Hilfsprojekte des Monats

Ausgewählte Beispiele unserer weltweiten Hilfe im Juni

Die Missionare der Armen kümmern sich unter anderem um Menschen mit Behinderung.

Die “Missionare der Armen” kümmern sich unter anderem um Menschen mit Behinderung.

Jeden Monat stellen wir Ihnen eine Auswahl mehrerer Projektbeispiele aus der ganzen Welt vor. Diesmal bitten wir Sie vor allem um Ihre Gebetsunterstützung und Spende für die Christen in Bolivien, Elfenbeinküste, Georgien, Jamaika, Pakistan, Serbien, Sudan und Ukraine.

Die „Missionare der Armen” kümmern sich in Jamaika vor allem um Menschen mit Behinderung, obdachlose und arme Menschen, Strafgefangene und andere Menschen am Rande der Gesellschaft.

Sie betreuen Begegnungsstätten und Sozialstationen, aber auch Orte der Stille und des Gebetes. Der Gründer Pater Richard Ho Lung war mit einigen Missionaren auch Gast bei unserem Kongress „Treffpunkt Weltkirche” 2011 in Würzburg.

Schon seit einiger Zeit unterstützen wir die wertvolle Arbeit des jungen Ordens. Dabei ist nicht nur ihre praktische Hilfe für die bedürftigen Menschen wichtig. In diesem Jahr fördern wir die Ausbildung von 106 Ordensbrüdern und 44 Novizen, damit sie ihren Dienst an den Menschen und ihr geistliches Leben auf ein sicheres Fundament stellen können.

Im Sudan möchten wir die Weiterbildung von Priestern ermöglichen, denn sie stehen den Gläubigen nicht nur in der Seelsorge zur Seite. Die Menschen erhoffen sich von ihren Pfarrern auch Hilfe bei der Erziehung oder materielle Unterstützung. In einem muslimisch geprägten Umfeld, in dem die Scharia-Rechtsprechung gilt, ist die Arbeit der Priester für die Gläubigen besonders wichtig.

Gabriel Kardinal Zubeir Wako, Erzbischof von Khartum, bei einer heiligen Messe im Priesterseminar.

Gabriel Kardinal Zubeir Wako, Erzbischof von Khartum, bei einer heiligen Messe im Priesterseminar.

Diese Umstände bringen viele Priester an ihre Belastbarkeit. Bei gemeinsamen Treffen können sie sich darüber austauschen, wie man den Herausforderungen begegnen kann. Für die Durchführung der Weiterbildungsprogramme hat uns der Erzbischof von Khartum um Hilfe gebeten, die wir gerne gewähren, damit die Priester ihren vielseitigen Dienst auch in Zukunft ausüben können.

Auch in Pakistan leben die Christen in einem muslimisch geprägten Umfeld; dort kommt es immer wieder zu gewalttätigen Übergriffen auf die christliche Minderheit. Der Pfarrer aus der Stadt Pansara möchte die Lebensbedingungen der Menschen verbessern und hat in seiner Pfarrei ein besonderes Projekt begonnen: Er will Familien helfen, die in einer Ziegelei arbeiten und dort ausgebeutet werden.

Sie leben unter elenden und unhygienischen Verhältnissen, oft müssen die Kinder sogar in der Fabrik mitarbeiten. Für diese Familien möchte er eine kleine Siedlung bauen, damit sie würdig und sauber leben können. Neben einer Schule und einer Krankenstation soll auch eine Kapelle gebaut werden. Dafür bittet Pfarrer Parvez um Unterstützung von KIRCHE IN NOT.

In der Einrichtung für Menschen mit Behinderung in Achalziche. Rechts: KIRCHE-IN-NOT-Referent Pater Andrzej Halemba.

In der Einrichtung für Menschen mit Behinderung in Achalziche (Georgien).

Der Kamillianerorden kümmert sich in Georgien um Menschen mit Behinderung. Für sie gibt es nur wenige Betreuungszentren. Familien werden in der Regel mit der Pflege und Betreuung alleingelassen, vor allem in ländlichen Gebieten.

