Hilfe für das Apostolat des Gebetes

In Kolumbien fördern wir kontemplative Ordensgemeinschaften

Die Ordensfrauen beim Gebet.

Die Ordensfrauen beim Gebet.

Jahr für Jahr entscheiden sich Dutzende junger Kolumbianerinnen und Kolumbianer für ein Leben im Dienst am Nächsten – ob als Ordensfrau, Ordensmann oder Priester. 96,7 Prozent der 46 Millionen Kolumbianer gehören den christlichen Kirchen an. Ein Drittel nimmt regelmäßig am kirchlichen Leben teil.

Die Geistlichen und ihre pastoralen Mitarbeiter werden gebraucht, denn die Menschen in Kolumbien leben in einer Dauerkrise: Immer wieder liefern sich Polizei, Militär, Drogenkartelle und Guerilla wüste Schlachten, denen Schätzungen zufolge allein in den Neunzigerjahren über 40 000 Menschen zum Opfer fielen. Die Kirche antwortet auf die Verwüstung und Gewalt mit Versöhnung und Liebe und nimmt sich besonders der Not leidenden Bevölkerung in den ländlichen Gebieten an.

Die Ordensschwestern in Malaga beten täglich für ihre Umgebung, die von großer Armut geprägt ist. Die wirtschaftliche Situation in der Region hat sich nach einem besonders harten Winter verschlimmert. Nicht nur die Einwohner leiden unter der Armut, auch die Ordensfrauen kämpfen um ihr tägliches Auskommen.

Die Priorin der Schwestern, Carmen Elena Chaverria, erzählt, dass weder Regierung noch die Kommune sie unterstützen und ihre Einkünfte aus der Herstellung von Hostien, Messwein und liturgischen Gewändern nicht ausreichen. Erschreckt mussten die Schwestern mit Blick auf die letzten Kostenabrechnungen feststellen, dass die Ausgaben weit über den Einnahmen lagen. Im Namen aller bittet uns die Priorin um finanzielle Unterstützung.

Die Ordensschwestern besticken liturgische Gewänder.

Die Ordensschwestern besticken liturgische Gewänder, die sie anschließend verkaufen.

Für die Diözese Malaga ist das Gebetsleben der Klausurschwestern von unschätzbarem Wert – es ist ein Zeugnis gelebten Glaubens in einer von Elend und Gewalt geprägten Umwelt. Die Einwohner besuchen die Schwestern jede Woche und geben sogar noch von dem Wenigen, was sie haben. Sie schenken den Ordensfrauen Gemüse und Käse.

So wird die Anwesenheit der Schwestern zu einer wechselseitigen Nächstenliebe und die kolumbianische Gemeinschaft selbst zum “verborgenen Kraftzentrum der Mission und der Kirche”, wie es der Gründer von KIRCHE IN NOT, Pater Werenfried van Straaten, einst bezeichnete. Für ihn wurde das “Heilige und Spirituelle in einer Welt, die den Sinn für das Sakrale verliert”, durch die kontemplativen Brüder und Schwestern sichtbar.

“Eine Schule der Heiligkeit”

Wie andere kontemplative Gemeinschaften opfern die Schwestern im Kloster ihre Schwierigkeiten für das Wohl der weltweiten Kirche und ihrer Mitmenschen auf. “Es ist eine Schule der Heiligkeit”, meint Schwester Rosa. Für die 32-jährige Ordensfrau ist das kontemplative Leben ein Ausdruck ihrer Liebe zu Jesus, die durch ihr persönliches Gebet noch zunehme.

Sie sagt: “Die Heilige Messe bildet das Zentrum meines geistlichen Lebens. Wenn wir einmal keinen Priester und damit keine Heilige Messe haben, fühle ich ein großes Vakuum in mir, das keiner zu füllen vermag.”

Lassen wir Schwester Rosa und ihre Mitschwestern mit ihrem großen Gottvertrauen und gelebten Glauben nicht im Stich. Sie werden mit einer unschätzbaren Gabe antworten: dem Gebet in unseren persönlichen Anliegen.

KIN / S. Stein