Hilfsprojekte des Monats

Einige Beispiele unserer weltweiten Hilfe für den Monat April

Kinder und junge Erwachsene im Dorf Puol.

Kinder und junge Erwachsene im Dorf Puol.

Jeden Monat stellen wir Ihnen eine Auswahl mehrerer Projektbeispiele aus der ganzen Welt vor. Diesmal bitten wir Sie um Ihre Unterstützung und Ihre Spende für die Christen in Äthiopien, El Salvador, Indien, Kroatien, Kuba, Philippinen, Rumänien und Südsudan.

Ganz im Westen Äthiopiens liegt das Apostolische Vikariat Gambela. Es ist eine besonders arme Region. In der Vergangenheit haben die Menschen unter dem Bürgerkrieg im Nachbarland Sudan gelitten. Hunderttausende Sudanesen flohen nach Äthiopien.

Aber nicht nur blutige Konflikte oder Flüchtlingsströme machen den Menschen in der Region Gambela zu schaffen. Es sind auch die Überschwemmungen des Flusses Baro. Er flutet häufig das Dorf Puol, so dass es bis zu vier Monate von der Außenwelt abgeschnitten ist. Der Priester kommt dann mit dem Motorboot in die Gemeinde.

In Puol wollen wir eine solide, aus Stein gebaute Mehrzweckhalle für die Gläubigen errichten, wo sie sich zur heiligen Messe, zum Gebet, zur Katechese und anderen Aktivitäten treffen können. Bisher ist das Gemeindegebäude aus Lehm und Holz gebaut, doch die regelmäßigen Überschwemmungen und der Termitenfraß setzen dem Gebäude zu.

Ein griechisch-katholischer Priester aus Rumänien hat sich an KIRCHE IN NOT gewandt und uns um Hilfe bei einer Renovierung gebeten. Er lebt mit seiner Familie in einem alten Pfarrhaus, das dringend sanierungsbedürftig ist. Die Wände sind feucht, die Türen und Fenster sind undicht und müssen ausgetauscht werden. Auch der Einbau einer Heizung ist notwendig.

Er selbst kann für die Renovierung nicht alleine aufkommen. Priester der griechisch-katholischen Kirche bekommen vom Staat nämlich nur eine kleine finanzielle Zuwendung für den Lebensunterhalt, die unter der durchschnittlichen Lohnuntergrenze in Rumänien liegt. Sie leben daher oft von dem, was die Gläubigen, die selbst in der Regel arm sind, ihnen für ihren Dienst geben.

Muslimische und christliche Jugendliche in einem gemeinsamen Workshop.

Philippinische Jugendliche in einem Workshop.

In diesem Monat unterstützen wir außerdem ein besonderes Projekt auf den Philippinen. Auf der Insel Basilan leben mehrheitlich Muslime, obwohl das Land überwiegend christlich ist. Dort ist es in der Vergangenheit bereits zu Todesdrohungen gegenüber Priestern gekommen.

Die katholische Kirche kümmert sich vor allem um die Jugendarbeit. Zum einen veranstaltet sie Besinnungstage, Glaubenskurse und Gebetstreffen, zum anderen will sie aber auch das friedliche Miteinander der Religionen fördern und zu gegenseitigem Respekt beitragen. Auch in diesem Jahr fördern wir dieses wertvolle Projekt.

Ein Anliegen unseres Hilfswerks ist die Hilfe für die Ausbildung von Priestern, so zum Beispiel in Indien. In einer besonders armen Region im Norden und Nordosten Indiens liegt das Priesterseminar von Ranchi. Dort gibt es 241 Männer aus verschiedenen Diözesen, die sich auf den Priesterberuf vorbereiten. Die Kirche kümmert sich in dieser Region nicht nur um die Seelsorge, sondern auch um die Ausbildung von Kindern, damit sie lesen und schreiben lernen, sowie um kranke und arme Menschen.

Gruppenfoto der Seminaristen aus Ranchi.

Gruppenfoto der Seminaristen aus Ranchi.

“Dank Ihrer Hilfe sind wir in der Lage, diese wunderbare, fast einhundert Jahre alte Institution, das St.-Albert-Kolleg, das als Priesterseminar mehreren Diözesen und Ordensgemeinschaften dient, zu unterhalten”, schreibt uns Pater Prasad Pinto, der Rektor der Einrichtung.

“Not, Liebe und Dank sind die Triebfedern unserer Arbeit für die Kirche in Not”, sagte Pater Werenfried einmal. Wichtig ist uns, die Frohe Botschaft zu den Menschen zu bringen. In manchen Regionen der Welt ist das nicht so einfach, denn oft leben die Menschen weit verstreut und die Besuche durch einen Pfarrer sind selten.

Damit diese schnell zu den Gläubigen gelangen können, benötigen sie auch geeignete Fahrzeuge. In diesem Monat unterstützen wir zum Beispiel die Franziskanerinnen in der Diözese Wau im Südsudan und eine Gemeinde in der Diözese San Miguel in El Salvador. Für ihre Seelsorge ist ein geeignetes Fahrzeug mit Allradantrieb wichtig, denn die Infrastruktur in ihren Ländern ist extrem schlecht.

Schlechte Straßen und uralte Fahrzeuge

In Kuba ist das auch der Fall. Nicht nur die Straßen sind schlecht ausgebaut, sondern auch die Autos und Busse im Land sind uralt. Dennoch pilgern rund eine halbe Million jedes Jahr zum nationalen Heiligtum El Cobre, das Papst Benedikt XVI. bei seiner Reise kürzlich besucht hat.

Vor allem für Pilger aus dem Westen des Landes ist die Strecke in das im Südosten Kubas gelegene El Cobre weit. Daher müssen sie eine Übernachtung einplanen. In der Stadt Camaguey unterstützen wir die Renovierung einer Pilgerunterkunft. Besonders in diesem Jahr machen sich viele Wallfahrer nach El Cobre auf, denn Kuba feiert den 400. Jahrestag der Auffindung der “Barmherzigen Jungfrau”, der Schutzpatronin des Landes.

Die Gläubigen stehen an den vielen Beichtstühlen an.

Die Gläubigen in Sinj / Kroatien stehen an den vielen Beichtstühlen an.

Auch in Sinj auf der Insel Split in Kroatien wird ein Gnadenbild der Muttergottes verehrt. An Mariä Himmelfahrt kommen zehntausende Pilger dorthin. 50 bis 60 Priester hören dann die Beichte. Die Kirche platzt besonders an Festtagen aus allen Nähten. Daher ermöglichen wir eine Erweiterung der Kirche, damit auch alle Platz haben.

Die vorgestellten Projekte sind nur wenige Beispiele unserer Arbeit. Sie können für diese und für andere Projekte von KIRCHE IN NOT einfach und sicher online spenden. Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Hilfe und Unterstützung.

 

3.Apr 2012 07:16 · aktualisiert: 3.Apr 2012 07:36
KIN / S. Stein