Irak: Hilfe für christlichen Religionsunterricht

KIRCHE IN NOT unterstützt Syrisch-katholische Kirche bei zwei Lehrerinnengehältern

Der Erzbischof der Syrisch-katholischen Kirche von Bagdad mit zwei Schülerinnen.

Der Erzbischof der Syrisch-katholischen Kirche von Bagdad mit zwei Schülerinnen.

„Ein christlicher Religionslehrer ist in unseren Augen zu wenig, deshalb haben wir auf eigene Kosten zwei weitere ernannt.“ Mit diesen Worten hat Mar Ephrem Yousif Abba, Erzbischof der Syrisch-katholischen Kirche von Bagdad, den kirchlichen Einsatz für christlichen Religionsunterricht an staatlichen Schulen bekräftigt.

In einem Schreiben an unser Hilfswerk bedankt sich der Erzbischof für die Unterstützung: „Unsere Zusammenarbeit trägt dazu bei, Kinder im christlichen Glauben zu erziehen und zu ermutigen, in der Kirche aktiv zu werden.“

Gegenwärtig finanziert die Regierung in Bagdad nach den Worten von Erzbischof Abba die Gehälter von fünf Religionslehrern: vier geben islamischen Unterricht, aber nur einer christlichen. Da die Schulen derzeit von 150 Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis zwölf Jahren besucht werden, die aus christlichen Familien stammen, reicht eine Stelle allein nicht aus.

Deshalb hat der Erzbischof der Syrisch-katholischen Kirche auf eigene Kosten zwei zusätzliche Lehrerinnen engagiert. Seine Begründung: Bestünde das Angebot nicht, würden die christlichen Kinder vermutlich in den islamischen Unterricht geschickt. Die Kosten für die Gehälter der zwei Lehrkräfte liegen nach Angaben des Erzbischofs bei 5.400 Dollar im Jahr.

Erzbischof Abba, Bagdad, mit Religionslehrerin und Schülern.

Erzbischof Abba, Bagdad, mit Religionslehrerin und Schülern.

Weil die Syrisch-katholische Kirche nicht über ausreichend Mittel verfügt, hatte sich Erzbischof Abba an KIRCHE IN NOT gewandt.

23.Feb 2012 16:48 · aktualisiert: 24.Feb 2012 10:52
KIN / T. Waitzmann