Bombenangriffe auf Nordirak

Katholischer Priester aus Kurdistan bittet um das Gebet für die Menschen vor Ort

Kurdischer Christ beim Gebet.

Kurdischer Christ beim Gebet.

Die Christen im Nordirak sind besorgt über die anhaltenden Bombenangriffe der türkischen Luftwaffe auf Stellungen der kurdischen Arbeiterpartei PKK in ihrer Region.

Ein katholischer Priester aus einem vorwiegend von Christen bewohnten nordirakischen Dorf in der Nähe der türkischen Grenze schrieb an KIRCHE IN NOT: “Die türkischen Bombardements der letzten Wochen waren sehr nahe und heftig. Die Erde bebte unter den Einschlägen.” Der Priester, der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben möchte, fügte hinzu: “Bitte betet für uns!”

Die türkische Luftwaffe hatte Mitte August mit Bombenangriffen auf kurdische Stellungen im Nordirak begonnen, da die dortige Bergregion als Rückzugsgebiet jener Terroristen gilt, die zuvor mehrere Armeeanlagen in der Südtürkei angegriffen und nach Militärangaben zwölf türkische Soldaten getötet hatten.

Nach einem Bombenanschlag der PKK am 20. September in Ankara, der drei Todesopfer gefordert hatte, halten Militärexperten sogar eine baldige Bodenoffensive der türkischen Armee gegen kurdische Stellungen im Nordirak für möglich.

In einem Dorf von christlichen Flüchtlingen in Irakisch-Kurdistan.

In einem Dorf von christlichen Flüchtlingen in Irakisch-Kurdistan.

Christen aus dem ganzen Land waren seit dem Einmarsch der alliierten Truppen im Jahr 2003 in die nordirakischen Kurdengebiete geflohen, weil die dortige Miliz ihre Sicherheit garantierte. Die Christen wurden nach Informationen von KIRCHE IN NOT von der kurdischen Autonomieregierung vor allem in Grenzgebieten zum arabischen Teil des Irak, zur Türkei und zum Iran angesiedelt.

KIRCHE IN NOT bittet um das Gebet für die Christen im Nordirak und ruft die Politik dazu auf, mäßigend auf die Konfliktparteien einzuwirken. “Wir bitten die türkische Regierung, bei ihren militärischen Handlungen im Nordirak auf den unbedingten Schutz der dortigen Zivilbevölkerung zu achten”, sagte KIRCHE-IN-NOT-Geschäftsführerin Karin Maria Fenbert.

Unser Hilfswerk fördert den Aufbau und den Erhalt von Pfarreien im Nordirak unter anderem durch Stipendien für angehende Priester sowie durch den Bau von Kirchen und Gemeindezentren.

So können Sie den Christen im Irak helfen:

Nordirakische Christen besorgt über Bombenangriffe

Die Christen im Nordirak sind besorgt über die anhaltenden Bombenangriffe der türkischen Luftwaffe auf Stellungen der kurdischen Arbeiterpartei PKK in ihrer Region. Ein katholischer Priester aus einem vorwiegend von Christen bewohnten nordirakischen Dorf in der Nähe der türkischen Grenze schrieb dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“: „Die türkischen Bombardements der letzten Wochen waren sehr nahe und heftig. Die Erde bebte unter den Einschlägen.“ Der Priester, der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben möchte, fügte hinzu: „Bitte betet für uns!“

Christen aus dem ganzen Irak waren seit dem Einmarsch der US-Truppen im Jahr 2003 in die nordirakischen Kurdengebiete geflohen, weil die dortige Miliz für ihre Sicherheit garantierte. Die Christen wurden nach Informationen von „Kirche in Not“ von der kurdischen Autonomieregierung vor allem in Grenzgebieten zum arabischen Teil des Irak, zur Türkei und zum Iran angesiedelt.

Die türkische Luftwaffe hatte Mitte August mit Bombenangriffen auf kurdische Stellungen im Nordirak begonnen, da die dortige Bergregion als Rückzugsgebiet jener Terroristen gilt, die zuvor mehrere Armeeanlagen in der Südtürkei angegriffen und nach Militärangaben zwölf türkische Soldaten getötet hatten. Nach einem weiteren Bombenanschlag der PKK am 20. September in Ankara, der drei Todesopfer gefordert hatte, hielten Militärexperten sogar eine baldige Bodenoffensive der türkischen Armee gegen kurdische Stellungen im Nordirak für möglich.

„Kirche in Not“ bittet seine Unterstützer um ihr Gebet für die Christen im Nordirak und ruft die Politik dazu auf, mäßigend auf die Konfliktparteien einzuwirken. „Wir bitten die türkische Regierung, bei ihren militärischen Handlungen im Nordirak auf den unbedingten Schutz der dortigen Zivilbevölkerung zu achten“, sagte „Kirche in Not“-Geschäftsführerin Karin Maria Fenbert heute in München.

Das weltweit tätige katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ fördert den Aufbau und den Erhalt von Pfarreien im Nordirak unter anderem durch Stipendien für angehende Priester sowie durch den Bau von Kirchen und Gemeindezentren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5.Okt 2011 10:55 · aktualisiert: 23.Mrz 2015 10:01
KIN / T. Waitzmann