Bombenanschlag auf christliche Kirche

Über 15 Menschen wurden verletzt und zahlreiche Gebäude beschädigt

Louis Sako, Chaldäisch-katholischer Erzbischof von Kirkuk.

Louis Sako, Chaldäisch-katholischer Erzbischof von Kirkuk.

Bei einem Autobombenanschlag auf eine syrisch-katholische Kirche in der nordirakischen Stadt Kirkuk sind am Dienstagmorgen mindestens 15 Personen verletzt worden. Andere Quellen sprechen sogar von 23 Verletzten. Der Sprengsatz beschädigte die Türen und die Inneneinrichtung der Kirche sowie weitere 30 Häuser in der Umgebung.

Erzbischof Louis Sako sagte in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Asianews, dass die Christen in der Stadt traurig und geschockt seien, weil eine heilige Stätte und unschuldige Menschen Ziel des Anschlags waren. Dabei sei der der muslimische Fastenmonat Ramadan eine heilige Zeit des Fastens und Gebetes. Es sei umso mehr eine Sünde, in diesem heiligen Monat Unschuldige zu töten.

“Ich habe mir die Kirche angeschaut und habe die Verletzten in den Krankenhäusern besucht, darunter waren Christen und Muslime. Es ist schrecklich”, sagte Erzbischof Sako gegenüber Radio Vatikan. Örtliche Medien berichteten von einer zweiten Autobombe vor einer Kirche, die jedoch rechtzeitig entschärft werden konnte.

Immer wieder sind die christliche Minderheit und christliche Einrichtungen Ziel von Angriffen und Anschlägen. Darüber haben wir bereits häufiger berichtet. In der Stadt Kirkuk, wo der jüngste Anschlag sich ereignet hat, wurde im Mai 2011 ein Christ enthauptet, nachdem er entführt wurde und es seiner Familie nicht gelang, das Lösegeld für seine Freilassung aufzutreiben.

So können Sie den Christen im Irak helfen:

3.Aug 2011 11:08 · aktualisiert: 10.Jun 2014 11:34
KIN / S. Stein