“Ich danke Ihnen für Ihre Hilfe”

Unterstützen Sie mit Ihren Mess-Stipendien die Priester in Kuba

Priester bei einem Gottesdienst in Kuba.

Priester bei einem Gottesdienst in Kuba.

Die Bitte von Erzbischof Dionisio García Ibáñez ist kurz, aber dafür eindeutig: „Die kritische wirtschaftliche Situation in Kuba, insbesondere in der Erzdiözese Santiago von Cuba, machen es schwer, alle Bedürfnisse zu decken — darin eingeschlossen auch die liturgischen und pastoralen Anforderungen jeder Pfarrei oder Gemeinschaft“.

Deshalb hat uns der Erzbischof um Mess-Stipendien für 31 Priester seiner Erzdiözese gebeten. KIRCHE IN NOT hat ihm 1200 Missae Ordinariae sowie 31 Novenen versprochen. Damit wäre der Unterhalt der Priester wenigstens für einige Monate gesichert.

Auch für elf Priester in der Diözese Ciego de Ávila, im Zentrum des Landes, wollen wir Mess-Stipendien bereitstellen. „Die Mess-Stipendien helfen uns sehr, denn die Einnahmen der Kirche sind nur symbolisch“, schreibt der dortige Bischof Mario Mestril Vega. Selbst die Kollekte in der Kathedrale betrage maximal umgerechnet ungefähr neun Euro, zumal es nur wenige Gottesdienstbesucher gibt.

Ein Brot kostet auf der Lebensmittelmarke etwa 16 Cent. Pro Monat muss in Kuba ein halber Monatslohn allein in den Bedarf an Grundnahrungsmitteln investiert werden! In den Gemeinden gibt es einmal pro Jahr eine Kollekte für das Seminar, doch auch diese kann den Unterhalt der Priester nicht decken. Die Priester sind für jede Spende dankbar.

Der Erzbischof von Santiago de Cuba, Dionisio Garcia Ivanez, bei der Feier eines Gottesdienstes.

Der Erzbischof von Santiago de Cuba, Dionisio Garcia Ivanez, bei der Feier eines Gottesdienstes.

So zum Beispiel Miguel Eduardo Proaños Hernández, ein Gemeindepfarrer, der für jeden Wohltäter den Segen der Jungfrau der Barmherzigkeit von El Cobre erbittet, oder Pater Alexander Rojas Zapata, der zwei Jahre lang in einer Gemeinde in Kolumbien arbeitete und Mess-Stipendien erhielt. Er schreibt uns: „Ich kann es nicht lassen, ihnen für Ihre Hilfe zu danken.“ Mess-Stipendien hätten ihm den Unterhalt gesichert. Dadurch habe er sich auf die Bauarbeiten für eine Kirche und ein Pfarrhaus seiner Gastgemeinde konzentrieren können. Zum Dank möchte er 100 Messen für die Wohltäter feiern.

„Es ist nicht einfach, in diesen sehr reglementierten Umständen wie hier in Kuba zu arbeiten“, meint der afrikanische Pater Meshack Zedi Shiundu. Er betreut mit einem zweiten Priester ein Gebiet mit 60 000 Einwohnern und dankt KIRCHE IN NOT für die finanzielle Unterstützung. Mit einem Teil der Mess-Stipendien kaufe die Gemeinde Papier für die Katechesen und Getränke für die Jugendtreffen. Sie verwende die Einnahmen auch, um den Transport von Kranken zu bezahlen.

Einzug der Priester in einer Kirche im Bistum Sankt Clara.

Einzug der Priester in einer Kirche im Bistum Sankt Clara.

„Wann immer die Menschen eine katholische Kirche sehen, erhoffen sie sich Hilfe, auch wenn sie nicht katholisch sind“, berichtet Pater Meshack. „Wir treffen oft kranke Menschen, die ins Krankenhaus gebracht werden müssen, und nutzen dafür unser eigenes Auto, weshalb wir mehr Benzinkosten haben.“

Der Durchschnittslohn in Kuba liege bei umgerchnet 18 US-Dollar, erzählt der spanische Pater Juan Pozuelo Jiménez. Das Geld helfe auch einzelnen Personen in seiner Gemeinde im Lebensunterhalt. Ein Paar Schuhe kosten zwischen 15 und 18 Dollar. „Mit diesem Gehalt ist es nicht möglich, die Kosten für Lebensmittel, Strom und Kleidung zu decken“, schreibt er.

In der Diözese Sankt Clara hoffen 33 Priester auf Hilfe. „Wir wissen, dass die Mess-Stipendien weniger werden und dass es jedes Mal schwieriger wird, Katholiken zu treffen, die Mess-Stipendien an die bedürftigen Diözesen herantragen, die weit weg von ihrer Heimat sind“, schreibt Bischof Marcelo Arturo González Amador. Deshalb versichert er, dass „diese Messen immer gefeiert werden“ und er dankt allen Wohltätern sehr herzlich, die sich nicht von der großen Entfernung abhalten lassen.

Auch die Priester in seiner Diözese können mit den Spenden notwendige Ausgaben zumindest teilweise begleichen, zum Beispiel Benzinkosten für den Wagen für ihre Pastoralarbeit. Die Mess-Stipendien werden sehr wertgeschätzt, „nicht nur von den Priestern, sondern auch von den christlichen Gemeinschaften“. 33 Priester sind es in der Diözese. Wir wollen sie mit 1500 Mess-Stipendien unterstützen.

 

KIN / S. Stein