Hilfe für die Christen in der arabischen Welt

KIRCHE IN NOT unterstützt Resolution zur Religionsfreiheit im Arabischen Frühling

Das Gebäude der Vereinten Nationen in New York. (Foto: I, Padraic Ryan)

Das Gebäude der Vereinten Nationen in New York. (Foto: I, Padraic Ryan)

Am 10. Dezember ist der Internationale Tag der Menschenrechte. An diesem Tag hatte die Generalversammlung der Vereinten Nationen 1948 die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet.

KIRCHE IN NOT setzt sich für die Einhaltung der Religionsfreiheit ein, insbesondere für die freie Religionsübung der Christen. Die Europäische Union und auch deutsche Politiker verstehen die Religionsfreiheit als elementares Menschenrecht.

Mit Hinblick auf die Entwicklungen in den nordafrikanischen Staaten sagte die Sprecherin für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach, dass demokratische Wahlen nicht automatisch zur Verwirklichung von Menschenrechten führen.

Im Vorfeld des Internationalen Tages der Menschenrechte sagte sie: “Wie schwierig die Lage noch immer ist, zeigt die Situation der Christen. Ihnen geht es trotz der Umwälzungen im arabischen Raum deutlich schlechter. Vor allem die Situation der Kopten in Ägypten ist äußerst besorgniserregend.” Ägyptische Bischöfe sagten gegenüber KIRCHE IN NOT sogar, dass sie von den guten Wahlergebnissen islamistischer Parteien geschockt gewesen seien.

Auf einer ökumenischen Konferenz zum Thema “Christenverfolgung heute – Gedenket der Märtyrer” in Schwäbisch Gmünd, bei der KIRCHE IN NOT mitgewirkt hat, einigten sich die Teilnehmenden auf eine Resolution. Darin wird eine umfassende Religionsfreiheit in der arabischen Welt gefordert, denn sie ist entscheidende Grundlage für nachhaltige Veränderungen und stabile Demokratien. Es könne keine echte Freiheit und keine Menschenrechte ohne Meinungs-, Gewissens- und Religionsfreiheit geben.

Schutt- und Trümmerberge vor der Kirche in Kirkuk.

Schutt- und Trümmerberge vor der Kirche in Kirkuk, die am 2. August 2011 bei einem Autobombenanschlag zerstört wurde.

Darüber hinaus werden Politiker aufgefordert, dass Religionsfreiheit umfassend verwirklicht wird: Niemand soll wegen seiner Religionszugehörigkeit diskrimniert werden; außerdem soll ein freiwilliger Wechsel der Religion möglich sein. Die freie Ausübung sowohl im privaten als auch im öffentlichen Leben müsse gewährleistet werden.

Die Resolution wendet sich auch an die Kirche. Sie soll Kontakte zu christlichen Gemeinden und Kirchenbünden in der arabischen Welt aufnehmen, pflegen und ihnen gewünschte und benötigte Unterstützung gewähren. Außerdem sollen Pfarrgemeinden die Thematik der Christenverfolgung aufnehmen und regelmäßig für die verfolgten Christen beten.

So können Sie den verfolgten Christen helfen

Alle in der Medienbox vorgestellten Beiträge sind bei uns unentgeltlich auf CD beziehungsweise DVD erhältlich.

Gebet für die Christen im Nahen Osten

Ikone “Lasst die Kinder zu mir kommen” in Assiut/Oberägypten.

Ikone “Lasst die Kinder zu mir kommen” in Assiut/Oberägypten.

Gott, unser Vater, hab Erbarmen mit dem Nahen Osten.

Deine treuen Diener – jung und alt – sind aufgerufen, Christus zu bezeugen. Mögen sie in dieser aufregenden Zeit gestärkt werden, indem sie deinem geliebten Sohn nachfolgen, der in jener Zeit in ihrer jetzigen Heimat tätig war.

In Gemeinschaft mit unserem Papst Benedikt XVI. beten wir, dass Christen im Nahen Osten ihren Glauben in völliger Freiheit leben können. Ermutige sie, als Werkzeug des Friedens und der Versöhnung zu handeln – vereint mit allen Bürgern in ihren Ländern.

Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn. Amen.

(Gebet von Antonios Kardinal Naguib von Alexandria / Ägypten für KIRCHE IN NOT)

Diesen Text mit der Ikonenabbildung können Sie unentgeltlich als Gebetsblatt bei uns bestellen – entweder bequem in unserem Bestelldienst oder bei:
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Telefon: 089 – 64 24 88-0
Fax: 089 – 64 24 888 50
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9.Dez 2011 13:41 · aktualisiert: 10.Jun 2014 11:23
KIN / S. Stein