Weitere Hilfe für syrische Flüchtlinge

KIRCHE IN NOT stellt dringend benötigte Soforthilfe zur Verfügung

Kind in einem Flüchtlingslager in Jordanien.

Kind in einem Flüchtlingslager in Jordanien.

Mit weiteren 155.000 Euro Soforthilfe unterstützt KIRCHE IN NOT die notleidende Bevölkerung im Bürgerkriegsland Syrien und in den Flüchtlingslagern der Nachbarstaaten.

Der zuständige Länderreferent bei KIRCHE IN NOT, Pater Andrzej Halemba, betonte, dass sich die Situation der vor den anhaltenden Kämpfen schutzsuchenden Flüchtlinge aufgrund der winterlichen Temperaturen verschärft habe.

Auch in den Flüchtlingslagern im Libanon und in Jordanien seien die Menschen dringend auf Hilfe angewiesen. Die Soforthilfe wird für Nahrung, Energie und medizinische Versorgung verwendet und über die kirchliche Infrastruktur im Land verteilt. Weitere Hilfen sind geplant.

Im Jahr 2012 hatte KIRCHE IN NOT den syrischen Flüchtlingen mit über 470.000 Euro geholfen. Mehr als zwei Drittel des Geldes wurden für Hilfsgüter verwendet, mit dem Rest wurden Seelsorger unterstützt, die sich um die Flüchtlinge kümmern.

„Seit Anfang des Jahres haben wir zahlreiche neue Hilferufe aus Syrien und den Nachbarländern erhalten”, berichtet Halemba. Die meisten Hilfen würden in Aleppo und dem sogenannten „christlichen Tal” bei Homs benötigt. Dort sei die Lage der Flüchtlinge besonders kritisch.

KIRCHE IN NOT unterstützt die Versorgung syrischer Flüchtlinge in Jordanien.

KIRCHE IN NOT unterstützt die Versorgung syrischer Flüchtlinge in Jordanien.

„Syriens Christen leben in Angst”, sagt er. „Täglich erreichen uns Berichte darüber, wie sehr die Menschen unter den Kämpfen leiden.” Die Zukunft der syrischen Christen im eigenen Land sei ungewiss. „Sie vertrauen nicht dem Staat, sondern der Kirche. Deshalb ist es wichtig, die Hilfe über kirchliche Strukturen zu verteilen”, erklärte Halemba.

KIRCHE IN NOT will die Hilfe aber nicht auf den humanitären Aspekt beschränken. Nahrungsmittel, Medikamente und Decken sind wichtig, doch als kirchliches Hilfswerk will KIRCHE IN NOT die Flüchtlinge auch religiös betreuen und ihnen Seelsorger zur Verfügung stellen.

Gebet für den Nahen Osten

Ikone “Lasst die Kinder zu mir kommen” in Assiut/Oberägypten.

Ikone “Lasst die Kinder zu mir kommen” in Assiut/Oberägypten.

Gott, unser Vater, hab Erbarmen mit dem Nahen Osten.

Deine treuen Diener – jung und alt – sind aufgerufen, Christus zu bezeugen. Mögen sie in dieser aufregenden Zeit gestärkt werden, indem sie deinem geliebten Sohn nachfolgen, der in jener Zeit in ihrer jetzigen Heimat tätig war.

In Gemeinschaft mit unserem Papst Benedikt XVI. beten wir, dass Christen im Nahen Osten ihren Glauben in völliger Freiheit leben können. Ermutige sie, als Werkzeug des Friedens und der Versöhnung zu handeln – vereint mit allen Bürgern in ihren Ländern.

Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn. Amen.

(Gebet von Antonios Kardinal Naguib von Alexandria / Ägypten für KIRCHE IN NOT)

Diesen Text mit der Ikonenabbildung können Sie unentgeltlich als Gebetsblatt bei uns bestellen – entweder bequem in unserem Bestelldienst oder bei:
KIRCHE IN NOT
Lorenzonistraße 62
81545 München
Telefon: 089 – 64 24 888-0
Fax: 089 – 64 24 888 50
E-Mail: kontakt@kirche-in-not.de

24.Jan 2013 15:55 · aktualisiert: 5.Feb 2014 08:45
KIN / S. Stein