Augsburger beten für verfolgte Christen

Ökumenisches Gebet im Dom und Solidaritätskundgebung auf dem Rathausplatz

Anba Damian, Generalbischof der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, spricht auf dem Rathausplatz in Augsburg.

Anba Damian, Generalbischof der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland.

Über 400 Christen unterschiedlicher Konfessionen haben sich am Sonntagabend auf Einladung von KIRCHE IN NOT im Augsburger Dom zum Gebet für ihre Glaubensgeschwister im Nahen Osten versammelt.

Domdekan Bertram Meier, der im Bistum Augsburg für Mission, Entwicklung und Frieden zuständig ist, leitete die ökumenische Kreuzweg-Andacht. Ehrengast war der Generalbischof der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Anba Damian, der über die Situation der Christen in Ägypten berichtete.

In seiner Eröffnungsansprache erklärte Meier den drängenden aktuellen Bezug des Gebetsabends: „So traurig es ist, aber es stimmt: Es gibt Gebiete, wo Christen gefährdet sind. Wer sich als Christ bekennt, der lebt gefährlich.“ Dies zeige sich aktuell besonders im Nahen Osten. Dort sei „für zahllose Christen Religionsfreiheit nur ein Traum“.

Über 400 Gläubige unterschiedlicher Konfessionen versammelten sich zum Gebet im Augsburger Dom.

Blick in den vollbesetzten Augsburger Dom.

Meier forderte mehr Engagement für diskriminierte und verfolgte Christen weltweit: „Religionsfreiheit ist ein Grundrecht für jeden und alle Menschen“, betonte er. „Wir Christen fordern es ein – nicht nur für uns selbst, sondern für alle, die ihren Weg mit Gott gehen wollen.“

Bereits zum fünften Mal veranstaltete KIRCHE IN NOT in diesem Jahr den „Kreuzweg für die verfolgte Kirche“ in Augsburg. Am Nachmittag hatte die katholische Diözese Augsburg bereits zusammen mit dem evangelisch-lutherischen Dekanat der Stadt, der Evangelischen Allianz, dem Mesopotamien Verein und dem Suroye Kultur- und Sportverein zu einer Kundgebung auf den Rathausplatz eingeladen.

Am Nachmittag versammelten sich viele Gläubige auf dem Rathausplatz zu einer Solidaritätskundgebung für verfolgte Christen. Schirmherr war Oberbürgermeister Kurt Gribl, der die Besucher begrüßte.

Am Nachmittag versammelten sich viele Gläubige auf dem Rathausplatz zu einer Solidaritätskundgebung für verfolgte Christen. Schirmherr war Oberbürgermeister Kurt Gribl, der die Besucher begrüßte.

Unter dem Titel „Glaube braucht Bekenntnis. Bedrängte und verfolgte Christen brauchen unsere Hilfe“ demonstrierten die über 400 Teilnehmer gemeinsam am Sonntag der Landtagswahl für mehr politisches Engagement für verfolgte und diskriminierte Christen weltweit.

Der Schirmherr der Veranstaltung, Oberbürgermeister Kurt Gribl, versicherte den Teilnehmern, ihr Anliegen weiter in den politischen Diskurs einbringen zu wollen. In einem Schweigemarsch zogen die Demonstranten nach der Kundgebung in den Dom, um dort gemeinsam den Kreuzweg für die verfolgte Kirche zu beten.

Im Gebet für verfolgte Christen vereint (v.l.): Griechisch-orthoxer Erzpriester Apostolos Malamoussis,  Syrisch-orthodoxer Pfarrer Aho Bulut, Domdekan Bertram Meier, Koptisch-orthodoxer Bischof Anba Damian, Evangelischer Pfarrer Bernd Fischer.

Im Gebet für verfolgte Christen vereint (v.l.): Griechisch-orthoxer Erzpriester Apostolos Malamoussis, Syrisch-orthodoxer Pfarrer Aho Bulut, Domdekan Bertram Meier, Koptisch-orthodoxer Bischof Anba Damian, Evangelischer Pfarrer Bernd Fischer.

KIRCHE IN NOT ist eine päpstliche Stiftung, die weltweit die Seelsorge unterstützt. Ein Schwerpunkt ist dabei die Hilfe für verfolgte und unterdrückte Christen. Aktuell unterstützt das Hilfswerk beispielsweise die syrischen Flüchtlinge im Libanon und Jordanien.

Das Hilfswerk legt außerdem regelmäßig eine Dokumentation über die Situation von Christen in aller Welt vor. Sie trägt den Titel „Christen in großer Bedrängnis“ und kann im Münchner Büro des Hilfswerks unentgeltlich bestellt werden:
KIRCHE IN NOT
Lorenzonistr. 62
81545 München
Tel.: 089 – 64 24 888 0
Fax: 089 – 64 24 888 50
E-Mail: kontakt@kirche-in-not.de

oder ganz bequem in unserem Bestelldienst.

Sehen Sie in unserer Mediathek einen Fernsehbeitrag von unserer Veranstaltung in Augsburg. Diesen und alle in der Medienbox vorgestellten Beiträge können Sie bei uns unentgeltlich bestellen.

So können Sie verfolgten Christen helfen:

Alle in der Medienbox vorgestellten Beiträge sind bei uns unentgeltlich auf CD beziehungsweise DVD erhältlich. Besuchen Sie auch unsere Mediathek.

16.Sep 2013 12:27 · aktualisiert: 18.Sep 2013 17:03
KIN / S. Stein