Großes Interesse an Glaubensfragen

Positiver Rückblick auf den Katholikentag 2012 in Mannheim

Wasserturm in Mannheim

Der Wasserturm, das Wahrzeichen Mannheims.

Vom 16. bis 20. Mai fand in Mannheim der Katholikentag 2012 statt. Unser Hilfswerk war dort mit einem Stand vertreten und stellte dort die Arbeit vor. “Wir haben ein großes Interesse an Glaubensfragen gespürt, vor allem auch bei jungen Menschen”, blickt Karin Maria Fenbert, Geschäftsführerin von KIRCHE IN NOT auf die Tage in Mannheim zurück.

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Sie sieht darin einen Trend bestätigt: “Viele Katholiken kennen inzwischen ihren eigenen Glauben nicht mehr richtig. Aber sie sind intensiv auf der Suche und für jede Hilfe dankbar, die wir ihnen anbieten.”

Eine andere Beobachtung kommt laut Frau Fenbert hinzu: “Die Debatte um Reformen innerhalb der Kirche war in unseren Gesprächen am Stand auf der Kirchenmeile kein Thema. Das Glaubenswissen ist inzwischen so weit erodiert, dass es den Menschen wirklich um die Grundlagen geht. Sie wollen einfach nur wissen, was es heißt, römisch-katholisch zu sein.”

Als pastorales Hilfswerk unterstützt KIRCHE IN NOT verfolgte, bedrängte und Not leidende Christen weltweit. “Das bedeutet für uns, auch hier in Deutschland Initiativen zur Neuevangelisierung anzustoßen, wo viele Christen in einer spirituellen Not sind”, betont Frau Fenbert. Der Katholikentag habe gezeigt, dass KIRCHE IN NOT damit auf dem richtigen Weg ist.

Bischof Franjo Komarica (Banja Luka / Bosnien-Herzegowina) und Karin M. Fenbert.

Bischof Franjo Komarica (Banja Luka / Bosnien-Herzegowina) und Karin M. Fenbert, Geschäftsführerin von KIRCHE IN NOT Deutschland, im Gespräch am Stand unseres Hilfswerks..

“Wir haben an unserem Stand auch Flyer ausgelegt mit einer Anleitung zum Gebet des Rosenkranzes. Die große Nachfrage hat uns überrascht. Wir haben noch in Mannheim Kopien angefertigt. Auch unsere beiden Mitarbeiterinnen, die mit den Gästen des Standes Rosenkränze knüpften, waren fast pausenlos im Einsatz.”

Auch Materialien zur Familienpastoral und die “Prayerbox” seien sehr gefragt gewesen. Die kleine Metalldose enthält einen Rosenkranz, ein Kreuz, ein Fläschchen mit Weihwasser und einen Zettel mit Grundgebeten. Viele Besucher hätten sich spontan von der Prayerbox begeistert gezeigt. “Solche Hilfen wollen die Menschen heute”, ist Frau Fenbert überzeugt, “aber nicht diese ständigen innerkirchlichen Reformdiskussionen, die uns nicht wirklich weiterbringen. Gerade junge Menschen stört das sogar.”

Der nächste Katholikentag findet 2014 in Regensburg statt. Wir danken allen, die unseren Stand während des Katholikentags besucht haben.

24.Mai 2012 16:06 · aktualisiert: 20.Mrz 2014 12:25
KIN / S. Stein