Ora et Labora – Bete und arbeite!

Beginn der Novene zum bevorstehenden Besuch des Papstes Benedikt XVI.

Der Papst kommt am 22. September 2011 nach Berlin (Foto: Grzegorz Galazka)..

Der Papst kommt am 22. September 2011 nach Berlin (Foto: Grzegorz Galazka).

Am Donnerstag, den 22. September, beginnt der Deutschlandbesuch des Heiligen Vaters. Seine Reisestationen sind Berlin, Erfurt, Etzelsbach und Freiburg im Breisgau.

In den nächsten neun Tagen möchten wir Sie mit Impulsen auf den bevorstehenden Besuch einstimmen. Die Texte sind dem Heft “Novene für den Heiligen Vater Papst Benedikt XVI.” entnommen. Dieses ist unentgeltlich bei uns im Bestelldienst erhältlich.

Die Texte beziehen sich meist auf eine heilige oder selige Person. Am 1. Tag der Novene denken wir an den heiligen Benedikt von Nursia (ca. 480-ca. 550). Nach ihm hatte sich Joseph Ratzinger nach seiner Wahl zum Papst benannt.

Ora et Labora (heiliger Benedikt von Nursia)

“Wie willst Du Dich nennen?”, lautete die zweite Frage des Kardinaldekans, die er im Konklave dem neu gewählten Papst stellte, nachdem dieser im Vertrauen auf die Gnade Gottes seine große Aufgabe angenommen hatte. “Benedikt XVI.”, gab Joseph Ratzinger zur Antwort und vertraute somit sein Pontifikat dem besonderen Schutz des hl. Benedikt von Nursia an, Patron Europas und Vater des abendländischen Mönchtums.

“Der Liebe zu Christus nichts vorziehen”, lautet der Rat des hl. Benedikt, den er uns in seiner berühmten monastischen Regel hinterlassen hat. Im Gegensatz zu einer heute oft gepriesenen leichten und ichbezogenen Selbstverwirklichung ist die erste und unverzichtbare Pflicht eines Schülers des hl. Benedikt “die aufrichtige Suche nach Gott” (Reg. 58,7) auf dem “vom demütigen und gehorsamen Christus vorgezeichneten Weg” (Reg. 5,13). Auf diese Weise, im Dienst am Anderen, wird der Mensch immer mehr Christus ähnlich und gelangt zur wahren Selbstverwirklichung als Geschöpf nach dem Bild und Gleichnis Gottes.

Ohne die Lebenskraft Christi bleibt der Mensch der Gefahr ausgesetzt, der alten Versuchung zu erliegen, sich selbst erlösen zu wollen – eine Utopie, “die gerade im Europa des 20. Jahrhunderts einen Rückschritt ohnegleichen in der leidvollen Geschichte der Menschheit verursacht hat” (Papst Johannes Paul II.).

Das Leben und Wirken des hl. Benedikt übte einen entscheidenden Einfluss auf die Formung der europäischen Kultur und Zivilisation aus und brachte dem Kontinent eine neue geistliche Einheit, aus der die Wirklichkeit entstand, die wir heute “Europa” nennen. Der hl. Benedikt bleibt ein nachdrücklicher Hinweis auf die unverzichtbare christliche Wurzel Europas, ohne die man keine dauerhafte Einheit schaffen kann.

Aus der Generalaudienz vom 9. April 2008

Gebet:
Bitten wir den hl. Benedikt, dass die Völker Europas erneut ihre christlichen Wurzeln entdecken und zur wahren Einheit des Glaubens finden. Lasst uns beten, dass Jesus in unserem Denken und Handeln immer an erster Stelle stehen möge, damit Gott in allem verherrlicht wird und so der Friede auf Erden herrschen kann.

Vater unser …, Gegrüßet seist du, Maria, …, Ehre sei dem Vater …

Vorsatz:
Mach dir heute bewusst, dass Gott bei dir ist und bemüh dich, deine Alltagspflichten in Seiner Gegenwart zu verrichten. Beginne deinen Tag mit dem Gebet. Wende dich auch während deiner Arbeit an den Herrn und schließe den Tag mit dem Gebet ab.

13.Sep 2011 10:15 · aktualisiert: 3.Feb 2015 15:17
KIN / S. Stein