Der Orden möchte nun in einer Kleinstadt im Süden des Landes eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung ausbauen. Dort sollen sie nach ihren Möglichkeiten gefördert und versorgt werden. Das Haus soll Platz bieten für 30 betreute Personen. Für dieses Projekt ist der Orden allerdings auf finanzielle Unterstützung angewiesen, die er sich von Wohltätern von KIRCHE IN NOT erhofft.

Auch in einem anderen Teil der ehemaligen Sowjetunion wollen wir in diesem Monat besonders helfen. Nach langen Jahren der atheistischen Sowjetherrschaft gibt es wieder viele lebendige Pfarreien in der Ukraine, wie zum Beispiel in Balta im Bistum Odessa-Simferopol. Jeden Tag gibt es eine heilige Messe, außerdem gibt es viele kirchliche Aktivitäten wie Jugendgruppen oder Kinderkatechese.

Doch die Pfarrei kann derzeit ihre Kirche nicht nutzen, denn sie ist sanierungsbedürftig: Das Dach ist undicht, der Fußboden kaputt, die Fundamente sind feucht. Daher feiert sie die Gottesdienste in einem Raum im Pfarrhaus. Helfen Sie mit Ihrer Spende, damit die Gemeinde wieder ihre Kirche nutzen kann, denn es ist die älteste römisch-katholische Kirche des Bistums.

Gruppenfoto mit den Ordensschwestern in ihrer Kapelle.

Gruppenfoto mit den Ordensschwestern “Dienerinnen der heiligen Jungfrau Maria” in ihrer Kapelle.

Die Schwestern des Ordens der „Dienerinnen der heiligen Jungfrau Maria” aus Serbien nutzen ihr Provinzhaus nicht nur für ihren Orden. Dort finden auch Begegnungstage statt, außerdem gibt es ein Seniorenheim. Da das Haus zu klein wurde, wurde bereits angebaut.

Zwar ist nun mehr Platz, allerdings ist die Heizungsanlage nur für die Größe des ursprünglichen Gebäudes geeignet. Die Heizung wurde schon repariert, aber sie ist mittlerweile in einem miserablen Zustand. Die Schwestern kommen um den Einbau einer neuen Heizungsanlage nicht herum. Dafür bitten sie um finanzielle Hilfe.

Die Arbeit von Ordensschwestern ist auch in anderen Teilen der Welt wichtig. In einer Region im bolivianischen Bistum Cochabamba arbeiten vier Schwestern in der Seelsorge mit. Sie kümmern sich um Katechese, leiten Jugendgruppen und betreuen bedürftige Frauen und Kinder. Sie sind eine große Hilfe für den Pfarrer in dieser von Armut geprägten Region.

Zwei der Ordensschwestern sind zwar Lehrerinnen, jedoch reicht das Gehalt, das sie dafür bekommen, nicht aus, um die Grundbedürfnisse zu decken. Da die Menschen in der Pfarrei ebenfalls nur wenig Geld haben, können sie sie auch nicht unterstützen. Daher möchten wir mit Ihrer Hilfe das Überleben der Schwestern sichern, damit sie anderen helfen können.

Taufe einer Frau in der Elfenbeinküste.

Taufe einer Frau in der Elfenbeinküste.

In der Elfenbeinküste fördern wir ein besonderes Projekt zur Selbsthilfe. Die Menschen im Nordwesten des Landes sind extrem arm, meist sind sie nur Kleinbauern. Ihre Felder sind nicht so ertragreich wie von denjenigen, die sich Traktoren, Zugochsen oder Düngemittel leisten können. Für die Mehrheit der Christen ist das alles unerschwinglich.

Ein Bischof möchte, dass die Pfarreien selbst eine Einkommensquelle erlangen, um unabhängiger von finanzieller Hilfe zu werden. Die Idee ist, dass sie Reis- und Maisfelder bewirtschaften sollen. Damit könnten auch den armen Menschen geholfen werden. Wir wollen ihnen den Start für diese Initiative ermöglichen, damit sie sich selbst versorgen können und auf weniger Hilfe von außen angewiesen sind.

Die vorgestellten Projekte sind nur wenige Beispiele unserer Arbeit. Sie können für diese und andere Projekte von KIRCHE IN NOT einfach und sicher online spenden. Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Hilfe und Unterstützung.

KIN / S. Stein