80.000 Euro für Flüchtlinge in Syrien
KIRCHE IN NOT hilft Familien aus der umkämpften Stadt Homs
Unser Hilfswerk hat 80.000 Euro als Soforthilfe für Flüchtlinge aus der syrischen Stadt Homs bereitgestellt. In den vergangenen sechs Wochen sind große Teile der christlichen Bevölkerung aus der Stadt geflohen. Mehrere zehntausend Menschen haben Zuflucht in Orten im Umkreis gefunden.
Die Hilfsmittel gehen direkt an die betroffenen Familien. Sie erhalten monatlich rund 45 Euro, um sich mit Grundnahrungsmitteln und Unterkünften zu versorgen.
Bischof Antoine Audo, der chaldäisch-katholische Bischof von Aleppo, zeigte sich gegenüber KIRCHE IN NOT besorgt über die Lage in der Bürgerkriegsregion. „Die Christen wissen nicht, wie es mit ihnen weitergehen soll. Sie haben Angst, nicht in ihre Häuser zurückkehren zu können“, so der Bischof.
Er bat wegen der schwierigen Situation der Christen um eine umgehende und schnelle Hilfe. Seinen Dank an die Wohltäter von KIRCHE IN NOT verband der Bischof mit der Bitte um ihr Gebet und um die Zusammenarbeit für den Frieden in Syrien. Bischof Audo befürchtet, das Land könnte zu einem zweiten Irak werden, mit Angriffen auf Kirchen, der erzwungenen Vertreibung und der Entführung von Christen.
Die Nachrichtenlage zur Situation in Homs ist nach wie vor unübersichtlich. Der Ort zählte bislang zu den syrischen Städten mit einer großen christlichen Bevölkerung. Jetzt wird aus der Stadt berichtet, Islamisten würden in zwei Stadtvierteln die Christen zwingen, ihre Häuser sofort zu verlassen. Anderen Berichten zufolge verlassen Christen diese freiwillig, um der Gewalt zuvorzukommen.
Wie der Narichtendienst “Fides News” am Mittwoch mitteilte, ist die Kollekte der Vesper mit Papst Benedikt XVI. am Gründonnerstag für die syrischen Flüchtlinge bestimmt. Dies bezeichnet der maronitische Erzbischof von Damaskus, Samir Nassar, als ,,eine großherzige Geste des Heiligen Vaters mit Blick auf die große Not unseres Volkes, das auch unter den Auswirkungen des Embargos leidet”. Die Spenden sind ausdrücklich für die Opfer des Konflikts bestimmt.
- Libanesischer Bischof über die Lage im Nachbarland Syrien
- Religionsfreiheit, aber Mission ist verboten. Christentum in Syrien
- Mehr zur Religionsfreiheit in Syrien (PDF)
- Hier können Sie für Projekte im Nahen Osten spenden. Bitte geben Sie als Verwendungszweck “Papstprojekte” an.
- Mehr zu unserer Aktion “Papstprojekte”
Gebet für den Nahen Osten
Gott, unser Vater, hab Erbarmen mit dem Nahen Osten.
Deine treuen Diener – jung und alt – sind aufgerufen, Christus zu bezeugen. Mögen sie in dieser aufregenden Zeit gestärkt werden, indem sie deinem geliebten Sohn nachfolgen, der in jener Zeit in ihrer jetzigen Heimat tätig war.
In Gemeinschaft mit unserem Papst Benedikt XVI. beten wir, dass Christen im Nahen Osten ihren Glauben in völliger Freiheit leben können. Ermutige sie, als Werkzeug des Friedens und der Versöhnung zu handeln – vereint mit allen Bürgern in ihren Ländern.
Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn. Amen.
(Gebet von Antonios Kardinal Naguib von Alexandria / Ägypten für KIRCHE IN NOT)
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![Beschossene Autos [Titel]](http://www.kirche-in-not.de/files/2012/03/Homs-Beschossene-Autos.jpg)




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