Auszeichnung für Professor Rudolf Grulich

Berater von KIRCHE IN NOT erhält in Berlin die BdV-Ehrenplakette

Prof. Dr. Grulich erhält die Ehrenplakette von der Vorsitzenden des BdV, Erika Steinbach MdB.

Prof. Dr. Grulich erhält die Ehrenplakette von der Vorsitzenden des BdV, Erika Steinbach MdB.

Der Kirchenhistoriker und Berater von KIRCHE IN NOT, Professor Dr. Rudolf Grulich, hat in Berlin die Ehrenplakette des Bundes der Vertriebenen (BdV) erhalten. Es ist die höchste Auszeichnung, die der BdV verleiht.

Prof. Dr. Rudolf Grulich wird insbesondere für sein Engagement und für die Verdienste für die sudetendeutsche Volksgruppe ausgezeichnet, in der er zahlreiche Aufgaben übernommen hat. Sein Vertriebenenschicksal und sein christlicher Glaube prägten seine Arbeit und Zielsetzung, heißt es in einer Mitteilung des BdV.

Grulich wurde am 16. April 1944 in Runarz in der Sprachinsel um Deutsch Brodek in Mähren geboren. Mit seiner Familie wurde er nach Oberfranken vertrieben. Nach seinem Abitur studierte er Philosophie, Katholische Theologie und Geschichte in Königstein im Taunus, Zagreb und Augsburg. Die Hochschule in der Taunusstadt bezeichnete Grulich in seiner Dankrede als “Vaterhaus der Vertriebenen”. Sie habe ihn geprägt und das Rüstzeug für seine Arbeit gegeben.

Heute lehrt Professor Grulich Kirchengeschichte an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Seit 1988 ist er Wissenschaftlicher Direktor des “Instituts für Kirchengeschichte von Böhmen – Mähren – Schlesien” in Nidda.

Für ein Recht auf Heimat eintreten

Prof. Dr. Rudolf Grulich ist KIRCHE IN NOT besonders verbunden. Von 1982 bis 1985 leitete er die Informationsabteilung der Internationalen Zentrale in Königstein im Taunus. Bis heute berät er KIRCHE IN NOT unter anderem zu den Themen Osteuropa, Islam und Türkei. Außerdem leitete er mehrmals Pilgerfahrten, die unter anderem von KIRCHE IN NOT durchgeführt wurden.

In Publikationen und Reisen bringt er Menschen den ostmitteleuropäischen Raum näher. Dabei steht für ihn auch die Versöhnung zwischen Deutschen und Tschechen im Vordergrund. In seiner Rede betonte Grulich, dass er sich weiterhin darum bemühen werde, die europäischen Kulturleistungen der Ostdeutschen nicht in Vergessenheit und Verschweigen versinken zu lassen. “Dazu gehört auch das Eintreten für das Recht auf Heimat und der Kampf gegen Vertreibung und Deportation”, so der Preisträger wörtlich.

In der Vergangenheit ist Grulich bereits mit renommierten Ehrungen ausgezeichnet worden. So er erhielt 2008 zum Beispiel das Bundesverdienstkreuz am Bande und 2010 den Großen Sudetendeutschen Kulturpreis.

KIRCHE IN NOT gratuliert Prof. Dr. Rudolf Grulich zu dieser hohen Auszeichnung.

Alle in der Medienbox vorgestellten Beiträge sind bei uns unentgeltlich auf CD beziehungsweise DVD erhältlich.

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21.Mrz 2012 16:20 · aktualisiert: 16.Apr 2015 15:36
KIN / S. Stein