Kardinal Maradiaga kommt nach Würzburg

Kardinal Óscar Rodríguez Maradiaga mit der Prayerbox von KIRCHE IN NOT

Kardinal Óscar Rodríguez Maradiaga mit der Prayerbox von KIRCHE IN NOT

Der honduranische Kardinal Óscar Rodríguez Maradiaga wird auf dem “4. Internationalen Kongress Treffpunkt Weltkirche” von KIRCHE IN NOT zur Lage der Kirche und Gesellschaft in Lateinamerika sprechen. Der Präsident von “Caritas International” wird am 18. März im Rahmen eines Podiumsgesprächs mit dem Titel “Lebensfreude und bittere Armut: Lateinamerika” auftreten.

Anfang Dezember hatte die Katholische Akademie in Hamburg eine Veranstaltung mit dem Kardinal abgesagt, nachdem mehrere politisch linksgerichtete Gruppen angekündigt hatten, gegen seine Teilnahme zu demonstrieren. Maradiaga wird seit dem Sommer 2009 heftig angefeindet, da er die Art und Weise des Sturzes von Honduras’ Präsident Zelaya kritisiert, dessen umstrittene Absetzung aber als verfassungskonform gebilligt hatte.

KIRCHE IN NOT-Geschäftsführerin Karin Maria Fenbert sagte, sie kenne Maradiaga als “Mann des Ausgleichs” und schätze seine Meinungen und Lösungsvorschläge zu den drängenden gesellschaftlichen Problemen Lateinamerikas sehr. Sie betonte, dass man mit dem Kongress keine politische Aussage verbinde, sondern den Kardinal als Seelsorger und Kenner der gesellschaftlichen Situation Mittelamerikas eingeladen habe.

Der “4. Internationale Kongress Treffpunkt Weltkirche” findet vom 18. bis 20. März 2011 im Congress Centrum Würzburg statt. Tageskarten kosten 20 Euro, für den gesamten Kongress 35 Euro.

1.Feb 2011 09:17 · aktualisiert: 10.Mrz 2011 15:11
KIN / A. Stiefenhofer