroffen sei in seiner Diözese die Talregion Valle do Cuiabá, die er persönlich besucht habe, um sich ein Bild von den Verwüstungen zu machen.

Unser Hilfswerk stellt der Kirche vor Ort eine Soforthilfe bereit.

So können Sie helfen

14.Jan 2011 16:23 · aktualisiert: 15.Jan 2011 12:44
KIN / T. Waitzmann