Hilfsprojekte des Monats

Ausgewählte Beispiele unserer weltweiten Hilfe im Juli

Jugendliche lesen in der Bibel.

Jugendliche aus El Alto / Bolivien lesen in der Bibel.

Jeden Monat stellen wir Ihnen eine Auswahl mehrerer Projektbeispiele aus der ganzen Welt vor. Diesmal bitten wir Sie vor allem um Ihre Gebetsunterstützung und Spende für die Christen in Bolivien, Island, Madagaskar und Uganda.

Im Priesterseminar von Alokolum in Uganda studieren derzeit über 200 Seminaristen. Die angehenden Priester werden besonders dafür ausgebildet, den vom langjährigen Bürgerkrieg traumatisierten Menschen beizustehen.

Aber auch viele Seminaristen kennen die Zeiten des Krieges noch, der zwischen 1988 und 2007 in Uganda herrschte. Die geistlichen Begleiter der Studenten müssen sich besonders intensiv mit diesen Umständen befassen.

Es gibt zwar viele Berufungen, doch das Seminar stößt an seine Grenzen. Es platzt aus allen Nähten. Deswegen möchten wir ein Gebäude, in dem die Seminaristen untergebracht sind, renovieren und als bewohnbar erhalten.

Auch die Menschen im Dorf Andrafia in Madagaskar kennen die Armut: Das Gebiet ist unterentwickelt, es gibt keinen Strom, kein Telefon, die Häuser sind oft nur Strohhütten. In einer solchen Hütte wurden bisher auch die heiligen Messen gefeiert.

Innenansicht der neuen Kapelle im Dorf Andrafia. Sie konnte dank der Wohltäter von KIRCHE IN NOT errichtet werden.

Innenansicht der neuen Kapelle im Dorf Andrafia. Sie konnte dank der Wohltäter von KIRCHE IN NOT errichtet werden.

Mittlerweile konnte eine kleine massive Kapelle für die Gemeinde gebaut werden. Außerdem gibt es nun eine kleine Unterkunft für den Priester, der von weither kommt und nun dort übernachten kann. Bei dem Bau haben die Gläubigen tatkräftig mitgeholfen. Sie sind sehr dankbar, dass mit Hilfe von KIRCHE IN NOT diese Kapelle ermöglicht werden konnte. Auch in anderen Teilen der Welt hoffen die Gläubigen auf ein würdiges Gotteshaus.

Damit der Glaube weitergegeben wird, ist die Bibellektüre und Katechese wichtig. Doch oft sind die Menschen so arm, dass sie sich keine eigene Bibelausgabe leisten können, so zum Beispiel in Bolivien.

Dort haben wir einer Pfarrei in der Stadt El Alto beim Erwerb von 700 Exemplaren der Heiligen Schrift geholfen. Die Gläubigen versammeln sich nach der heiligen Messe am Sonntag, um noch einmal die liturgischen Texte zu lesen und darüber zu sprechen. Das ist eine sehr fruchtbare Form der Katechese, die KIRCHE IN NOT gerne unterstützt.

Bischof Pierre Bürcher überreicht eine Ausgabe des Missale an Präsident Olafur Ragnar Grimsson.

Bischof Pierre Bürcher überreicht eine Ausgabe des Missale an Präsident Olafur Ragnar Grimsson.

Auch in Island haben wir kürzlich geholfen. Dort leben knapp 10 000 Katholiken, das sind etwa 3,3 Prozent der Gesamtbevölkerung. Ohne die Hilfe aus dem Ausland könne die Kirche dort nicht überleben, so der Bischof von Reykjavik, Pierre Bürcher. Vom Staat erhält die Kirche nur einen symbolischen Betrag. Er ist sehr dankbar, dass KIRCHE IN NOT den Druck des Missale, des Römischen Messbuchs, auf Isländisch unterstützt hat.

Hilfe braucht die Kirche in Island vor allem, weil es nur wenige Katholiken gibt, die zudem weit verstreut leben. Viele davon sind Migranten, die selbst nur wenig Geld haben. Religionsunterricht findet oft via Internet statt. Zu Firmreisen muss der Bischof wegen der großen Entfernungen und der gefährlichen Straßenverhältnisse im Winter sogar mit dem Flugzeug anreisen.

Die vorgestellten Projekte sind nur wenige Beispiele unserer Arbeit. Sie können für diese und andere Projekte von KIRCHE IN NOT einfach und sicher online spenden. Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Hilfe und Unterstützung.

4.Jul 2013 13:29 · aktualisiert: 4.Jul 2013 14:30
KIN / S. Stein