Eine Verabredung mit dem Papst

KIRCHE IN NOT unterstützt Fahrtkosten von Pilgern zum Weltjugendtag

Irakische Pilger beim Weltjugendtag in Madrid 2011.

Irakische Pilger beim Weltjugendtag in Madrid 2011.

„Mit Freude sehe ich dem kommenden Juli in Rio de Janeiro entgegen. Ich verabrede mich mit euch in dieser großen Stadt Brasiliens!“, rief Papst Franziskus am Palmsonntag der Jugend der Welt zu. Mit seiner Einladung meinte er nicht nur die Jugendlichen aus den reicheren Ländern, die sich die Reise nach Rio leisten könnten.

„Geht hin, und macht alle Völker zu meinen Jüngern!” lautet das Motto des diesjährigen Weltjugendtages. Jugendliche aus der ganzen Welt werden zusammenströmen, um gemeinsam Zeugnis abzulegen für Jesus Christus.

Gerade die Jugendlichen aus Ländern, in denen Christen Not und Bedrängnis erleiden, legen ein besonderes Bekenntnis ab. Sie selbst werden gestärkt durch die Erfahrung, dass sie ihren Glauben mit Millionen anderen Jugendlichen teilen. Sie sind keine Minderheit, sondern gehören der riesigen Familie der Weltkirche an.

Stellvertretend für ihre Altersgenossen aus dem Irak sollen 100 Jugendliche aus Bagdad am Weltjugendtag teilnehmen. Das Schicksal der Christen im Irak liegt Papst Franziskus besonders am Herzen. Als der neue chaldäisch-katholische Patriarch Louis Raphael Sako den Heiligen Vater eine Woche nach seiner Wahl besuchte und ihm vom Leid der irakischen Christen berichtete, kamen dem Papst die Tränen.

Irakische Christen beim Weltjugendtag 2012 in Madrid.

Irakische Christen beim Weltjugendtag 2011 in Madrid. Dank Ihrer Hilfe kann KIRCHE IN NOT die Anreise von 100 jungen Erwachsenen aus Bagdad zum Weltjugendtag nach Brasilien ermöglichen.

Etwa 1000 christliche Märtyrer in nur zehn Jahren, viele Angriffe auf Kirchen, Angst, Tod und Verfolgung auf Schritt und Tritt. Die „Verabredung mit dem Papst“ wird die irakische Jugend stärken und ermutigen. Sie wird ihnen zeigen, dass sie nicht am Rand stehen. Mit 20.000 Euro hilft KIRCHE IN NOT, damit die Jugendlichen aus Bagdad der Einladung des Papstes folgen können.

Auch die Jugend in Haiti kann Ermutigung gut gebrauchen, denn ihr Land ist das ärmste in Lateinamerika und eines der am wenigsten entwickelten Länder der Erde. Gewalt, Naturkatastrophen wie das verheerende Erdbeben vom Januar 2010, politische Unruhen, Armut, Hunger – dem Land bleibt kaum ein Leid erspart. Aus allen zehn Diözesen des Landes sollen jeweils zwei Vertreter nach Rio reisen, um ihre Altersgenossen anschließend mit dem Feuer ihrer Begeisterung anstecken zu können.

Die Begegnung mit dem Heiligen Vater und mit Millionen anderen Jugendlichen aus aller Welt wird für sie ein unvergessliches Erlebnis sein. Einige Diözesen in Haiti werden im August eigene Jugendtreffen veranstalten, auf denen diese Botschaft an jene Jungen und Mädchen, die nicht nach Rio reisen können, weitergegeben wird. So wird KIRCHE IN NOT nicht nur einen Teil der Reisekosten für die Jugendlichen tragen, sondern unterstützt auch mit 12.000 Euro das Jugendtreffen in der haitianischen Diözese Jérémie, an dem fast 1000 Jugendliche aus allen 39 Pfarreien teilnehmen werden.

Blick auf die Christusstatue auf dem Berg Corcovado oberhalb von Rio de Janeiro. Im Hintergrund der berühmte „Zuckerhut“.

Blick auf die Christusstatue auf dem Berg Corcovado oberhalb von Rio de Janeiro. Im Hintergrund der berühmte „Zuckerhut“.

Auch Jugendliche aus Ägypten sollen am Weltjugendtag teilnehmen. In ihrer Heimat stehen sie am Rand der Gesellschaft. Der „Arabische Frühling“ hat sich als „Winter” entpuppt, die Hoffnungen der Menschen wurden betrogen. Gerade für Christen ist das Leben schwerer denn je. Mit 10.000 Euro hilft KIRCHE IN NOT 49 Jugendlichen dabei, Botschafter der Hoffnung für die Kirche in ihrem Land zu werden.

Papst Franziskus freut sich auf den Weltjugendtag. In seiner Predigt am Palmsonntag sagte er: „Die jungen Menschen müssen der Welt sagen: Es ist gut, Jesus zu folgen; es ist gut, mit Jesus zu gehen; gut ist die Botschaft Jesu; es ist gut, aus sich herauszugehen, bis an die Grenzen der Erde und der eigenen Existenz, um Jesus zu bringen.“ Helfen wir Jugendlichen aus Ländern, in denen die Kirche Not leidet, seiner Einladung zu folgen!

So können Sie den Christen in Brasilien helfen:

Alle in der Medienbox vorgestellten Beiträge sind bei uns unentgeltlich auf CD beziehungsweise DVD erhältlich.

KIN / S. Stein