„Wir beten tagtäglich für Sie”

Kroatische Franziskaner-Schulschwestern bitten uns um Hilfe

Die Franziskanerinnen kümmern sich um Jung und Alt.

Die Franziskanerinnen kümmern sich um Jung und Alt.

Während der kommunistischen Ära unter Tito war die Lage der Kirche im damaligen Jugoslawien von Teilrepublik zu Teilrepublik zwar unterschiedlich, Unterdrückung und Verfolgung waren jedoch überall gegenwärtig.

Auf die Unabhängigkeitserklärungen der Republiken Slowenien und Kroatien 1991 reagierte die Bundesarmee mit militärischen Vergeltungsmaßnahmen. Der daraus entstandene Krieg griff mit verheerenden Folgen bald auch auf Bosnien-Herzegowina über. Auch die Franziskaner-Schulschwestern haben unter dem Krieg gelitten. Heute können sie wieder weitgehend unbehelligt arbeiten.

Der Gemeinschaft gehören 224 Schwestern in 36 Niederlassungen an: in Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Deutschland, der Schweiz, Kanada und den USA. Sie arbeiten in Schulen und Kindergärten sowie im Gesundheitswesen, in Pfarrgemeinden, in der Hauswirtschaft, auf karitativem und sozialem Gebiet, in Internaten und Waisenhäusern, im Medienapostolat und in kroatischen katholischen Auslandsmissionen.

Ein Schwerpunkt ihres Dienstes liegt bei der Arbeit mit Mädchen und der Franziskanerjugend. Sie wollen insbesondere die Jugend für das Gebet und das karitative Tun sensibilisieren. „Die Gemeinschaft ist in die mehrstündige oder ganztägige Anbetung des Allerheiligsten eingebunden. Dabei gedenken wir ganz besonders unserer Wohltäter”, sagt Schwester Jelenka Puljic, Provinzoberin in Bosnien-Herzegowina.

In der Hauskapelle der Franziskaner-Schulschwestern in Kloster Ivanic.

In der Hauskapelle der Franziskaner-Schulschwestern in Kloster Ivanic.

Auch in Kroatien sind die Franziskaner-Schulschwestern. Sie haben ihren Provinzsitz zwar in Sarajewo in Bosnien-Herzegowina, das Noviziatshaus aber steht seit 1957 in Klostar Ivanic in Kroatien. 18 Mädchen befinden sich zurzeit in der Ausbildung zum Ordensleben. Im Haus wohnen auch bereits geweihte Schwestern, die in der Pfarrgemeinde und als Religionslehrerinnen arbeiten. Im Kloster finden zudem Seminare und Einkehrtage für Kinder, Jugendliche und Erwachsene statt.

„Seit Ausbruch des Jugoslawienkrieges Anfang der 1990er-Jahre leisten die Schwestern darüber hinaus vielen Flüchtlingen und Vertriebenen aus den Kriegsgebieten in Kroatien und Bosnien-Herzegowina Hilfe. Dazu kommt die Sorge für ältere und kranke Menschen“, so Schwester Martina, die Hausoberin in Klostar Ivanic.

Gruppenfoto vor dem Noviziatshaus in Klostar Ivanic.

Gruppenfoto vor dem Noviziatshaus in Klostar Ivanic.

Seit Errichtung des Gebäudes sind keine wesentlichen Reparaturarbeiten am Haus vorgenommen worden, doch vor drei Jahren waren Renovierungen unumgänglich geworden, und die Schwestern hatten begonnen, die wichtigsten Ausbesserungen zu erledigen. Da sie für die Behandlung von kranken Mitschwestern, die Erhaltung und Renovierung von Häusern und für den alltäglichen Bedarf für die Schwestern alle Mittel aufbrauchen, können sie in dieses Projekt nur einen symbolischen Betrag investieren.

Sie hoffen auf die Wohltäter von KIRCHE IN NOT, die ihnen bereits viel geholfen und sie noch nie enttäuscht haben. „Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie uns helfen würden, diesen Klosterteil zu renovieren und unseren Novizinnen bessere Bedingungen für Leben und Schulung zu ermöglichen“, bitten sie. „Mit Ihrer Hilfe werden wir in der Lage sein, einen Teil der Arbeiten ausführen zu lassen und einen Teil der laufenden Arbeiten zu bezahlen. Unsere Schwesterngemeinschaft betet tagtäglich für Sie“, schreibt Schwester Ivanka Mihaljevic, die Provinzoberin der Schulschwestern.

KIRCHE IN NOT möchte den Schwestern mit 30.000 Euro bei der Renovierung des Noviziatshauses helfen.

1.Jul 2013 09:13 · aktualisiert: 1.Apr 2015 13:39
KIN / S. Stein