Auf dem Felsen Petri

Zweiter Tag der Novene im Vorfeld des Besuchs von Papst Benedikt XVI.

Bonifatiuskirche in Berlin-Kreuzberg.

Blick auf die Bonifatiuskirche in Berlin-Kreuzberg.

Der von den Britischen Inseln stammende Missionar und Bischof, der von Papst Gregor II. den neuen Namen Bonifatius (673-754) bekam, ging als Apostel Deutschlands in die Geschichte der Kirche ein.

Mit vierzig Jahren verließ er ein erfülltes klösterliches Leben, ein Leben als Mönch und Professor, um auf dem europäischen Festland den einfachen Leuten, den Heiden, das Evangelium zu verkünden.

Die Einheit mit dem Heiligen Vater in Rom lag ihm besonders am Herzen. Die treue Gemeinschaft mit dem Papst war ein zentraler Fixpunkt und Grundsatz seiner Arbeit als Missionar, die er uns gleichsam als sein Testament hinterließ.

In seinem Brief an Papst Zacharias bekannte Bonifatius: “Ich höre niemals auf, diejenigen, die im katholischen Glauben und in der Einheit der römischen Kirche bleiben wollen, und alle, die mir Gott in meiner Sendung als Zuhörer und Schüler gibt, zum Gehorsam gegenüber dem Apostolischen Stuhl aufzufordern.”

Und weiter versicherte er dem Nachfolger Petri: “Es ist mein Wunsch, … in Eurem Dienst zu verharren und Eurem Gebot zu gehorchen, wie geschrieben steht: ‘Höret, geliebte Söhne, auf den Ausspruch des Vaters und handelt so, dass es euch wohl ergehe.‘”

Aus der Gemeinschaft mit dem Papst schöpfte Bonifatius die Kraft und den glühenden Eifer, das Evangelium zu verkünden. Er kämpfte gegen heidnische Kulte, gründete Diözesen und Klöster und pflanzte den germanischen Völkern einen neuen, menschlicheren Lebensstil ein.

Mit großem Pflichtgefühl schrieb er in einem seiner Briefe: “Seien wir weder stumme Hunde noch schweigende Beobachter, noch Söldner, die vor den Wölfen fliehen! Seien wir hingegen eifrige Hirten, die über die Herde Christi wachen, die den wichtigen Personen und den gewöhnlichen, den Reichen und den Armen den Willen Gottes verkünden … zu gelegenen und ungelegenen Zeiten.”

Aus der Generalaudienz vom 11. März 2009 und Kranz, Gisbert, Politische Heilige und katholische Reformatoren, Band 2, Augsburg 1959.

Gebet:
Beten wir um den missionarischen Eifer und die Treue zum Lehramt des Papstes, damit wir in der heutigen Wissens- und Glaubensverwirrung mutig zur Wahrheit des Evangeliums stehen und das Wort Gottes mit lebendigem Glauben unverfälscht allen Menschen verkünden.

Vater unser …, Gegrüßet seist du, Maria, …, Ehre sei dem Vater …

Vorsatz:
Bemüh dich heute, an deinem Glauben und deiner Treue zum Papst festzuhalten, indem du dich in Wort und Tat mutig zu Jesus und seiner Kirche bekennst.

14.Sep 2011 09:36 · aktualisiert: 14.Sep 2011 12:44
KIN / T. Waitzmann