Dürsten nach dem Wort Gottes

Ausgaben der Heiligen Schrift sind in Afrika besonders gefragt

Pater Moise Adekambi, Direktor des Bibelzentrums für Afrika und Madagaskar.

Pater Moise Adekambi, Direktor des Bibelzentrums für Afrika und Madagaskar.

“Die Menschen hungern und dürsten nach dem Wort Gottes.” Mit diesen Worten hat Moïse Adekambi, Direktor des Bibelzentrums für Afrika und Madagaskar (BICAM) auf die anhaltend hohe Nachfrage nach Bibeln und Bildungsangeboten zur Heiligen Schrift in Afrika hingewiesen.

Das Bibelzentrum ist eine Initiative der katholischen Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar. Es wurde 1981 gegründet, um die Verbreitung von Bibeln in den englisch-, französisch- und portugiesischsprachigen afrikanischen Ländern zu koordinieren.

Es dient zudem als Informationszentrum und Netzwerk für Mitarbeiter und Kooperationspartner auf nationaler wie lokaler Ebene. Seit 2004 hat BICAM seinen Sitz in der ghanaischen Hauptstadt Accra.

“Viele Katholiken möchten ihre Kenntnis der Bibel vertiefen”, so der 54-jährige Priester bei einem Besuch von KIRCHE IN NOT, das die Arbeit von BICAM seit Jahren unterstützt. Das wachsende Interesse führt Moïse Adekambi nicht zuletzt auf die Notwendigkeit zurück, den Glauben erklären zu können. Täglich seien die Gläubigen mit Nicht-Katholiken oder Nicht-Christen in Kontakt, die nach dem Glauben fragen. “Dazu muss man die Bibel kennen”, so der Direktor des Bibelzentrums.

Kinder in Pretoria (Südafrika) freuen sich über die Kinderbibel von KIRCHE IN NOT.

Regelmäßig trifft Pater Adekambi Mitarbeiter in West- und Ostafrika. Jedes Jahr veranstaltet BICAM zudem je einen Workshop für die Teams aus den drei Sprach- und Ländergruppen. Alle drei Jahre findet ein Kontinentaltreffen statt, an dem bis zu 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilnehmen. Bei den Ländertreffen 2011 wurde unter anderem über die Notwendigkeit gesprochen, Spenden zu suchen und Hilfsorganisationen für die Bildungsarbeit zu gewinnen.

Moïse Adekambi: “Wir sprechen die Gläubigen an, suchen aber auch Hilfe in Übersee.” So wird Katholiken beispielsweise empfohlen, die Hälfte der Druck- und Übersetzungskosten für eine Bibel zu spenden, also etwa fünf von zehn Dollar zu geben. Exemplare werden nicht nur in europäischen Sprachen herausgegeben, sondern in mehr und mehr afrikanischen. Druck und Verteilung erfolgen dann auf regionaler und nationaler Ebene.

“Ziel all unserer Bemühungen muss es sein, Heilige zu formen, Männer und Frauen, die wahrhaft für Gott und den Nächsten leben, die konsequent das Neue Gebot Jesu befolgen: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben!”
(Pater Werenfried van Straaten)

Schlagworte:
Accra · Afrika · Bibel · Evangelisierung · Katechese · Kinderbibel
KIN / T. Waitzmann