“Exzellente Beziehungen”

Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk besucht KIRCHE IN NOT

Weihbischof Sviatoslav Shevchuk bei unserem Kongress.

Großerzbischof Sviatoslav Shevchuk bei der Feier der Heiligen Messe auf unserem Kongress “Treffpunkt Weltkirche”.

Als “exzellent” hat das Oberhaupt der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche, Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk, das Verhältnis zwischen katholischer und orthodoxer Kirche in der Ukraine bezeichnet.

Während eines Besuchs in der internationalen Zentrale von KIRCHE IN NOT in Königstein im Taunus betonte er, noch nie seien die Beziehungen so gut gewesen wie heute. Den freundlichen und brüderlichen Kontakt zu pflegen, liege ihm besonders am Herzen, erklärte Schewtschuk.

Die Ukraine blicke auf mehr als eintausend Jahre Christentum zurück. Im vergangenen Jahrhundert habe sie jedoch eine Zeit des aggressiven Atheismus erlebt. Die besondere Aufgabe der christlichen Kirchen liege darin, “diese christlichen Wurzeln wiederzuentdecken und neue Wege zu finden, um in der Gesellschaft als Christen präsent zu sein”, sagte Schewtschuk.

“In einer Zeit der Unsicherheit, in der sich in der Gesellschaft Prozesse abspielen, von denen viele das Gefühl haben, sie seien nicht mehr kontrollierbar, wird den christlichen Kirchen ein großes Vertrauen entgegengebracht”, erläuterte der Großerzbischof. “Umfragen zufolge vertrauen mir mehr Menschen als dem Präsidenten.”

Da die Kirche nicht vom Staat abhängig sei, könne sie “die Wahrheit sagen und eine wichtige Rolle in der Gesellschaft spielen”. Dem Christentum komme eine wesentliche Rolle für die nationale Einheit der Ukraine zu. “Wir sind neutral, was die Politik betrifft, aber wir lehren die christliche Soziallehre, verkünden das Evangelium und verteidigen die Wehrlosen”, erklärte Schewtschuk. Um dies in authentischer Weise tun zu können, liege eine der Prioritäten für die Kirche in einer guten Ausbildung der Priester.

Unser Hilfswerk unterstützt die Ausbildung der Seminaristen im Priesterseminar von Lemberg (L'viv).

Das Oberhaupt der mit Rom unierten ukrainischen griechisch-katholischen Kirche dankte KIRCHE IN NOT für die Hilfe, die das Hilfswerk seit Jahrzehnten in der Ukraine leistet. Besonders würdigte er den 2003 verstorbenen Gründer unseres Hilfswerks, Pater Werenfried van Straaten.

Er selber sei “eine Frucht der Arbeit und der Wohltätigkeit Pater Werenfrieds”, da er nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion dank eines Stipendiums von KIRCHE IN NOT in Rom promovieren konnte und als Doktor der Katholischen Theologie wieder in seine Heimat zurückkehrte. Dort habe er dann ebenfalls mit der Hilfe von “KIRCHE IN NOT das Priesterseminar von Lemberg wiederaufgebaut.

Unser Hilfswerk unterstützt die Kirche in der Ukraine und bittet dafür um Spenden. Sie können direkt und sicher online spenden oder
Empfänger: KIRCHE IN NOT
Kontonummer: 215 20 02
BLZ: 750 903 00
LIGA Bank München
IBAN: DE63750903000002152002
BIC: GENODEF1M05

Verwendungszweck: Ukraine

Alle in der Medienbox vorgestellten Beiträge sind bei uns unentgeltlich auf Hör-CD beziehungsweise DVD erhältlich.

15.Feb 2012 11:59 · aktualisiert: 15.Feb 2012 12:00
KIN / S. Stein