Augsburger beten für verfolgte Christen

Gut besuchte Kundgebung am Rathaus und ökumenische Kreuzwegandacht im Dom

Geistliche unterschiedlicher Konfession beten im Augsburger Dom.

Geistliche unterschiedlicher Konfession beten im Augsburger Dom.

Über 400 katholische, evangelische und orthodoxe Christen haben sich am Sonntagabend auf Einladung von KIRCHE IN NOT im Augsburger Dom zum Gebet für ihre Glaubensgeschwister im Nahen Osten versammelt.

Domdekan Prälat Dr. Bertram Meier, der im Bistum Augsburg für Mission, Entwicklung und Frieden zuständig ist, leitete die ökumenische Kreuzweg-Andacht, an der sich weitere Geistliche unterschiedlicher Konfessionen beteiligten.

In seiner Eröffnungsansprache rief Meier zum Gebet für die Menschen im Nahen und Mittleren Osten auf: “Bitten wir darum, dass für die Christen der sogenannte Arabische Frühling nicht zu einer Eiszeit wird!”

Meier sprach damit die Diskriminierung und Unterdrückung besonders der Christen an: “Ob Irak, Syrien, Ägypten, Türkei oder viele andere Länder auf der Erde: Für zahllose Christen ist Religionsfreiheit nur ein Traum. Wie wir Christen auch anderen Religionen das Recht zuerkennen, sich zu entfalten, wünschen wir uns für unsere leidenden Brüder und Schwestern, dass sie ihren christlichen Glauben leben und frei bekennen können.”

Auf dem Rathausplatz in Augsburg fand eine Kundgebung unter dem Motto “Glaube braucht Bekenntnis — verfolgte Christen brauchen Hilfe” statt.

Auf dem Rathausplatz in Augsburg fand eine Kundgebung unter dem Motto “Glaube braucht Bekenntnis — verfolgte Christen brauchen Hilfe” statt.

Unter der Leitung von Domdekan Prälat Dr. Meier wurden Texte der Kreuzwegandacht vorgetragen unter anderem vom evangelisch-lutherischen Pfarrer Gottfried Limpert, vom griechisch-orthodoxen Erzpriester Apostolos Malamoussis, von Pfarrer Qasha Marqus Zaya von der Assyrischen Kirche des Ostens sowie von Suleyman Ögünc vom Augsburger Mesopotamien-Verein.

Zuvor hatte auf dem Rathausplatz eine Kundgebung stattgefunden unter dem Motto “Glaube braucht Bekenntnis — verfolgte Christen brauchen Hilfe”. Der Hauptredner, Bundestagsvizepräsident Eduard Oswald (CSU), sagte: “Wahrer Friede ist nur dort, wo Religionen friedlich nebeneinander und miteinander leben.”

Von Unterdrückung und Vertreibung betroffene Christen unterschiedlicher orientalischer Konfessionen schilderten ihr Schicksal und appellierten an Gesellschaft und Politik, sich stärker für die Durchsetzung der Religionsfreiheit in ihren Ländern einzusetzen.

Blick in den gut gefüllten Augsburger Dom.

Der Dom in Augsburg war mit über 400 Gläubigen unterschiedlicher Konfessionen sehr gut gefüllt.

Bereits seit vier Jahren veranstaltet KIRCHE IN NOT immer Mitte September, in zeitlicher Nähe zum Fest “Kreuzerhöhung”, einen “Kreuzweg für die verfolgte Kirche” in Augsburg. Das Hilfswerk legt außerdem regelmäßig eine Dokumentation über die Situation von Christen in aller Welt vor.

Sie trägt den Titel “Christen in großer Bedrängnis” und kann auf in unserem Bestelldienst auf unserer Internetseite oder im Münchner Büro des Hilfswerks unentgeltlich bestellt werden:
KIRCHE IN NOT
Lorenzonistr. 62
81545 München

Tel.: 089 / 64 24 888 0
Fax: 089 / 64 24 888 50
E-Mail: kontakt@kirche-in-not.de

So können Sie den unterdrückten Christen helfen

17.Sep 2012 15:04 · aktualisiert: 10.Jun 2014 11:32
KIN / S. Stein