Messe feiern ohne Angst

Schutzmauern um Kathedrale und kirchliche Gebäude in Ägypten

Demonstranten auf dem Tahrir-Platz in Kairo mit ägyptischen Flaggen.

Demonstranten auf dem Tahrir-Platz in Kairo mit ägyptischen Flaggen (Archivbild).

Mit Schutzmauern möchte die koptisch-katholische Kirche ihre Kathedrale in Alexandria und alle kirchlichen Gebäude im Kairoer Stadtteil Kobry El Koba gegen gewaltsame Übergriffe absichern. In einem Brief an KIRCHE IN NOT bat nun Patriarch Ibrahim Isaac Sidrak eindringlich um finanzielle Hilfe für die Sicherungsmaßnahmen.

„Mehr als 40 Kirchen, 100 Häuser und 150 von Christen betriebene Läden wurden angegriffen oder in Brand gesteckt“, zieht Patriarch Sidrak Bilanz aus den jüngsten Unruhen in Ägypten. Er berichtet von Morddrohungen gegen Christen und „kontinuierlichen Angriffen“ auf die Gläubigen in Alexandria. „Hier stellen Demonstrationen rund um die koptisch-katholische Kathedrale eine ständige Gefahr für die Christen dar, die sorglos Messe feiern wollen“, schreibt Sidrak. Zwar böten Mauern nur einen geringen Schutz „gegen Steinwürfe und Feuerlegung von außen“. Dennoch würden sie helfen, die Angst der Gläubigen einzudämmen und ihnen ein gewisses Sicherheitsgefühl zu vermitteln, ist sich der Patriarch sicher.

Unser Hilfswerk hilft der koptisch-katholischen Kirche auch unter diesen schwierigen Umständen beim Erhalt ihrer pastoralen Strukturen. Helfen Sie mit!

Hier können Sie für dieses und ähnliche Projekte in Ägypten spenden.

26.Aug 2013 12:02 · aktualisiert: 2.Sep 2013 17:28
KIN / T. Waitzmann